Geld erwerben, erfordert Klugheit; Geld bewahren, erfordert eine gewisse Weisheit, und Geld schön auszugeben, ist eine Kunst. Berthold Auerbach, (eigentlich: Moses Baruch Auerbacher), 1812-1882, dt. Schriftsteller, Philosoph

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5 vor 10: Steuersenkungen, Gerechtigkeit, Roboter, Brexit, Ifo-Index

Heute geht es in den Linktipps um Steuersenkungen, Chancengerechtigkeit und Automatisierung. Zudem geht es um die Chancen des Brexits und die Aussagekraft des ifo-Geschäftsklimaindex.

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1. Immer fleißiger? Wir Deutschen doch nicht
(neuewirtschaftswunder.de, Thomas Fricke)
Dass die Politik nun Steuersenkungen verspricht, weil die Deutschen ja so fleißig gewesen seien in den vergangenen Jahren, sei eine Farce, kommentiert Thomas Fricke auf Neue Wirtschaftswunder. Denn die Steigerungen des Bruttoinlandsproduktes seien kaum auf Produktivitätssteigerungen zurückzuführen, sondern schlicht auf den Abbau der Arbeitslosigkeit.

2. Was ist gerecht?
(washingtonpost.com, Steven Pearlstein, englisch)
Der Einkommensunterschied in einer Generation erschaffe die Chancenungleichheit in der nächsten Generation, schreibt Steven Pearlstein in der Washington Post. Kinder aus wohlhabenden Familien würden in frühen Jahren besser gefördert, das zahle sich dann später in höheren Einkommen aus. Der Autor erklärt, ob sich diese Ungerechtigkeit auflösen ließe.

3. Warum wir mehr Roboter brauchen
(wirtschaftlichefreiheit.de, David Stadelmann)
Die Automatisierung hätte in den vergangenen Jahrzehnten keineswegs zu Massenarbeitslosigkeit geführt oder zur Verarmung der Gesellschaft, vielmehr würden sie zu Wohlstandsgewinnen in der Gesellschaft beitragen. Den Menschen würden technische Neuerungen nur dann verdrängen, “wenn sie bei gleicher Qualität kostengünstiger sind, oder bei gleichen Kosten bessere Qualität liefern”, erklärt David Stadelmann auf Wirtschaftliche Freiheit. Er fordert: Es braucht mehr Roboter.

4. Der Brexit als Chance für Entwicklungsländer
(fee.org, Joe Ware, englisch)
Großbritannien sollte den Brexit als Chance nutzen, die Einfuhrbeschränkungen für Produkte aus ärmeren Staaten abzuschaffen, schreibt Joe Ware im Blog der Foundation For Economic Education. So könne man diesen Ländern eine Chance geben, sich wirtschaftlich zu entwickeln. Die Einfuhrbeschränkungen der EU etwa würden verhindern, dass diese Staaten sich aus ihrer Armut befreien könnten.

5. Ifo-Index – Don’t Believe the Hype
(makronom.de, André Kühnlenz)
Dass der ifo-Geschäftsklimaindex auf ein Allzeithoch geklettert sei, bedeute nur, dass es der Wirtschaft schon lange gut gehe, kommentiert André Kühnlenz im Makronom-Blog. Über die aktuelle Dynamik, also die tatsächlichen Wachstumsraten, vermöge der Index wenig auszusagen. Die Stimmung könnte aber in den nächsten drei Monaten kippen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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  • steinweg

    Wir haben uns alle lieb, jetzt aber auch unsere Roboter. Der Blick in die Geschichte zeigt schon, dass der technische Fortschritt viel Leid und Elend erzeugt hat. Man denke nur an die Sabots, die Holzschuhe. Angemessener ist es wohl zu sagen, dass der Fortschritt soziale Kosten beinhaltet.