Wieso soll jemand mit Geld überschüttet werden, der auf ganzer Linie versagt hat? Angela Merkel, *1954, erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

1 Linktipps

5 vor 10: Ceta, Brexit, US-Wahlen, Roboter, Ärzte

Wie die Alternative für die umstrittenen Schiedsgerichte ausschaut, wieso sich einige britische Unternehmen für den Brexit einsetzen und warum Roboter an einigen Stellen von Menschen ersetzt werden, das lesen Sie heute in den Linktipps. Zudem geht es um Bernie Sanders sowie die Auswirkungen des Insolvenzrechts.

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1. Ceta bekommt einen Investitionsgerichtshof – ein Vorbild für TTIP?
(sueddeutsche.de, Alexander Mühlauer)
Bei Ceta, dem zwischen Kanada und den EU-Staaten geplanten Freihandelsabkommen, soll der Investorenschutz reformiert werden. Wie auch für das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP geplant, sollten Schiedsgerichte die Interessen der Investoren schützen, das ist aber umstritten. Stattdessen soll nun ein Investitionsgerichtshof eingerichtet werden, schreibt Alexander Mühlauer, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Brüssel, in seinem Artikel. Ist dies eine Alternative?

2. Aus Überzeugung gegen Europa
(zeit.de, Bettina Schulz)
Eine kleine Gruppe aus erfolgreichen Gründern, Managern und Erben großer Unternehmen setzen sich dafür ein, dass Großbritannien aus der EU austritt. Bettina Schulz, Korrespondentin in London, hat sich angesehen, was die Köpfe der Bewegung antreibt.

3. Retter der USA – oder Totengräber der Wirtschaft?
(wiwo.de, Tim Rahmann)
Bernie Sanders könnte Hillary Clinton gefährlich werden. Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten ist besonders unter den jungen Wählern beliebt. Tim Rahmann, US-Korrespondent der Wirtschaftswoche, hat die Aussagen von Sanders unter die Lupe genommen? Sind die Pläne für mehr Staat und mehr Umverteilung des selbsternannten „demokratische Sozialisten“ gefährlich für die US-Wirtschaft?

4. Menschen statt Roboter
(theguardian.com, Samuel Gibbs, englisch)
Weil die Roboter mit den schnellen Veränderungen nicht Schritt halten könnten, setzt Mercedes Benz in seinem Werk in Sindelfingen bei Stuttgart künftig wieder mehr Menschen ein, das berichtet Samuel Gibbs im Guardian. Ganz verbannt werden die Maschinen aber nicht: Es sollen nun an einigen Stellen kleinere und flexiblere Roboter eingesetzt werden, die mit den Menschen zusammenarbeiten.

5. Warum Ärzte teure Häuser kaufen
(washingtonpost.com, Carolyn Y. Johnson, englisch)
Ärzte geben in den USA deutlich mehr für ihre Wohnhäuser aus als Anwälte oder Geschäftsführer von Unternehmen, die ähnlich viel verdienen. Vermutlich habe damit das neue Insolvenzrecht des Landes zu tun, vermuteten die Wissenschaftler um Anupam B. Jena, von der Harvard Medical School, und haben das Kaufverhalten analysiert.  Über das Paper (Link) berichtet Carolyn Y. Johnson im Wonkblog des Wall Street Journals.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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  • “Retter der USA – oder Totengräber der Wirtschaft?”
    Ein interessanter Text, welcher das Problem des Wirtschaftsjournalismus aufzeigt. Man kann und sollte nicht nur Wirtschaftsverbände danach fragen, ob eine Wirtschaftspolitik schädlich ist oder nicht. Ein einzelnes Unternehmen interessiert sich nicht für eine Volkswirtschaft, sondern für die eigenen Gewinne. Die Unternehmerverbände in Deutschland waren und sind gegen den Mindestlohn. Schädlich war er faktisch nicht und die Welt dreht sich weiter.

    Sanders Programm ist in Europa in weiten Teilen bereits umgesetzt und die Welt dreht sich weiter. Davon abgesehen, wird Sanders sein Programm nur in kleinen Teilen umsetzen können. Man erinnere sich an Obamas Gesundheitssystemreform. Diese Reform wurde durchgeführt und es gibt immer noch großen Widerstand. Die Welt ist dort ebenfalls nicht untergegangen und viel von dem Vorhersagten nicht eingetreten (Kostenexplosion, etc.). Daher sollte man einfach mal differenzierter Berichten und abwarten. Es handelt sich um ein Programm mehr nicht.