Unternehmer wird man nicht in fünfzig oder fünfhundert Wochen. Um Unternehmer zu werden, braucht es eine Nacht, neun Monate und vierzig bis fünfzig Jahre Erfahrung. Helmut Schmidt, 1918-2015, dt. Politiker

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5 vor 10: Geldpolitik, Osteuropa, G20-Ergebnisse, Chatbots, Computerspiele

Heute geht es in den Linktipps um das Verständnis der Mainstreamökonomen von Geldpolitik, den Fachkräftemangel in Osteuropa und die Erkenntnisse aus dem G20-Gipfel in Hamburg. Zudem: Was es für die Wirtschaft bedeutet, wenn zu viel Computer gespielt wird oder wenn Chatbots eingesetzt werden.

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1. „Es werden Scheindebatten geführt“
(faz.net, Gerald Braunberger)
In zahlreichen Blogs würde Mainstreamökonomen vorgeworfen, nichts von Geldpolitik zu verstehen, schreibt Gerald Braunberger im Fazit-Blog. Er hat den Makroökonom Rüdiger Bachmann, der Wirtschaftswissenschaften an der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana lehrt, zu den Vorwürfen befragt. Er sagt: „… es kann doch nicht sein, dass man heute sein Heil bei irgendwelchen Gurus sucht, die vermeintlich revolutionäre Erkenntnisse verbreiten.“

2. In Osteuropa werden die Arbeitskräfte knapp
(faz.net, Christian Geinitz)
Ob in Warschau, Bratislava oder Bukarest – in zahlreichen osteuropäischen Ländern werden die Fachkräfte knapp, beklagen die Schwesterinstitute der deutschen Handelskammern. Hohe Akademikerquoten, hohe Arbeitgeberbeiträge und hohe Reallohnsteigerungen werden zudem zum Problem.

3. G20 in Hamburg
(oekonomenstimme.org, Georg Erber)
Der G20-Gipfel in Hamburg habe nichts gebracht, schreibt Georg Erber in der Ökonomenstimme. Vielmehr sei deutlich geworden, dass „den G20-Treffen die eigentliche Geschäftsgrundlage“ fehle – es gebe keine gemeinsamen Interessen mehr, die zu einem gemeinsamen Handeln mit einer Win-win-Strategie führten.

4. Was Chatbots der Wirtschaft bringen
(wiwo.de, Kerstin Dämon)
Chatbots könnten der Wirtschaft Milliarden sparen – und den Kunden eine Menge Nerven. Kerstin Dämon hat sich angesehen, was Chatbots heute können, was sich die Konsumenten von ihnen erhoffen, was ihnen fehlt, und erklärt, welche Vorteile sie gegenüber hauseigenen Apps haben.

5. Computerspiele halten junge Männer vom Arbeiten ab – mit drastischen Folgen für die Gesellschaft
(nzz.ch, Christian Steiner)
In den USA wird seit dem Jahr 2000 weniger gearbeitet, das zeigt eine Studie amerikanischer Ökonomen. Im Schnitt arbeiteten die 31- bis 55-Jährigen 2015 ganze 166 Stunden weniger als dieselbe Generation um die Jahrtausendwende. Und: Die Arbeitszeit von jungen Männern habe noch stärker abgenommen, weil sie lieber Computer spielen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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