Wenn keine Notwendigkeit für ein Gesetz besteht, besteht die Notwendigkeit, kein Gesetz zu erlassen. Baron de Montesquieu, 1689 - 1755, französischer Schriftsteller und Staatstheoretiker

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5 vor 10: Brexit, Banken, Finanzkrise, Medizin, China

Heute in den Linktipps: Dank der britischen Neuwahlen könnte der Brexit sanfter werden, eine neue Finanzkrise bahnt sich an, und Europas wichtigste Bankenaufseherin ist offen für große Fusionen in der Branche. Außerdem: Der medizinische Fortschritt kann für die Gesellschaft eine bittere Pille sein, und Chinas Wachstum wird vielleicht unterschätzt.

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1. Warum die britischen Neuwahlen vielleicht zu einem sanften Brexit führen
(theguardian.com, Nils Pratley, englisch)
Theresa May lässt im Juni neu wählen, vermutlich werden die Konservativen anschließend mehr Sitze im Parlament haben. Dennoch könnten Neuwahlen eher zu einem sanfteren Brexit führen, schreibt Nils Pratley. Denn May könnte die Hardliner unter den EU-Gegnern dann besser kontrollieren.

2. „Paneuropäische Geldhäuser wären ein logischer Schritt“
(handelsblatt.com, Michael Maisch, Yasmin Osman)
Europas wichtigste Bankenaufseherin Danièle Nouy ist offen für mehr Fusionen zwischen Geldhäusern innerhalb der Eurozone. Nouy, die in der Zentralbank für die Kontrolle der Großbanken verantwortlich ist, spricht im “Handelsblatt”-Interview außerdem über gefährliche Altlasten und neue Risiken für die Finanzbranche.

3. Mit Anlauf in die nächste Finanzkrise
(wiwo.de, Malte Fischer)
IWF-Chefin Christine Lagarde sieht in den Notenbankern die „Helden der Krise“, die für den aktuellen Aufschwung verantwortlich sind. Doch das Werk der Notenbanker sei gar nicht so heldenhaft, schreibt Malte Fischer: Die niedrigen Zinsen lassen Investitionen rentabel erscheinen, die es bei genauer Betrachtung gar nicht sind. Die Produktionsstruktur werde verzerrt – und die Saat für die neue Krise gelegt.

4. Der Traum vom ewigen Leben ist nur etwas für Reiche
(welt.de, Thomas Straubhaar)
Dank medizinischer Fortschritte werden wir immer älter. Doch nicht alles an dieser Entwicklung ist positiv: Schon jetzt profitierten vor allem Wohlhabende von moderner Technologie, schreibt der Ökonom Thomas Straubhaar. Auch die gesellschaftliche Dynamik dürfte sich so verlangsamen – denn alte Menschen bevorzugen oft den Status quo vor der Veränderung.

5. Wird Chinas Wachstum unterschätzt?
(nber.org, Hunter Clark, Maxim Pinkovskiy, Xavier Sala-i-Martin, englisch)
Über Chinas Wachstumsraten wird oft diskutiert – meistens mit dem Verdacht, dass die Führung des Landes das Wachstum stärker rechnet, als es eigentlich ist. Doch eine neue Studie kommt anhand von Satellitenbildern zu dem Schluss, dass das Wachstum der Volksrepublik unterschätzt wird.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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