Die Disziplin der Marktwirtschaft gründet sich auf knappes Geld, funktionsfähigen Wettbewerb, rechtsstaatliche Regeln, verlässliche Behörden und Gerichte. Vereinfacht gesagt: Milton Friedman + Kartellamt + Konkursrecht. Gerhard Fels, *1939, ehem. Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

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5 vor 10: Bargeld, Inflation, Bildung, Trump, Finanzkrisen

Heute in den Linktipps: Welche Nachteile die Bargeldabschaffung mit sich brächte, wie die EZB auf den Anstieg der Inflation reagieren sollte und weshalb das Bildungssystem mehr Wettbewerb braucht. Außerdem geht es um Donald Trumps Chefvolkswirt sowie um den Zusammenhang zwischen Finanzkrisen und dem Aufstieg rechtspopulistischer Parteien.

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1. Bargeld – die Freiheit nehm’ ich mir!
(wirtschaftlichefreiheit.de, Hans-Joerg Naumer)
Von der EU bis nach Indien ist die mögliche Abschaffung des Bargelds ein hitzig diskutiertes Thema. Begründet wird der Verzicht auf Bargeld meist mit mehr Komfort und besserer Kriminalitätsbekämpfung. Hans-Joerg Naumer argumentiert jedoch, dass Einschränkungen bei Barzahlungen auch erhebliche Nachteile mit sich bringen: Die Privatsphäre sei in Gefahr, der Wettbewerb nehme ab.

2. Die EZB ist noch lange nicht am Ziel
(makronom.de, Philipp Stachelsky)
Die Inflationsrate in der Eurozone ist erstmals seit vier Jahren wieder auf zwei Prozent gestiegen – und liegt damit genau bei dem von der EZB angepeilten Wert. Ein schnelles Ende der lockeren Geldpolitik hält Philipp Stachelsky dennoch für falsch. Er prognostiziert, dass die Inflationsrate bald wieder sinken wird. Seiner Meinung nach könnte ein voreiliges Anheben der Zinsen die Wirtschaft des Euroraums nachhaltig schädigen.

3. Was der Nachhilfe-Boom über das deutsche Schulsystem sagt
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Nachhilfeschulen machen in Deutschland einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Daran zeigt sich, dass das Bildungsangebot durch den Staat unzureichend ausfällt. „Wer es sich leisten kann, schert aus dem Angebotsmonopol aus“, schreibt Johannes Eber. Dadurch würden aber bestehende soziale Verhältnisse zementiert. Mehr Konkurrenz am Bildungsmarkt könnte das Problem seiner Meinung nach lindern.

4. Auch Freihandelsanhänger mögen Trumps neuen Chefökonom
(derstandard.at, Andreas Sator)
Die bisher verlautbarten wirtschaftspolitischen Vorstellungen von US-Präsident Donald Trump gaben Anlass zur Sorge: Beginnt mit dem Republikaner eine neue Ära des Protektionismus? Trumps Entscheidung, den Ökonomen Kevin Hassett zu seinem wirtschaftlichen Chefberater zu machen, lässt nun Anhänger des Freihandels aufatmen, schreibt Andreas Sator: „Der liberalisierte Welthandel ist für Hassett der Schlüssel für Wohlstand, die Teilnahme eines Landes an der Weltwirtschaft eine absolute Grundvoraussetzung für langfristiges Wachstum.“

5. Finanzkrisen stärken Rechte
(rp-online.de, Martin Kessler)
Welche Parteien bei Wahlen die besten Aussichten haben, ist nicht nur eine politische, sondern auch eine ökonomische Frage. Denn ein Blick auf die Wirtschaftsgeschichte zeigt: Wenn Menschen um ihr Erspartes fürchten müssen, sind sie viel eher bereit, rechtspopulistische Parteien zu wählen, als in Jahren, an denen es an den Finanzmärkten ruhig zugeht. Finanzkrisen wirksam zu bekämpfen ist laut Martin Kessler daher auch eine Vorsorge gegen den Aufstieg extremer Parteien.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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