Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein. Mark Twain, 1835-1910, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

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5 vor 10: Euro, Eigenverantwortung, Zinsen, Bildung, Freiheit

Heute in den Linktipps: die Abschaffung der 500-Euro-Banknote, die Integration von Flüchtlingen, der Zusammenhang zwischen Löhnen und Zinsen und Glück durch Autonomie. Außerdem: Warum Schulen wie Unternehmen handeln sollten.

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1. Tschüss, 500-Euro-Schein!
(handelsblatt.com)
Nutzt der 500-Euro-Schein wirklich vor allem Verbrechern? Die EZB bezieht in der Debatte um die wertvollste Euro-Note nun klar Position: Der Geldschein wird ab 2018 nicht weiter verbreitet. Ob sich der erhoffte Effekt einstellen wird, ist aber fraglich. “Es sind Zweifel angebracht, ob Terroristen und Kriminelle an illegalen Handlungen gehindert werden, weil es eine Obergrenze gibt oder die großen Stückelungen abgeschafft werden”, sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

2. Die gerechte Verteilung von Dummheit
(rolandrichy.de, Anabel Schunke)
Bildungsexperten fordern einen Masterplan zur Integration von Flüchtlingen: Die Unterrichtssprache solle einfacher werden und die Anforderungen an duale Ausbildungen geringer. Anabel Schunke hält dies für eine einseitige Sichtweise. “Was wie immer bei allen Überlegungen zur Integration von Migranten fehlt, ist der Anspruch an die Migranten und der Verweis auf ihre Eigenverantwortung”, schreibt sie. Dabei habe sich längst gezeigt, dass Migranten, die sich aus eigenem Antrieb integrierten, die größten Erfolgschancen hätten.

3. Höhere Zinsen mit höheren Löhnen
(blog.zeit.de, Mark Schieritz)
EZB-Präsident Mario Draghi und die Wirtschaftsweisen streiten sich über die Frage, ob Deutschlands hohes Leistungsbilanzdefizit Grund für die niedrigen Zinsen ist. Mark Schieritz macht unterdessen eine weitere mögliche Ursache aus: die Lohnentwicklung. Diese falle deflationär aus, obwohl sich die Gewerkschaften aktuell nicht gerade bescheiden zeigten. Für Schieritz bedeutet das: “Kein Wunder, dass die Zinsen nicht höher sind.”

4. Warum Schulen so etwas wie Unternehmen sein sollten
(fee.org, Kevin Currie-Knight, englisch)
Bildung und freie Märkte – das passt aus Sicht vieler Menschen nicht so richtig zusammen. Schulen erfüllten eine öffentliche Aufgabe, das Streben nach Profiten sei damit nicht vereinbar. Stimmt das wirklich? Kevin Currie-Knight findet: Unternehmerisches Denken und Kundenorientierung täte dem Bildungssystem mit Sicherheit gut.

5. Freiheit macht glücklich
(qz.com, Belle Beth Cooper)
Wenn es um Zufriedenheit am Arbeitsplatz geht, spielt Geld nur eine untergeordnete Rolle. Richtig glücklich werden Arbeitnehmer erst, wenn sie auch eigene Ideen im Job umsetzen können. Chefs, die bereit sind, Entscheidungen den Mitarbeitern zu überlassen, erhalten dadurch auch die Chance auf bessere Resultate.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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