Der Staat muss Gärtner sein und darf nicht Zaun sein, wenn er Wachstumspolitik betreiben will. Angela Merkel, *1954, erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

14 Ordnungspolitik

Statt Mietpreisbremse: Alternativen zur staatlichen Wohnungspolitik

Vor allem in deutschen Großstädten steigen derzeit die Mieten stark an. Mit sozialem Wohnungsbau und Mietpreisbremsen will die Politik nun gegensteuern. Was sagt die ökonomische Theorie dazu? Welche Alternativen gibt es zur staatlichen Wohnungspolitik?


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  • Autor

    Prof. Dr. Ulrich van Suntum

    ist geschäftsführender Direktor des Centrums für angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Münster (CAVM) und stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa).

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  • Randy Welt

    Cool Ulrich!! Sehr innovativer Video-Beitrag.

    Am interessantesten fand ich den “Preis des Bodens”, der ist nämlich schon lange (mind. über 100 Jahre) viel zu hoch in Dtl. Wir sind zu viele!, deshalb 40 Mill. als langfristiges Bevölkerungsziel dann sind wir mit ca. 100 E/qm zumindest wieder auf Niveau von 1900 zu Kaiser Wilhelms.Zeiten.

    Das Ziel können wir erreichen, wenn jeder sich weiterhin beim Kinder kriegen mäßigt (Also am besten statistisch unter 2,1 bleiben.) In 50 Jahren, wenn die Babyboomer ausgestorben sind, sollten unsere Nachkommen dann eine sehr viel mehr relaxede Gesellschaft (Bsp Schweden) vorfinden. Mit jeder Menge freier Wohnungswahl und wo sich nicht jeder Hansel auf seinen 100qm Garten gegenseitig auf die Füsse tritt.

  • MK

    Wobei man zu der Sache mit den Kindern sagen muss, dass der demographische Wandel in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass wir grad immer weniger Kinder bekommen. Was wiederum zu dem Problem führen wird, wer denn die ganzen Renten bezahlen soll, wenn es nur Rentner und wenig verdienende Erwachsene gibt. Mit 2,1 sind wir ja noch gut dabei, aber ich bezweifle, dass dieser Wert aktuell ist. Und was da auch noch von Bedeutung ist, ist dass die erstaunlich viele junge Erwachsene gar keine Kinder mehr bekommen wollen.

    ich denke das insofern der Ansatz mit dem Nachwuchs beim Mietpreis Problem nicht hilfreich ist.

  • Randy Welt

    2,1 ist der statistische Wert bei der eine Gesellschaft konstant bleibt (ohne Zu-/Abwanderung). Wir liegen da schon über 20 Jahre drunter sind aber trotzdem gewachsen auf Grund der Zuwanderung.

    Das Rentenargument zieht nicht, weil dann müsste die nächste Generation ja wieder noch mehr Kinder in die Welt setzen. Die Fläche von Dtl. ist aber begrenzt. Also haben die Rentner entweder Pech gehabt, sind klug genug vorzusorgen oder holen sich das Geld da wo es ist, also Besteuerung von Mrd. Gewinnen oder ähnliches.

  • Dan Chris

    Die Renten sind nicht das Problem. Man braucht nicht mehr Kinder um sie zu finanzieren, nur eine höhere Produktivität. Zusätzlich kommt hinzu, dass die arbeitende Bevölkerung alle nichtarbeitenden finanzieren muss. Das heißt das Arbeiter-Rentnerverhältnis ist zu kurz gegriffen. Schaut man sich das Arbeiter-Nichtarbeiterverhältnis an, dann sieht man, dass das Ganze nicht so dramatisch ist. Denn Nichtarbeiter sind zum Beispiel Kinder und Arbeitslose. Arbeitslose werden zu Rentnern, bzw. finden Arbeit aufgrund der Steigerung der Rentneranzahl.

  • Dan Chris

    “Wir sind zu viele!”
    Ab wann gilt diese Aussage? Warum ist die Hälfte okay? Wenn man nach dem ökologischen Fußabdruck ginge, dann ist nämlich die Hälfte noch zu viel.

  • INSM > Inkompetene Nullpen sabbern Mainstream…. ;-)

  • Randy Welt

    Ok, ueber den optimalen Zielwert laesst sich streiten. Dafuer wuerde ich gern einmal 200 Jahre in die Vergangenheit reisen und wie unsere Vorfahren, dass noch unentdeckte USA besiedeln. Einfach mal 5000qm an der Kueste Kaliforniens abstecken und ein Energie-Plus-Haus drauf baun!!

  • Dan Chris

    “wie unsere Vorfahren, dass noch unentdeckte USA besiedeln”
    Es war nicht unentdeckt, das ist dir hoffentlich klar. Die Zahl der Menschen ist in meinen Augen egal. Es geht nur um die Frage, ob man sie nachhaltig versorgen kann. Bei unserem aktuellen Lebensstil ist das nicht möglich. Das heißt aber nicht, das es niemals möglich wäre.

  • Bis zum Fazit in 9:00 sehr gut. Selbstverständlich hat “Wohngeld” aber rein gar nichts mit Marktwirtschaft zu tun. In der Marktwirtschaft wird der der etwas geleistet hat nicht bestraft. Derjenige der sein Geld verprasst ist dann bedürftig und bekommt Wohngeld – derjenige der gespart hat, hat ja dann Geld und ist dieser “Logik” nach zufolge nicht bedürftigt und bekommt kein Wohngeld. (selbiges gilt für Hartz auch). Marktwirtschaft ist wenn man untersucht warum Menschen in Ballungsgebieten teuren Wohnraum nachfragen und in ländlichen Gebieten immer weniger Menschen leben. Das liegt daran das die Menschen ihrer Einkommensquelle aka “Arbeit” hinterherziehen müssen. Nur dummerweise wenn immer weniger Menschen auf dem Land leben wer soll dann auf dem Land nach Arbeitsplätzen nachfragen? EIn Grundeinkommen ist ein marktwirtschaftliches Instrument gegen dieses Mietpreisproblem!

  • Man braucht auch keine Produkivitätserhöhung. Die aktuelle Produktivität reicht auch wenn nur noch die Hälfte der Menschen arbeiten würde. Das dann die Sozialsysteme nicht mehr von den Arbeitenden finanziert (!!!) werden können ist dann wohl selbstverständlich.

  • Dan Chris

    Ich streite ja nicht ab, dass die Produktivität ausreicht. Allerdings wird sie fast immer ausgeblendet, wenn es darum geht ob die Renten bezahlbar sind oder nicht.

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  • Ralph Krachen

    Höhere Mieten in den Grosstädten als auf dem Land sind richtig.
    Denn wir haben in Deutschland keinen Wohnungsmangel, die Nachfrage ist nur ungleichmässig verteilt, zulasten der ländlichen Gegenden. Hier reguliert der Markt eine Überurbanisierung mit all den negativen Folgen: Slums, verstopfte Strassen, der öffentliche Nahverkehr bricht zusammen und tägl. Smogalarm. Während in Ostdeutschland der Rückbau von Immobilien auf Steuerzahlerkosten betrieben wird, wird der Steuerzahler in den Ballungsgebieten durch den sozialen Wohnungsbau geschröpft. Eine perverse Situation. Die einfachste Lösung liegt auf der Hand, nur was nützt eine Wohnung in Meck-Pomm, wenn man einen Job in München hat ?