Das Defizit ist wie eine Rolltreppe. Gleichgültig, was für ein Budget ein Parlament beschließt, die Staatsschulden bewegen sich automatisch nach oben. John Davidson Rockefeller jr., 1874-1960, US-amerikanischer Unternehmer

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5 vor 10: Inkasso, Mieten, Uber, Schulden, Zinsen

Heute geht es in den Linktipps um russische Schuldeneintreiber, um die Effekte von Mietkontrollen, die Chancen von Uber und unüberwindbare Schuldenlasten. Zudem: Das billige Geld hilft nicht mehr – was nun?

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1. Russlands kleiner Inkasso-Krieg
(wiwo.de, Maxim Kireev)
In Russland gibt es eine Kreditklemme: Sich Geld bei Banken zu leihen wird gerade für private Haushalte schwieriger. Viele wenden sich an sogenannte Mikrokredit-Institute, weil es oft nur geringe Beträge sind, die ihnen fehlen – und zahlen dort horrende Zinsen. Maxim Kireev berichtet über die skrupellosen Krediteintreiber.

2. Sollen Mieten kontrolliert werden?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Die Bewohner des Sillicon Valley leiden unter horrenden Mieten – aber würde es helfen, wenn der Staat die Mieten für den knappen Wohnraum kontrollierte? Ökonom Tyler Cowen fasst zusammen, welchen Effekt ein solcher Eingriff haben würde: Anreize, neuen Wohnraum zu schaffen würden schwinden, die Substanz würde sich verschlechtern und nur noch wenige Menschen überhaupt eine Wohnung finden.

3. Uber schafft Chancen
(fee.org, Steven Horwitz, englisch)
Der Fahrdienst-Vermittler Uber steht häufig in der Kritik – zum Beispiel weil die Taxifahrer dieser Welt um ihre Privilegien fürchten. Steven Horwitz, Ökonomieprofessor an der privaten St. Lawrence University im Bundesstaat New York, kann nicht verstehen, wie Liberale diesen Dienst verurteilen können: Er fördere unternehmerisches Handeln und erlaube den Nutzern, wie andere Anbieter von Sharing-Plattformen, ihr vorhandenes Kapital – in diesem Fall das Auto – intensiver zu nutzen.

4. Werden diese Länder irgendwann ihre Schulden zurückzahlen?
(weforum.org, Adair Turner, englisch)
Dass die Schulden Japans und Griechenlands so hoch sind, sollte künftige Generationen in Alarmbereitschaft versetzen. Es sei realistisch, dass die Staaten ihre Steuern erhöhen werden, um die Schuldenlast abzubauen, argumentiert Adair Turner, Chairman des Institute for New Economic Thinking. Denn das Wachstum, das nötig wäre, um den Schuldenberg zu verringern, sei auf Dauer nicht zu realisieren.

5. Das billige Geld hilft nicht mehr
(sueddeutsche.de, Nikolaus Piper)
Die Schulden des privaten Sektors liegen bei Notenbanken und Regierungen, das sei gefährlich, warnt Nikolaus Piper, denn die Zeiten seien unsicher – Donald Trump, der Brexit oder die Schuldenlast Chinas seinen Beispiele für solche Unwägbarkeiten. Wie kann man sich für eine neue Krise wappnen?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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