Wenn ich ein Dienstmädchen einstelle, das im Jahr 2000 Franken kostet, geht das Bruttosozialprodukt hinauf - heirate ich dann das Mädchen, kommt es wieder herunter. Nello Celio, 1914-1995, schweizerischer Bundespräsident

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5 vor 10: Griechenland, Schuldenkrise, Werbung, Sharing-Ökonomie, Trump

Heute in den Linktipps: Was bedeutet die Einigung in der Griechenlandkrise, und wie viel würden Schuldenerleichterungen für das Land wirklich kosten? Außerdem geht es um neue Trends der Werbung, die Einnahmen in der Sharing-Ökonomie und die Skepsis der Finanzmärkte mit Blick auf Donald Trump.

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1. 8,5 Milliarden für Athen – aber Grundsatzfrage bleibt ungeklärt
(welt.de, Andre Tauber)
Griechenland kann aufatmen: Das finanziell angeschlagene Land erhält eine weitere Milliardentranche aus dem europäischen Hilfsprogramm. Doch die Zahlungen helfen dem Land nur kurzfristig weiter. Eine Einigung im Streit um mögliche Schuldenerleichterungen bleibt immer noch aus. Sie wurde unter anderem auf Betreiben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf 2018 vertagt.

2. Wie teuer wird Griechenland für uns?
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Die Finanzminister der Eurozone glauben weiterhin, dass Griechenland seine Schuldenlast langfristig bewältigen kann. Ein Verzicht auf Forderungen an die Regierung in Athen stand deshalb bisher nicht auf der Agenda. Organisationen wie der Internationale Währungsfonds haben aber erhebliche Zweifel, ob die Griechen mit ihren Schulden wirklich zurechtkommen werden. Sollte es zu Schuldenerleichterungen kommen, bekommt das auch Deutschland zu spüren.

3. „Viele Influencer-Kooperationen sind ziemlicher Blödsinn“
(wiwo.de, Kerstin Dämon)
Wer in sozialen Netzwerken wie Instagram oder auf Plattformen wie Youtube Tausende Follower und Abonnenten hat, kann damit unter Umständen viel Geld machen. Denn Unternehmen suchen händeringend nach sogenannten Influencern, um sie als Werbepartner zu gewinnen. Die Kooperationen mit den Online-Stars gelten als die Zukunft der Werbung – doch nicht immer sind die Geschäfte wirklich sinnvoll.

4. So viel Geld lässt sich in der Sharing-Ökonomie verdienen
(priceonomics.com, englisch)
Der Taxidienstleister Uber und das Wohnungsvermittlungsportal Airbnb gelten als bekannteste Vertreter der sogenannten Sharing-Ökonomie: Wer ein Auto hat, kann mithilfe der Dienstleister zum Taxifahrer werden, wer seine Wohnung mit anderen teilen möchte, wird zum Hotelanbieter. Wer sich von den Plattformen erhebliche Zusatzeinnahmen verspricht, könnte aber enttäuscht werden. Eine Auswertung zeigt, wie viel sich im Durchschnitt verdienen lässt: Oft bleiben nur ein paar hundert Dollar übrig.

5. Der Bondmarkt vertraut Trump nicht mehr
(blog.tagesanzeiger.ch, Mark Dittli)
Die amerikanische Zentralbank hat diese Woche wie erwartet erneut die Leitzinsen angehoben. Auf den Anleihemärkten gab es daraufhin eine interessante Reaktion: Die langfristigen Zinsen stiegen nicht, so wie es normalerweise in solchen Situationen der Fall ist. Die Interpretation ist aus Sicht von Mark Dittli naheliegend – die Investoren glauben nicht, dass sich die US-Wirtschaft unter Präsident Donald Trump verbessert: „Statt mit einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums rechnet der Bondmarkt mit einer Wachstumsflaute.“

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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