Diejenigen, die mit Blick auf die Finanzkrise voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen haben, müssen nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

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5 vor 10: Finanztransaktionssteuer, Euro, Bitcoin, Leistungsgerechtigkeit, Gehälter

Heute diskutieren wir in den Linktipps eine mögliche Finanztransaktionssteuer, die Vorteile des Euros für Deutschland und die Leistungsgerechtigkeit von Managergehältern. Zudem geht es um den Bitcoin in von der Inflation gebeutelten Volkswirtschaften und die Bezahlung der Arbeiter in größeren Unternehmen.

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1. Finanztransaktionssteuer – ja oder nein?
(voxeu.org, Xavier Vives, englisch)
Eine Finanztransaktionssteuer wird in der EU immer wieder diskutiert – und dann wieder verschoben. Dabei könnte sie eine Möglichkeit sein, den kurzfristigen Handel, der bloß auf privaten Informationen beruht, einzudämmen, erklärt der spanische Finanzwissenschaftler Xavier Vives auf Voxeu. Außerdem könnten die massiven Kosten der Eurokrise zum Teil wieder eingenommen werden. Lohnt sich der Schritt?

2. Profitiert Deutschland wirklich vom Euro?
(faz.net, Johannes Becker und Clemens Fuest)
Würde Deutschland auch ohne den Euro gleichermaßen vom Handel mit anderen EU-Ländern profitieren? Dieser Frage gehen der Präsident des Münchner Ifo-Institutes Clemens Fuest und Johannes Becker, Wirtschaftsprofessor an der Uni Münster, nach. Sie haben Import- und Exportanteile analysiert – und spielen alternative Szenarien durch.

3. Der Bitcoin-Trend
(fee.org, Iyke Aru, englisch)
Die Volkswirtschaften Nigerias und Venezuelas haben ähnliche Probleme: Beide haben mit massiver Inflation zu kämpfen und ihre Wirtschaften sind vom Verkauf von Rohöl abhängig, dessen Preis auf dem Weltmarkt in den vergangenen Jahren stark gesunken ist. Iyke Aru erklärt im Blog der Foundation for Economic Education, warum der Bitcoin in beiden Ländern so erfolgreich ist.

4. Wie viel Gehalt ist noch gerecht?
(sueddeutsche.de, Jan Willmroth)
Wann verdient ein Manager zu viel? Die Einkünfte von Managern und Vorstandschefs sind zum Wahlkampfthema geworden. Jan Willmroth beschreibt, warum das Thema so emotional diskutiert, wird und erklärt anhand des Easterlin-Paradoxes, wann Gehälter eigentlich als gerecht empfunden werden. Entscheidend dafür: der Vergleich mit anderen.

5. Große Firmen bezahlen schlechter
(hbr.org, Walter Frick, englisch)
30 bis 50 Prozent mehr hätten Mitarbeiter früher in größeren Firmen mit über 500 Angestellten verdient, im Vergleich zu jenen, die für Firmen mit weniger als 25 Angestellten arbeiten. Das sei nun vorbei, schreibt Walter Frick im Harvard Business Review, auch die großen Firmen würden nun schlechter bezahlen. Weil gerade gering qualifizierte Beschäftigte betroffen seien, sieht er darin einen Grund für zunehmende Ungleichheit in den USA.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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