Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu. Danny Kaye, 1913-1987, amerikanischer Filmschauspieler

3 4 Fragen an...

Oswald Metzger: Staatliche Eingriffe in den Markt zurückführen

Die Botschafter der INSM verbreiten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Botschaft der Sozialen Marktwirtschaft. In der Serie “Vier Fragen an…” beantworten die Botschafter Fragen rund um die Marktwirtschaft. In diesem Post: Oswald Metzger. (mehr …)

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1) Herr Metzger, warum setzen Sie sich für die Soziale Marktwirtschaft ein?

Diese Wirtschaftsordnung hat sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten in der Praxis als bisher erfolgreichstes Wirtschaftsmodell in Deutschland bewährt. Auf der Basis einer Wettbewerbswirtschaft, die durch einen staatlichen Ordnungsrahmen gewährleistet wird, hat sich eindrucksvoll erwiesen, das größtmöglicher Wohlstand bei bestmöglicher sozialer Absicherung möglich sind.

2) In welcher Verfassung befindet sich aktuell die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland?

Das Pendel ist zu stark in Richtung Versorgungsstaat ausgeschlagen. Das Verdienen ist für die Politik in den Hintergrund getreten, obwohl nur verteilt werden kann, was vorher erwirtschaftet wurde. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird systematisch untergraben. Staatsinterventionismus feiert fröhlich Urstände. Dabei drohen ohnehin gewaltige Lasten in den Sozialsystemen durch die säkulare Alterung unserer Gesellschaft.

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3) Wenn Sie den Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft ändern könnten: Was würden Sie konkret tun?

  • Staatliche Eingriffe in den Markt zurückführen, wo sie unsinnig sind: In der Energie- und Wohnungswirtschaft zum Beispiel.
  • Im Steuerrecht den Faktor Arbeit durch niedrigere Steuersätze deutlich entlasten und dafür Kapitaleinkünfte und Erbschaften stärker zur Finanzierung des Staates heranziehen.
  • Die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger stärken: durch Selbstbehalte in der Krankenversicherung etwa, aber auch durch Studiengebühren.
  • Das Berufsbeamtentum abschaffen, das für mich ein Relikt des Obrigkeitsstaats darstellt.

4) Welche drei Bücher über die Soziale Marktwirtschaft empfehlen Sie?

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  • Autor

    Oswald Metzger

    ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Von 1994 bis 2002 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Er ist Geschäftsführer des Konvent für Deutschland.

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  • Ist sozialer Wohnungsbau dann auch Unsinn??

  • Helmuth Schrickel

    Hier wird etwas verwechselt ,das sind die Steuern mit ihren Steuerarten . Eine Sozialabgabe ist eine Zusätzliche Abgabe ist das Gesundheitswesen und die Rentenkassen füllt . Eine Steuer wird erhoben um die Geschäftsführung des Staates zu gewährleisten . Eine Staatliche Hilfeleistung ist nicht nur die Aufgabe Sozialleitungen zu erbringen ,nein es werden gezielte Politische Entscheidungen von Steuereinnahmen finanziert . Ein Allgemeine Leistung die nur durch eine Zwangsabgabe über die Staatsführung geleistet wird . Die Steuerabgabe ist eine Abgabe ohne eine Gegenleistung der Einzelnen Steuerbezahler . Immer wenn es um Sozialausgaben geht werden die Krankenkassen und die Rentenkassen belastet mit Gesetzen der Leistungen , Eine Besonderheit ist jetzt mit der Pflegeversicherung ,hier wird diese Leitung dieser Kasse nur von den Pflichteinträge der Nichtbenutzer der Pflege bezahlt . Eine Staatliche Beteidigung ist nur die Verwaltung der Versicherung ,aber einen Steuergeldzuschuss ist nicht vorgesehen . Es werden einseitig die Beiträge erhoben ,die Rentner werden von der Bruttorente diese Beiträge voll abgezogen und zwar ohne Freibeträge der Einzahldauerzeit . Hier werden diese Soziallasten NICHT gerecht erhoben !!!

  • Kammerjäger

    Ich verstehe die erste Frage nicht: Seit wann setzt sich Oswald Metzger für soziale Marktwirtschaft ein? Was er in der INSM Seite schreibt, hat ziemlich wenig mit dem Gedankengut von Eucken oder Ludwig Erhard zu tun..

    Ich würde Herr Metzger einmal die folgenden beiden Bücher empfehlen, zum Einstieg in die soziale Marktwirtschaft:

    Walter Eucken: “Grundsätze der Wirtschaftspolitik” und Ludwig Erhard: “Wohlstand für alle”.

    :)