Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren. Andre Kostolany, 1906-1999, US-amerikanischer Finanzexperte

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5 vor 10: Kohl, Brexit, Griechenland, Bildung, Finanzen

Heute in den Linktipps: ein Blick auf Helmut Kohls Europapolitik, die sich nicht von der Ökonomie treiben ließ. Außerdem geht es um den Beginn der Brexit-Verhandlungen, die griechischen Schulden, die Frage nach der optimalen Bildung und die Angst vor einer neuen Finanzkrise.

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1. Der Unbeirrbare
(wiwo.de, Rüdiger Scheidges)
Sein Biograf nannte ihn den „Euro-Fighter“: Der am Freitag verstorbene Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl galt als eiserner Verfechter eines geeinten Europas. „Koste es, was es wolle“ schien sein Motto gewesen zu sein, schreibt Rüdiger Scheidges in seinem Nachruf: „Europa musste sein, vereinigt, größer, tiefer und mit einem Deutschland, das endlich akzeptiert und tief verwurzelt würde. Die Rechnung, auch das wusste Kohl, sollte erst viel später ausgestellt werden.“

2. „Der Brexit bietet Chancen für alle“
(faz.net, Dennis Kremer)
Heute starten die lange erwarteten Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien. Der frühere englische Notenbankchef Mervyn King zeigt sich im Vorfeld optimistisch: „Die langfristigen ökonomischen Konsequenzen werden nicht dramatisch sein“, sagt er. „Die Geschäftswelt wird ausreichend Druck auf die Regierungen ausüben, damit sie die offenen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und Europa erhalten wird.“

3. Die Griechenland-Saga
(wirtschaftlichefreiheit.de, Oswald Metzger)
Der Beschluss, Griechenland eine weitere Milliardentranche zu überweisen, ist nur der Anfang im neuen Kapitel des griechischen Schuldendramas. Oswald Metzger ist überzeugt davon, dass bereits im nächsten Jahr eine Laufzeitverlängerung für Athens Schulden beschlossen wird – was einem Schuldenerlass gleichkommt. Das wird seiner Meinung nach nicht ohne Folgen bleiben: „Wer einem überschuldeten Land Kredite erlässt, wird sie auch anderen Euro-Staaten erlassen müssen.“

4. Wie sieht die optimale Bildung aus?
(scotthyoung.com, Scott H. Young, englisch)
Die Debatte über Universitäten gibt es seit Jahren: Sollen sie ihre Absolventen bestmöglich auf Karrieren in der freien Wirtschaft vorbereiten? Oder sollten ökonomische Überlegungen gar keine Rolle spielen, wenn es darum geht, junge Menschen auf ein erfülltes Leben vorzubereiten? Scott H. Young glaubt, dass die Bildungseinrichtungen aus beiden Perspektiven oft nicht optimal sind. Er wagt ein Gedankenexperiment: Wenn man zehn Jahre zur Verfügung hätte, wie würde man die eigene Bildung selbst organisieren?

5. Investorenlegende prophezeit den Crash
(finanzen.net)
Die Politik des billigen Geldes, die Notenbanken weltweit in den vergangenen Jahren als Mittel gegen die Finanzkrise einführten, könnte die Grundlage für einen neuen Crash bieten. Das glaubt zumindest der prominente Hedgefondsmanager Jim Rodgers. Investoren hätten zuletzt zu viel Geld in Sachwerte wie Aktien gesteckt. Dadurch sei eine Blase entstanden, die zu platzen drohe. Die Frage sei nur wann – und was den Auslöser für die nächste Finanzkrise geben werde.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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