Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Philip Rosenthal, 1916-2001, Unternehmer

- Linktipps

5 vor 10: Entwicklungshilfe, Preisgestaltung, Persönlichkeit, Wohlstand, Diskriminierung

Heute in den Linktipps: Warum Entwicklungshilfe nichts bringt, wie Ikea seine Preise gestaltet und warum die Welt immer besser wird. Außerdem geht es um Diskriminierung im Flugzeug und die Frage, nach welchen Mustern Menschen in Konfliktsituationen entscheiden. (mehr …)


1. Entwicklungshilfe bringt nichts
(faz.net, Thomas Mayer)
“Ich hatte gelernt, dass sich wirtschaftliche Entwicklung von Ökonomen nicht planen lässt und Entwicklungshilfe vor allem den Helfern hilft”, schreibt Thomas Mayer in seiner Kolumne in der FAZ, deshalb lasse sich auch die Zuwanderung nach Deutschland nicht durch Entwicklungshilfe begrenzen. Der Finanzökonom erklärt, wieso es keinen Zusammenhang zwischen Entwicklungshilfe und Wirtschftswachstum gibt.

2. Die Ikea-Ökonomie
(fivethirtyeight.com, Oliver Roeder, englisch)
Um ein Prozent sinken die Preise für Ikea-Möbel von Jahr zu Jahr durchschnittlich, das ergab eine Studie (Link) der US-Ökonomen Anthony Landry und Marianne Baxter. Sie haben die Preispolitik des Möbelriesen unter die Lupe genommen. Viele Produkte sind heute viel günstiger als noch vor 20 Jahren, einzelne sind aber auch teurer. Eine spannende Untersuchung.

3. Viele Neider und weniger Optimisten
(spektrum.de, Katharina Schmitz)
Wie entscheiden Menschen in sozialen Konfliktsituationen? Kommt darauf an, was für eine Persönlichkeit er ist, sagt Angel Sánchez in seiner neuen Studie (Link). Dort haben der Wissenschaftler und sein Team haben 541 Versuchspersonen vor schwierige Fragen gestellt und vier Persönlichkeitstypen ausgemacht: den Optimisten, den Pessimisten, den Neider und den Vertrauenden.

4. Die Welt wird immer besser
(sueddeutsche.de, Björn Finke)
Die Welt werde besser, gesünder, wohlhabender und weniger gewalttätig, schreibt der 32-Jährige deutsche Ökonom Max Roser auf seinem Blog Ourworldindata, für das er zahlreiche Datensätze zusammenstellt. Hauptberuflich arbeitet er in Oxford am Institut für neues ökonomisches Denken. Björn Finke hat ihn für die Süddeutsche Zeitung portraitiert.

5. Wer viel wiegt, zahlt mehr
(economist.com/blogs/gulliver, englisch)
Bei der US-Fluggesellschaft Hawaiian Airlines soll jeder Passagier gewogen werden. Aber ist das schon Diskriminierung? Darüber streiten Flugreisende, Behörden und Airline in den USA. Auch die Argumentation der Airline ist plausibel: Nur wenn sie das Gewicht der einzelnen Fluggäste kennt, kann sie das Gewicht im Flugzeug ideal verteilen. Schon einmal haben die Behörden in einem ähnlichen Fall zugunsten einer Airline entschieden. Es ging darum, dass bei Samoa Air diejenigen, die mehr wiegen auch mehr bezahlen mussten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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