Inflationen sind wie Diktaturen. Wenn sie erst einmal an der Macht sind, wird es um so schwieriger, gegen sie anzukämpfen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: TTIP, Arbeit, Amazon, Netzwerkeffekte, Aktien

Heute in den Linktipps: Gefahren für TTIP, Nachteile des Home-Office und das Geheimnis erfolgreicher Firmen. Außerdem geht es um die Frage, ob Facebook unsterblich ist und warum Aktien derzeit vergleichsweise teuer sind.

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1. Was kann den TTIP-Abschluss verhindern?
(wiwo.de, Andreas Freytag)
Mehrere Tausend Demonstranten werden am Samstag bei einer Demonstration gegen das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP erwartet. Die TTIP-Gegner würden die Vereinbarung zwischen der EU und den USA gerne stoppen. Andreas Freytag analysiert, wie groß die Chancen stehen, dass sie ihr Ziel erreichen.

2. Was durch das Home-Office verloren geht
(theatlantic.com, Max Nisen, englisch)
Von zuhause aus zu arbeiten, mag für viele wie ein Traum erscheinen: keine langer Weg zur Arbeit, keine nervenden Kollegen und auch keine Pflicht, jeden Tag in Business-Kleidung anzutanzen. Viele Unternehmen wollen das möglich machen und erlauben ihren Mitarbeitern Home-Office-Zeiten. Doch Studien zeigen: Das ist nur teilweise vorteilhaft. Denn durch den fehlenden Kontakt mit Kollegen geht viel verloren.

3. Wie mich Amazon zu 2.419 Bestellungen gebracht hat
(fee.org, Barry Brownstein, englisch)
Der Wirtschaftsprofessor Barry Brownstein war ein wenig geschockt, als ihm eine Kundendienstmitarbeiterin von Amazon erzählte, dass er bereits 2.419 Mal bei dem Versandhändler eingekauft hat. Er macht sich Gedanken über die Gründe für den Erfolg des Unternehmens und landet dabei bei Ludwig von Mises: Die höchsten Chancen auf Profite hat derjenige, der die besten Zukunftsprognosen abgeben kann.

4. Groß aber nicht unfehlbar
(bloombergview.com, Megan McArdle, englisch)
Das ökonomische Konzept der Netzwerkeffekte beschreibt Produkte, die wertvoller werden, je mehr Menschen sie benutzen. Facebook ist ein gutes Beispiel: Hätte die Seite statt einer Milliarde nur 10.000 Nutzer, wäre sie für die meisten Menschen für die Kontaktpflege wohl wertlos. Doch die Netzwerkeffekte schützen Firmen nur begrenzt vor Konkurrenz, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

5. Aktien sind ziemlich teuer
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Was bestimmt eigentlich die Höhe eines Aktienkurses? An der Börse kommt er über Angebot und Nachfrage der Händler zustande. Im Preis für die Unternehmensanteile steckt dann implizit eine Erwartung über künftige Gewinne. Sieht man sich die Kurse der Dax-Aktien an, sind diese Gewinnerwartungen sehr hoch – und angesichts der schwachen Konjunktur kaum erfüllbar. Was bedeutet das für Anleger?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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  • Freytags Argumentation ist platt. Er geht nirgendwo auf die Gegenargumente ein. Schön ist folgende Aussage von ihm. Er warnt

    “Denn es steht zu befürchten, dass Europa erheblich zurückfallen und an
    Einfluss verlieren wird, wenn es TPP, aber nicht TTIP gibt. Das Zentrum
    der Weltwirtschaft würde dann wohl im pazifischen Raum liegen.
    Vermutlich werden dann außerdem Standards gelten, die unter europäischen
    Standards liegen – dies kann nicht im europäischen Interesse sein.”

    Das ist ein interessanter Punkt. Die Standards könnten unter den
    europäischen liegen. Übersetzt heißt das, dass wir durch TTIP unsere
    Standards senken müssen, um das gleiche schlechte Niveau zu haben. Wenn
    bei TPP ein niedriger Standard definiert wird und bei TTIP ein höherer,
    dann klagen die Unternehmen mittels der Schiedsgerichte. Ob da etwas
    besseres bei rauskommt ist fragwürdig. Denn wenn Asien = USA gilt und
    USA = Europa, dann muss Asien = Europa bei den Standards sein.