Bei der Steuererklärung merkt man, wieviel Geld man sparen würde, wenn man keins hätte. Fernandel (eigentlich: Fernand Joseph Désiré Contandin), 1903-1971, französischer Filmschauspieler

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5 vor 10: Automatisierung, Gründer, Grenzen, Populismus, Globalisierung

Heute in den Linktipps: Warum gibt es trotz Automatisierung immer noch Menschen, die arbeiten? Erschwert der Staat Existenzgründungen unnötig? Wieso schließen einige EU-Staaten ihre Grenzen? Hält die Demokratie den aktuellen Populismus aus? Und: Wer profitiert von der Globalisierung, wer nicht?

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1. Mensch vs. Maschine
(voxeu.org, Daron Acemoglu und Pascual Restrepo, englisch)
Die Liste jener Ökonomen, die sich vor dem technologischen Fortschritt fürchteten, ist lang. John Maynard Keynes warnte 1930 vor der damit einhergehenden Arbeitslosigkeit. Robert Heilbroner schrieb 1965 sogar, dass Arbeit zunehmend überflüssig werde. Gekommen ist es anders: Daron Acemoglu und Pascual Restrepo erklären in ihrer Kolumne auf Voxeu, warum Menschen trotz Automatisierung noch genügend zu tun haben.

2. Die Freiheit des Haare-Flechtens
(faz.net, Winand von Petersdorff)
In den USA einen Salon zu eröffnen, um dort die afrikanische Kunst des Haareflechtens, genannt Braiding, auszuüben, ist mühsam. Winand von Petersdorff, US-Korrespondent der FAZ, erklärt an diesem Beispiel, wie der Staat Existenzgründungen unnötig erschwert.

3. Ein Plädoyer für offene Arbeitsmärkte
(wirtschaftlichefreiheit.de, Norbert Berthold)
Vier EU-Staaten haben ihre Grenzen geschlossen, um den Zustrom weiterer Flüchtlinge zu verhindern. Dies gefährde den europäischen Binnenmarkt und letztlich sogar die europäische Idee, schreibt Norbert Berthold, Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, auf Wirtschaftliche Freiheit. Die möglichen Profite aus der Freizügigkeit des Arbeitskräfteangebots seien enorm. Die Unqualifizierten allerdings fürchteten sich zu Recht, daher brauche es neue Gesetze.

4. Der Virus der Polit-Narzissten bedroht den Westen
(welt.de, Clemens Wergin)
Der Affekt regiere die Wahlen in zahlreichen westlichen Demokratien: “Großbritannien bietet derzeit das eindringlichste Schauspiel für die neue Bauchgesteuertheit des Souveräns”, kommentiert Clemens Wergin in der Welt. Nach der Wahl allerdings sei man dann überrascht über die Folgen des Kreuzchens. Der Autor Clemens Wergin über die, von vielen offenbar unerwartete, Fragilität der Demokratie.

5. Der Rückfall in die Klassengesellschaft
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Andreas Neinhaus)
Welche Einkommensschichten haben in welchen Teilen der Welt von der Globalisierung profitiert? Welche eher nicht? Nevermindthemarkets-Autor Andreas Neinhaus stellt eine neue Studie des Ökonomen Branko Milanovic vor. Dieser hat die Pro-Kopf-Einkommen in verschiedenen Ländern von 1988 bis 2008 berechnet – und hat viele Gewinner und einige Verlierer ausgemacht.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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