In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden. John Kenneth Galbraith, 1908-2006, Ökonom

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5 vor 10: Hessen, Japan, Euro, Mieten, Produktivität

Heute geht es in den Linktipps um die Kommunalwahlen in Hessen, die negativen Zinsen in Japan, die düstere Zukunft für die Eurozone, die teuren Wohnungen in den Großstädten und den technologischen Fortschritt.

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1. CDU und SPD verlieren Stimmen an die AfD
(zeit.de)
Bei den Kommunalwahlen in Hessen hat die AfD vielerorts zweistellige Ergebnisse erzielt. CDU, SPD und Grüne haben in vielen Wahlkreisen an Stimmen verloren. Die Wahlbeteiligung sei mit rund 48 Prozent derart niedrig, schreibt “Die Zeit”, dass über eine Vereinfachung des Wahlsystems nachgedacht werden müsse.

2. Japan spielt mit den Preisen
(bloombergview.com, Michael Schuman, englisch)
Wer in Japan Geld übrig habe, habe sich schon daran gewöhnt, den japanischen Staat dafür zu bezahlen, dass er sich von ihm Geld leihe, schreibt Michael Schuman in seinem Beitrag auf Bloomberg View. Doch wie kann es dazu kommen, wo doch der Staat mit einer Schuldenlast von über 240 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nahe an der Pleite ist? Eine Analyse über Preise, die falsche Anreize schaffen.

3. Eine vernichtende Prognose für die Eurozone
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Markus Diem Meier)
Mervyn King sieht schwarz für den Euro, darüber hat er das Buch “The End of Alchemy” geschrieben. Er war Präsident der britischen Zentralbank und ist aktuell Professor, zum Beispiel für Economics and Law an der New York University. Die Hauptgründe für die düstere Prognose seien politischer Natur, schreibt Markus Diem Meier in seinem Blogbeitrag.

4. Drei Zimmer oder Vorstadt
(faz.net, Judith Lembke)
Die Mieten sind in vielen deutschen Großstädten so teuer, dass es vor allem für junge Familien schwer ist, den Wohnraum zu bezahlen – auch für Akademiker- und Mittelschichtsfamilien. Sie müssen ausweichen, an den Stadtrand oder in kleinere Städte. Judith Lembke hat solche Familien getroffen und beschreibt, wie sie mit der Situation umzugehen versuchen.

5. Ist die Produktivität heute geringer?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Die Produktivität der Wirtschaft sei auf dem Papier signifikant gesunken, schreibt Tyler Cowen in seinem Blogpost. Doch verbleibt sie wirklich auf einem niedrigen Niveau, oder sind die benutzten Messmethoden so schlecht, dass sie den Tech-Sektor unterschätzen?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge

  • “wo doch der Staat mit einer Schuldenlast von über 240 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nahe an der Pleite ist?”
    Warum ist der japanische Staat nahe der Pleite. Er bedient seine Schulden und bekommt neues Geld. Davon abgesehen ist er im wesentlichen bei seinen Bürgern verschuldet. Würde er die Steuern erhöhen, könnte er einfach seine Schuldenquote reduzieren.