Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: Armut, Konsumenten, Bevölkerungsdichte, Steuergesetze, Reichtum

Heute in den Linktipps: Was bewegt die Reichen am Tegernsee, warum ist die Bevölkerungsdichte wichtig für die Wirtschaft, und warum verkennen viele Firmen den wahren Wert eines Kunden? Zudem geht es um Cum-Ex-Geschäfte und jene Menschen, die mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag auskommen müssen.

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1. Die geringen Kosten, Armut zu verringern
(project-syndicate.org, Bjørn Lomborg, englisch)
Mit 75 Milliarden Dollar jährlich könnte die extreme Armut jener Menschen beseitigt werden, die mit weniger als umgerechnet 1,90 Dollar pro Tag auskommen müssen. Bjørn Lomborg erklärt auf Project Syndicate, wieso dies – verglichen mit den jährlichen Ausgaben für Entwicklungshilfe in Höhe von 140 Milliarden US-Dollar – günstig wäre. Lomborg ist Politikwissenschaftler und Gastprofessor an der Copenhagen Business School.

2. Was die meisten Firmen vergessen, wenn sie an den Customer Lifetime Value denken
(hbr.org, Michael Schrage, englisch)
Kennzahlen wie der Customer Lifetime Value (CLV), also jener Wert, den ein Konsument einem Unternehmen im Laufe des Lebens einbringt, würden häufig den wahren Wert der Kunden verkennen, schreibt Michael Schrage in der Harvard Business Review. Denn die Kunden stellten ihre Daten zur Verfügung, testeten neue Produkte und brächten neue Ideen ein.

3. Warum die Bevölkerungsdichte entscheidend für die Wirtschaft ist
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Dass Länder wie Singapur bei vielen wirtschaftlichen Kennzahlen gut dastehen, liege auch an der Bevölkerungsstruktur, schreibt Tyler Cowen. Auf einem Quadratkilometer leben in dem Stadtstaat in Südostasien rund 8.000 Menschen. So müsse der Staat weder Geld für Agrarsubventionen noch für Briefträger auf dem Land ausgeben. Ein Essay sucht nach Eckwerten, die Länder vergleichbarer machen.

4. Der Staat ist keine Kuh, die man melken darf
(sueddeutsche.de, Heribert Prantl)
Banken und Börsenhändler haben Aktien so „kunstvoll“ gehandelt, dass der Staat ihnen rund zehn Milliarden Euro Steuern erstattet hat, die sie gar nicht bezahlt hatten. Heribert Prantl kommentiert, dass es sich – sofern dies nachweisbar ist – um einen der größten Fälle von Steuerbetrug handele. Deshalb müsse dieser bestraft werden, auch wenn sich die Beteiligten darauf berufen könnten, lediglich Gesetzeslücken genutzt zu haben.

5. Deutschland, deine Reichen
(faz.net, Georg Meck und Jenni Thier)
Viel weiß man nicht über Reiche. Deshalb haben sich Georg Meck und Jenni Thier angesehen, was die Menschen in jenem Ort bewegt, an dem etwa am meisten Champagner ausgeschenkt wird und wo ein vorzeigbares Haus rund zwei Millionen Euro kostet: ein Besuch am Tegernsee.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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