Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform. Helmut Schmidt, 1918-2015, dt. Politiker

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5 vor 10: Flüchtlinge, Bierpreis, Freihandelsabkommen, Blockchain, Roboter

Heute in den Linktipps: Was die Arbeitslosenstatistik verschweigt, warum es keine Bierpreis-Obergrenze auf dem Oktoberfest geben wird und weshalb Schwellenländer von der Blockchain profitieren könnten. Außerdem geht es um das EuGH-Urteil zu Freihandelsabkommen und Beschäftigungseffekte durch die Automatisierung.

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1. Nicht einmal jeder zweite Flüchtling ist arbeitslos – jedenfalls nicht offiziell
(makronom.de, Stefan Sell und Lena Becher)
Über die Hälfte der arbeitssuchend gemeldeten Flüchtlinge sei nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst, schreiben Stefan Sell und Lena Becher im Makronom-Blog. So tauchten im Januar nur etwa 40 Prozent auch in der Statistik der Arbeitslosen auf. Die beiden Autoren erklären, wie es dazu kommt: Einige etwa nehmen an Maßnahmen wie Sprachkursen teil, anderen fehlt die Arbeitserlaubnis.

2. Doch keine Bierpreis-Obergrenze auf der Wiesn
(blogs.faz.net, Tillmann Neuscheler)
Von 6,44 Euro im Jahr 2000 auf 10,70 Euro im Jahr 2016 stieg der Preis für eine Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest. Dem Chef der Münchner Wiesn Josef Schmid war das zu viel, er wollte den Preis für drei Jahre deckeln. Tillmann Neuscheler hat die Debatte im Münchner Stadtrat verfolgt und beschreibt, wieso die „Bierpreisbremse“ abgelehnt wurde.

3. Das Freihandels-Urteil stärkt die Demokratie
(sueddeutsche.de, Silvia Liebrich)
Will die EU-Kommission künftig Freihandelsabkommen schließen, braucht sie die Zustimmung der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsländer, hat der Gerichtshof der EU entschieden. Silvia Liebrich erklärt, wieso die Akzeptanz für solche Abkommen in der Bevölkerung damit steigen dürfte.

4. Wie Schwellenländer von der Blockchain profitieren könnten
(hbr.org, Vinay Gupta und Rob Knight, englisch)
Wie schon mobiles Internet und Mobiltelefone könnte auch die Blockchain-Technologie Schwellenländern helfen, gleich mit aktuellen Technik zu arbeiten, ohne etwa Telefonleitungen zum Telefonieren verlegen zu müssen. Vinay Gupta und Rob Knight analysieren die möglichen Auswirkungen der Blockchain-Technologie und beschreiben, wie das sogenannte Leapfrogging die weltweite Wirtschaftsordnung beeinflussen könnte.

5. Nehmen Roboter Arbeitsplätze weg?
(econlog.econlib.org, Scott Sumner, englisch)
Zerstören Roboter Arbeitsplätze oder schaffen sie vielmehr welche? Scott Sumner stellt eine neue Studie der Ökonomen Daron Acemoglu and Pascual Restrepo vor, die dieser Frage nachgegangen sind. Interessant sei, dass etwa in der Autostadt Detroit besonders viel automatisiert wurde, die Arbeitslosenquote aber unterdurchschnittlich sei.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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