Kann sich irgendwer erinnern, daß die Zeiten einmal nicht hart waren und das Geld nicht knapp? Ralph Waldo Emerson, 1803-1882, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph

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5 vor 10: Unterhosen, Welthandel, Zinsen, Schwellenländer, Öl

Heute in den Linktipps: Warum ein Blick auf den Unterhosen-Markt optimistisch stimmt, wie die Politik den Freihandel begleiten sollte und wieso Zinserhöhungen in den USA weiter unwahrscheinlich sind. Außerdem: Das einzig wichtige Schwellenland ist China und Saudi-Arabien verliert seine Macht im Ölmarkt.

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1. Der Unterhosen-Index steigt
(qz.com, Chase Purdy, englisch)
Zieht der Konsum von Männer-Unterhosen an, ist das ein gutes Zeichen für die Erholung der Wirtschaft – sagt immerhin der ehemalige Chef der amerikanischen Notenbank, Alan Greenspan. Demnach geht es jetzt bergauf: In Amerika haben die Verkäufe von Unterhosen stark zugelegt.

2. “Amerikas Arbeiter haben 35 lausige Jahre hinter sich”
(faz.net, Winand von Petersdorff)
Die Mehrheit der Ökonomen ist sich einig: Freihandel ist gut für eine Volkswirtschaft. Klar ist aber auch, dass es dabei auch Verlierer geben kann: In Amerika waren das zuletzt die Fabrikarbeiter, die mit den billigen Wettbewerbern aus China nicht konkurrieren konnten. Die Politik sei allerdings nicht hilflos, sagt MIT-Ökonom David Autor: “Sie kann Trainingsprogramme starten, statt auf der Ideologie zu beharren, dass es wegen des Handels mit China jedem bessergehe und dass die Arbeiter aufhören sollten, sich zu beschweren.”

3. Wenig Chancen für schnelle Zinsanhebung
(handelsblatt.com, Axel Postinett)
Die amerikanische Notenbank-Chefin Janet Yellen sieht die Wirtschaftslage weiter mit gemischten Gefühlen – entsprechend unwahrscheinlich sind rasche Zinserhöhungen. Andererseits scheint sie mit den niedrigen Zinsen auch nicht gerade glücklich, zeigte sich in ihrer jüngsten Rede. Denn sollte die Weltwirtschaft jetzt wieder in die Krise rutschen, könne die Fed nur “in geringem Maße” zusätzliche Stimulierung anbieten, warnte Yellen.

4. Nur China ist wichtig
(washingtonpost.com, Matt O’Brian, englisch)
Keines der BRIC-Länder hat sich so entwickelt, wie es die Mehrheit der Analysten vorausgesagt hat – mit Ausnahme von China. Nur die Volksrepublik konnte tatsächlich zu den entwickelten Industriestaaten aufschließen, schreibt Matt O’Brien. Die nun aufkommende Schwäche Chinas zieht die anderen einst gefeierten Schwellenländer noch weiter herunter – Brasilien etwa steckt mittlerweile in der schlimmsten Rezession seit den 30er-Jahren.

5. Saudi-Arabien pumpt Öl wie wild und verliert trotzdem
(sueddeutsche.de, Jan Schmidbauer)
Die Saudis pumpen derzeit jeden Tag zehn Millionen Barrel Öl aus dem Boden. Das Land will unbedingt seine Marktanteile halten – doch das gelingt nicht: Zwischen 2013 und 2015 haben die Saudis auf neun von 15 wichtigen Märkten Anteile verloren. Zusammen mit dem niedrigen Ölpreis hat das dramatische Folgen. Für das Jahr 2015 verzeichnete das Königreich ein Haushaltsdefizit von 90 Milliarden Euro bei einem Budget von 240 Milliarden.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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