Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg. Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch Ernest Miller Hemingway, 1899 - 1961, amerikanischen Schriftsteller

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5 vor 10: Sparen, Arbeit, Regulierung, Bargeld, Taxis

Heute in den Linktipps: Sparen wir zu viel? Wie lange müssen wir bis zur Rente arbeiten? Und wem nützt Regulierung wirklich? Außerdem geht es um die Zukunft des Bargelds und um mehr Wettbewerb in der Taxibranche.

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1. Indizien für den Sparnotstand
(blog.tagesanzeiger.ch, Andreas Neinhaus)
Die Einkommen steigen, dennoch wird nicht mehr konsumiert. Das liegt unter anderem am immer schwierigeren Aufbau einer Altersvorsorge, denn “die am Markt angebotenen Null- oder Negativzinsen für risikofreie Anlagen führen dazu, dass viel mehr Geld gespart werden muss als ursprünglich geplant war, um die Rentenziele zu erreichen”, analysiert Andreas Neinhaus. Diese Situation könnte sich nun zu einer gefährlichen Wachstumsbremse entwickeln.

2. Alternde Gesellschaften brauchen ältere Arbeiter
(blogs.worldbank.org, Wojciech Hardy, englisch)
Der demografische Wandel macht die ältere Generation für die Arbeitswelt unverzichtbar. Längeres Arbeiten ist einerseits nötig, um die Rentensysteme nachhaltig zu finanzieren, und andererseits, um die Wirtschaft mit genügend Fachkräften zu versorgen. Menschen zu einem späteren Eintritt in den Ruhestand zu bewegen, ist eine zentrale politische Herausforderung. Untersuchungen zeigen allerdings, dass dies bisher nicht ausreichend gelingt.

3. Warum Regulierung mehr schadet als nutzt
(fee.org, Scott Sumner, englisch)
Der Staat mischt sich gerne in freie Märkte ein – vor allem wenn es um den vermeintlichen Schutz von Angestellten und Konsumenten geht. Doch in der Regel laufen die Versuche ins Leere und schaden denjenigen zusätzlich, denen eigentlich geholfen werden sollte. Für Ökonomen müsste diese Erkenntnis eigentlich zur Grundausbildung gehören, meint Scott Sumner. Sie gerate hingegen immer stärker in Vergessenheit.

4. Das Bargeld verschwindet doch nicht
(ftalphaville.ft.com, Izabella Kaminska, englisch)
Mögliche Obergrenzen für Bargeldzahlungen und das Ende des 500-Euro-Geldscheins haben in den vergangenen Monaten eine Debatte über das Ende des Bargeldzeitalters entfacht. Wer um seine Scheine und Münzen fürchtet, kann sich laut einer Studie aus Großbritannien aber beruhigen. Für die Abschaffung des Bargeldes ist es demnach noch zu früh – unter anderem aufgrund erheblicher Sicherheitsbedenken.

5. Mehr Wettbewerb im Taximarkt
(faz.net, Britta Beeger)
Weltweit macht der Taxidienstleister Uber von sich reden – nur in Deutschland ist es um das App-Unternehmen aus den USA still geworden. Hat das Taxigewerbe es geschafft, einen unliebsamen Wettbewerber loszuwerden, fragt Britta Beeger und antwortet: “Man kann nur hoffen, dass dem nicht so ist.” Verbote dürften nicht die Antwort auf innovative Ideen sein.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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  • “Indizien für den Sparnotstand”
    Interessanterweise hatten uns die Verfechter der privaten Vorsorge prognostiziert, dass es durch das erhöhte Sparaufkommen zu mehr Investitionen kommen wird. Jetzt tritt das Gegenteil ein. Schon wieder eine Prognose widerlegt. Als Physiker wäre so etwas wissenschaftlich gesehen der Grund seine Theorien und Prognosen zu überdenken.