Unsozial sind öffentliche Verschwendung, das Setzen von Fehlanreizen und Leistungsversprechen zulasten unbeteiligter Dritter. Otto Graf Lambsdorff, (1926 - 2009), deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft, Bundesvorsitzender der FDP

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5 vor 10: Boom, Technologie, Brexit, Nigeria, Flugzeuge

Heute in den Linktipps: Überhitzt die deutsche Wirtschaft? Welche Maschinen sind die Hoffnung der Luftfahrtindustrie? Und warum weiß niemand, wie viele Menschen in Nigeria leben? Außerdem: Tech-Firmen investieren Milliarden in künstliche Intelligenz, und ein Exit vom Brexit würde beiden Seiten schaden.

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1. Boom! Welcher Boom?
(neuewirtschaftswunder.de, Fabian Fritzsche)
Deutschland feiert den Aufschwung, manche warnen bereits vor einer Überhitzung. Zahlen zeigen aber alles andere als eine Wachstumsexplosion. Im Jahresvergleich wuchs die deutsche Wirtschaft die letzten drei Jahre in keinem einzigen Quartal um zwei Prozent oder mehr, schreibt Fabian Fritzsche. Und mit 86 Prozent seien die Kapazitäten zwar vergleichsweise gut ausgelastet, aber keineswegs ungewöhnlich gut für eine Wachstumsphase.

2. Milliarden in künstliche Intelligenz
(faz.net, Alexander Armbruster)
Die großen Technologie-Unternehmen setzen immer stärker auf künstliche Intelligenz. Im vergangenen Jahr investierten sie insgesamt zwischen 20 und 30 Milliarden Dollar in den Bereich, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Gleichzeitig stellen die Experten fest, dass sich Firmen jenseits der Technologie-Branche erst langsam für den Trend interessieren.

3. Niemand weiß, wie viele Menschen in Nigeria leben
(economist.com, R.S., englisch)
Laut der Weltbank leben 182 Millionen Menschen in Nigeria. Tatsächlich könnte die Bevölkerungszahl aber auch viel größer oder kleiner sein, so genau weiß das niemand. Der jüngste Zensus war 2006 – und er gilt als ungenau. Für die Bewertung von politischen Maßnahmen in dem Land ist die Datengrundlage also denkbar schlecht.

4. Ist ein Exit vom Brexit doch noch möglich?
(newstatesman.com, Anand Menon, englisch)
Noch immer hoffen manche Beobachter darauf, dass die Briten doch noch in der EU bleiben könnten. Beispielsweise wenn die Verhandlungen scheitern und dem Vereinigten Königreich ein ungeordneter Austritt der Briten aus der EU doch zu teuer erscheint. Doch Politikwissenschaftler Anand Menon warnt vor so einem Schritt: Beide Seiten würden sich damit keinen Gefallen tun.

5. In drei Stunden nach New York
(wiwo.de, Andreas Menn)
In der Luftfahrtindustrie gibt es einen neuen Pioniergeist. Ingenieure arbeiten an Elektro-Jets und Maschinen, die für eine Strecke zwischen Europa und New York nur drei Stunden benötigen. Und: Die Ticketpreise sollen trotz der höheren Geschwindigkeit fallen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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