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5 vor 10: Merkel, Inflation, PPP, Frauenjobs, Migration

Heute in den Linktipps: Warum Merkels geopolitische Schwäche als Risiko für die ganze Welt eingestuft wird, weshalb die steigende Inflation in der Eurozone für Deutschland problematisch ist und wieso Männer keine Jobs in von Frauen dominierten Berufen wollen. Außerdem geht es um Public-Private-Partnerships und die Folgen ausbleibender Migration für Großbritannien.

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1. Merkels Schwäche ist ein Risiko für die ganze Welt
(welt.de, Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz)
Angela Merkels geopolitische Schwäche wird im aktuellen Global Risk Report des Analysehauses Eurasia Group als Top-Risikofaktor eingestuft. Warum ist eine schwache Bundeskanzlerin gefährlich? Nach den Studienautoren brauche es Merkel als ordnende Anführerin. Aber auch der aufstrebende Nationalismus, die aufgeblähten Notenbankbilanzen und China seien gefährlich.

2. Endlich über ein Prozent
(nzz.ch, René Höltschi)
Die Inflation in der Eurozone ist mit 1,1 Prozent auf dem höchsten Niveau seit September 2013: Die angezogenen Preise für Öl, aber auch unverarbeitete Lebensmittel lassen den Index steigen. Zwar sei die Rate noch weit von dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent entfernt, dennoch wächst damit die Kritik an der ultralockeren Geldpolitik, schreibt René Höltschi in der Neuen Zürcher Zeitung. Bei einem derart niedrigen Leitzins schmerze die Inflation die Sparer umso mehr.

3. Public-Private-Partnership: Das Beste beider Welten?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Gordon J. Klein)
Ob bei städtischen Stromnetzen oder Autobahnen – die Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit Unternehmen in einer Public-Private-Partnership wird oft kritisiert. Doch lassen sich damit nicht massive Effizienzgewinne erzielen? Gordon J. Klein, Juniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, hat die Debatte analysiert.

4. Diese Jobs wollen Männer nicht haben
(nytimes.com, Claire Cain Miller, englisch)
Während Frauen zunehmend auch in von Männern dominierte Berufsfelder vordringen, scheiden einige Männer in den USA lieber aus dem Erwerbsleben aus. Claire Cain Miller erklärt in der New York Times, weshalb Männer die typischen Frauenberufe, wie etwa in der Pflege oder der Erziehung, nicht ausüben wollen. Ist das Bild von Männlichkeit ein Problem für die Volkswirtschaft?

5. Wird die ausbleibende Migration Großbritannien schaden?
(voxeu.org, Jonathan Portes und Giuseppe Forte, englisch)
Durch den Brexit werden die Migranten aus anderen EU-Staaten in Großbritannien auf die Hälfte sinken, das haben die Ökonomen Jonathan Portes und Giuseppe Forte analysiert. Demnach könnte die ausbleibende Einwanderung dem Land ebenso stark schaden wie der durch den Brexit reduzierte Außenhandel.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.