Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. Henry Ford, 1863-1947, US-amerikanischer Unternehmer

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5 vor 10: Ungleichheit, Spekulanten, Bargeld, Roboter, Negativzinsen

Heute in den Linktipps: Die Welt wird gleicher, Spekulanten zwingen Unternehmen zu kurzfristigem Denken und beim Bezahlen geht es nicht allein ums Geld. Außerdem: Die amerikanische Industrie ist stark, schafft aber keine Jobs und höhere Negativzinsen dürften dem Finanzsektor schaden.

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1. Die globale Ungleichheit sinkt
(faz.net, Bjørn Lomborg)
Oft heißt es, dass die Unterschiede zwischen arm und reich global wachsen. Allerdings hat sich die Ungleichheit in den vergangenen 20 Jahren stark verringert. Der Grund: Durch den Aufstieg von Hunderten Millionen Menschen aus der Armut seien neue Mittelschichten in früheren Entwicklungsländern entstanden, schreibt der Ökonom Bjørn Lomborg, Präsident des Copenhagen Consensus Center. Zwar war die Welt vor 200 Jahren einmal gleicher, doch erstrebenswert ist der Status nicht: Damals waren einfach fast alle Menschen arm.

2. Wenn Spekulanten dem Unternehmenswert schaden
(wiwo.de, Mark Fehr)
Vorstände von Aktiengesellschaft betonen häufig, dass sie langfristige Ziele verfolgen würden. Studien zeigen allerdings: Manager planen häufig eben doch kurzfristig, um Spekulanten zufriedenzustellen – und schaden so dem Unternehmen. Möglicherweise könnte man das ändern, indem man die Pflicht zu jährlichen Quartalsberichten aufhebt, schlägt Mark Fehr vor.

3. Beim Bezahlen geht es nicht nur ums Geld
(zeit.de, Jaro Krieger-Lamina)
Bezahlung mit Cash sichert uns Privatsphäre: Selbstverständlich wollen wir nicht bei jeder Transaktion elektronische Spuren hinterlassen, schreibt Jaro Krieger-Lamina vom Institut für Technikfolgenabschätzung. Sollten wir das Bargeld tatsächlich abschaffen, werden sich die Menschen vermutlich Alternativen suchen – Bitcoins, regionale Währungen oder der Tauschhandel könnten dann aufblühen.

4. Die Industrie der USA ist stark – und schafft Jobs für Roboter
(vox.eu, Matthew Yglesias, englisch)
Die amerikanische Industrie im Niedergang? Stimmt nicht, schreibt Matthew Yglesias. Der verarbeitende Sektor hat im vergangenen Jahr so viel produziert wie nie zuvor. Nur schaffen die Firmen keine Jobs, sondern lassen die Arbeit im Hochlohnland USA lieber von Robotern erledigen.

5. Das Problem mit den Negativzinsen
(blicklog.com, Dirk Elsner)
Die EZB dürfte den Einlagenzins für Banken bald weiter senken und damit die Zinsen noch weiter ins Minus drücken. Dirk Elsner warnt mit Verweis auf den Sachverständigenrat der Bundesregierung vor den Gefahren einer solchen Politik. “Insgesamt ist zu erwarten, dass die Niedrigzinsphase die Ertragslage von Banken und Lebensversicherungen spürbar belastet und somit mittelfristig deren Geschäftsmodelle aushöhlt”, zitiert er den jüngsten Bericht der Experten. Das könne zu einer erhöhten Risikobereitschaft führen, und so die Finanzmarktstabilität gefährden.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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