Der Griff in die Staatskasse entspricht nicht den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns, des redlichen Bürgers. Paul Kirchhof, *1943, ehem. Bundesverfassungsrichter

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5 vor 10: Brexit, Arbeit, Leitzinsen, Inflation, Armutsbekämpfung

Heute in den Linktipps: Die wirtschaftlichen Probleme der Briten, die Sinnhaftigkeit der Arbeit und die Verunsicherung der amerikanischen Zentralbank. Außerdem geht es um neue Erkenntnisse bei der Armutsbekämpfung und um die Forderung nach einer höheren Inflation.

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1. Warum das schwache Pfund der Wirtschaft nicht hilft
(georgemagnus.com, George Magnus, englisch)
In Großbritannien herrscht seit der Brexit-Entscheidung eine Art Sommerschlussverkauf – zumindest für Ausländer. Denn das Absacken der Landeswährung auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten macht das Shoppen bei Harrods und Co. derzeit deutlich günstiger. Einigen Firmen werde das durchaus helfen, argumentiert George Magnus. Doch der Effekt wird seiner Meinung nach nicht reichen, um die negativen Folgen des EU-Austritts zu kompensieren.

2. Was sinnvolle Arbeit ausmacht
(wiwo.de, Daniel Rettig)
Das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, ist für viele Menschen wichtiger als ein hohes Gehalt oder eine steile Karriere. Zufriedenheit mit dem Job entsteht bei ihnen vor allem dann, wenn sie ihre Arbeit als wichtig und bedeutsam empfinden. Wie genau entsteht dieses Gefühl? Eine Untersuchung zeigt, dass die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung eine besonders große Rolle spielt.

3. Die Zweifel der Notenbank Fed
(faz.net, Winand von Petersdorff)
Auf den ersten Blick sieht alles in Ordnung aus, wenn man auf den amerikanischen Arbeitsmarkt blickt. Die Arbeitslosenrate ist zuletzt auf 4,7 Prozent gesunken und liegt damit nahe der Vollbeschäftigung. Ein genauerer Blick auf die Statistik zeigt aber: Viele Menschen haben offenbar aus Frust komplett aufgehört nach Arbeit zu suchen und werden deshalb nicht mehr berücksichtigt. Die Zentralbank Fed zeigt sich von diesem Trend verunsichert.

4. Wie hoch sollte die Inflationsrate sein?
(voxeu.org, Paul De Grauwe und Yuemei Ji, englisch)
Inflation ist das Schreckgepenst deutscher Konsumenten. Für Notenbanker ist sie aber eine Notwendigkeit, um ausreichende Möglichkeiten zu haben, die Wirtschaft in Krisenzeiten zu stützen. Aktuell peilen Zentralbanken wie die EZB eine Inflation von rund zwei Prozent an. Neuen Erkenntnissen zufolge könnte das aber zu wenig sein. Paul De Grauwe und Yuemei Ji plädieren für deutlich höhere Preissteigerungen.

5. Sollten Hilfsgelder immer an Frauen gehen?
(blog.worldbank.org, Damien de Walque, englisch)
Bargeldzahlungen gelten als zunehmend wichtiges Instrument der Armutsbekämpfung. Sie geben bedürftigen Familien die Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden, wofür sie ihre Ressourcen aufwenden wollen. Viele Hilfsprogramme nahmen in der Vergangenheit Frauen in den Fokus. Ihnen wurde mehr Verantwortung zugetraut als Männern. Eine neue Studie liefert nun Hinweise, dass die Helfer auch Männer nicht unterschätzen sollten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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