Nichts entzweit ein Volk so sehr wie Steuern und Orden. Von den einen nimmt man an, dass sie zu Unrecht verlangt, von den andern, dass sie zu Unrecht gegeben werden. Terence Frisby, *1932, englischer Schriftsteller

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5 vor 10: Währungsgeschichte, Türkei, Mietpreise, Nostalgiewelle, Gerechtigkeit

Heute in den Linktipps: Was bedeutet eigentlich Gerechtigkeit? Warum ist die Türkei so abhängig vom Ausland? Wieso ist der Trend zur Nostalgie in der Wirtschaft bedenklich? Zudem geht es um die Geschichte der deutschen Währungen und mögliche Folgen der Mietpreisbremse.

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1. Deutsche Mark: Eine ironische Geschichte
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Die Deutsche Mark sei die erste der deutschen Währungen gewesen, die nicht von Inflation zerstört wurde. Dass sie vom Euro abgelöst wurde, sei eine ironische Wendung, schreibt Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker mit Spezialgebiet Finanz- und Währungsgeschichte, im Blog Never Mind The Markets.

2. Der Sultan im Glashaus
(nzz.ch, Thomas Fuster)
Wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wie geplant die Gewaltenteilung durch eine Verfassungsänderung aushebelt, könnte dies ausländische Kapitalgeber verschrecken, meint Thomas Fuster, Wirtschaftsredakteur der NZZ. Allerdings sei gerade die türkische Wirtschaft sehr abhängig vom Ausland.

3. Was eine Mietpreisbremse für die Wirtschaft bedeutet
(mises.org, Gary Galles, englisch)
Kontrolliert der Staat die Mieten in einer Stadt und begrenzt ihre Höhe, wirke das für die Wähler auf den ersten Blick attraktiv – langfristig sei eine solche Maßnahme aber mitunter sogar schädlich, schreibt Gary Galles im Blog des Mises Institute. Menschen mit höheren Einkommen könnten sogar profitieren, wenn beispielsweise Schmiergelder wahrscheinlicher würden oder die Wohnungsvergabe per Mundpropaganda.

4. Zurück in die Zukunft
(faz.net, Julia Löhr)
Der Trend zur Nostalgie könne Nierentischchen und Schlaghosen ergreifen, nicht aber die Wirtschaftspolitik, kommentiert Julia Löhr, Redakteurin im Wirtschaftsressort der FAZ. Dass Donald Trump den Kohlebergbau wiederbeleben möchte oder Martin Schulz die Agenda 2010 teilweise zurücknehmen will, sei gefährlich: Diese Gefühlsgetriebenheit in wirtschaftspolitischen Fragen zeuge von einem Realitätsverlust, schreibt Löhr.

5. Gerechtigkeit von Sankt Martin
(blogs.faz.net/fazit, Jürgen Kaube)
Was ist gerecht? – Wie schwierig diese Frage zu beantworten ist, macht FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube deutlich. Er erläutert, was sich hinter verschiedenen Gerechtigkeitsbegriffen verbirgt, und erklärt, warum man Kinder streng genommen ihren Eltern wegnehmen müsste, wenn man Chancengleichheit erreichen will.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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