Es stimmt nicht, dass alles teurer wird; man muss nur einmal versuchen, etwas zu verkaufen. Robert Lembke, 1913-1989, deutscher Journalist

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5 vor 10: Arbeitsmarkt, Schönheit, Lob, Steuern, Karriere

Heute in den Linktipps: Welche Fehler die SPD bei ihren geplanten Arbeitsmarktreformen macht, wie schöne Menschen in Gehaltsverhandlungen abschneiden und was ein Lob für Mitarbeiter bewirken kann. Außerdem geht es um die Frage, was mit dem Geld in den vollen Staatskassen passieren soll, und um überraschende Karriererückschläge von besonders leistungsstarken Kollegen.

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1. Rückwärts, Genossen
(wiwo.de, Miriam Meckel)
In Umfragen befindet sich die SPD derzeit auf Höhenflügen. Mit Kritik an den Sozialreformen unter Gerhard Schröder versucht Kanzlerkandidat Martin Schulz offenbar die günstige Lage für die Partei aufrecht-zu-erhalten. Die Agenda 2010 zu reformieren hält Miriam Meckel zwar nicht grundsätzlich für falsch. Sie fürchtet aber, dass den Sozialdemokraten eine rückwärtsgewandte Sozialpolitik vorschwebt.

2. Studie hinterfragt „Schönheitsprämien“ im Job
(handelsblatt.com)
Werden Menschen mit gutem Aussehen im Arbeitsleben bevorzugt? Mehrere Untersuchungen legten in der Vergangenheit nahe, dass äußerlich attraktive Bewerber bei Gehaltsverhandlungen besonders gut abschneiden. Eine neue Studie sieht darin aber einen Mythos. Statt Äußerlichkeiten seien Kriterien wie die persönliche Gesundheit ausschlaggebend. Nun ist ein Streit über die Frage entbrannt, welche Seite recht hat.

3. Die erwünschten Nebenwirkungen von Lob für besondere Leistungen
(fehradvice.com)
Mitarbeiter für gute Leistungen zu loben kostet Arbeitgeber nicht mehr als ein paar Minuten, kann aber außerordentlich positive Effekt haben. Dabei geht es nicht nur darum, die ohnehin bereits leistungsstarken Kollegen weiterhin zu motivieren. Eine Studie von Ökonomen an einer niederländischen Universität zeigt, dass sich als Folge des öffentlichen Lobes auch die Nicht-Gelobten stärker anstrengen.

4. Zurück an den Absender
(faz.net, Heike Göbel)
Ein Blick auf die deutschen Staatsfinanzen zeigt ein Land in einer außergewöhnlich komfortablen Lage: Nicht nur dem Bund gelingt es, Überschüsse zu erwirtschaften – auch die Sozialkassen sind prall gefüllt. „Was läge in einer Marktwirtschaft, die ihr Maß an Sozialstaatlichkeit übererfüllt, näher, als diesen Überschuss mit Dank denen zukommen zu lassen, die ihn erarbeitet haben?“, fragt Heike Göbel. Doch statt dem Steuerzahler etwas zurückzugeben, entwickelt die große Koalition andere Pläne.

5. Warum besonders leistungsstarke Kollegen ihren Job verlieren
(qz.com, Liane Davey, englisch)
Amerikanische Medien diskutieren derzeit über die Gründe, weshalb sich die „New York Times“ von einem besonders angesehenen Kritiker trennte. Liane Davey beschreibt anhand des Vorfalls ein Phänomen, das es aus ihrer Sicht öfter gibt: Mitarbeiter verlieren trotz hervorragender Leistungen ihren Job. Als Gründe führt sie zu hohe Karriereambitionen und destruktive Konkurrenz unter Kollegen an.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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