Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu. Danny Kaye, 1913-1987, amerikanischer Filmschauspieler

7 Linktipps

5 vor 10: Populismus, Diesel, Ziegen, Rentner, Altersarmut

Heute in den Linktipps: Was Populismus für die Wirtschaft bedeutet, wieso Ziegen Amerikanern Jobs wegnehmen und wie Altersarmut verhindert werden kann. Zudem beschäftigen uns geschönte Abgaswerte und ältere Arbeitnehmer, die im Job bleiben, obwohl sie auch in Rente gehen könnten.

(mehr …)


1. Was Populismus für die Wirtschaft bedeutet
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Andreas Neinhaus)
Je mehr Handel eine Volkswirtschaft betreibt, desto präsenter werden politische Verteilungsfragen, zeigt Dani Rodrik, Professor politische Ökonomie an der Harvard-Universität, in einem neuen Paper. So sinke das Einkommen gering Qualifizierter etwa um 19 Prozent, wenn Zölle um 40 Prozent abgebaut werden. Andreas Neinhaus erklärt, was das für die politische Stimmung eines Landes bedeuten kann.

2. Autobranche von der Rolle
(faz.net, Kerstin Schwenn)
Fast kein Herstellername fehle, wenn es um die Manipulation der Abgaswerte von Dieselfahrzeugen gehe, schreibt Kerstin Schwenn. Sie macht deutlich, wieso selbst idealisierte Werte (und nicht zwingend manipulierte) einen Tiefschlag für die Verbraucher darstellen.

3. Jetzt nehmen auch Ziegen Amerikanern ihre Jobs weg
(sueddeutsche.de, Kathrin Werner)
Die Western Michigan University in den USA hat in diesem Sommer eine Herde Ziegen angeheuert, um den Garten zu pflegen – den Gärtner hat sie gefeuert. Damit ist sie nicht alleine: Auch Flughäfen oder Golfplätze nutzen die Tiere bereits. Kathrin Werner erzählt, wieso nun eine Gewerkschaft Beschwerde eingelegt hat.

4. Generation Silber zurück an den Arbeitsmarkt
(nzz.ch, Nicole Rütti)
Ältere Arbeitnehmer über das offizielle Renteneintrittsalter hinaus zu beschäftigen könnte vielen Firmen über einen Fachkräftemangel hinweghelfen. Nicole Rütti beschreibt, welche Probleme ältere Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt und im Job haben und wie Firmen wertvolle Mitarbeiter an sich binden können.

5. Wie kann Altersarmut wirklich verhindert werden?
(wiwo.de)
Die Gefahr, mit dem Eintritt ins Rentenalter arm zu sein, steigt in den nächsten Jahren an, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung. Dabei sind vor allem schlechte Qualifikationen und lange Zeiten der Arbeitslosigkeit Grund für die finanzielle Situation. Die Studienautoren zeigen zudem, wieso eine Leitzinserhöhung das Risiko für Altersarmut verringern kann.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, und abonnieren Sie unseren WhatsApp-Nachrichtenkanal, RSS-Feed oder unseren Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge

  • Meier Schulze

    Auch wurde hier vergessen, dass die Rente für Jung und Alt gekürzt wird….warum sonst müssen immer mehr junge Menschen eine Riester Rente (http://riester-renten-testsieger.de/) abschließen.

  • Hallo Meier Schulze,
    immer weniger junge Menschen müssen die Rente für immer mehr ältere erwirtschaften – und die Lebenserwartung steigt weiter. Doch die großen Rentenreformen Anfang des Jahrtausends haben die Kosten des demografischen Wandels fair zwischen Jung und Alt aufgeteilt. Für die Jüngeren bedeutet das zwar trotzdem steigende Rentenbeiträge – von heute 18,7 Prozent auf voraussichtlich 22 Prozent im Jahr 2030. Für die Älteren steigen die Renten im Gegenzug aber etwas langsamer als die Löhne und Gehälter. Mit diesem Kompromiss tragen Jung und Alt gleichermaßen dazu bei, dass die Rente im Alter zum Leben reicht und finanzierbar bleibt. (Hir)

  • “immer weniger junge Menschen müssen die Rente für immer mehr ältere erwirtschaften”
    PRODUKTIVITÄT + IMMER WENIGER KINDER UND ARBEITSLOSE (DIE SIND DANN RENTNER) DIE EBENFALLS VERSORGT WERDEN MÜSSEN. Nur durch ständige Wiederholung wird diese wahre Aussage nicht zwangsläufig zum Problem.

    “von heute 18,7 Prozent auf voraussichtlich 22 Prozent im Jahr 2030.”
    18.7% + 4 % private Vorsorge = 22.7 % im Jahr 2017. Da funktioniert doch was nicht an der Rechnung…

    “Mit diesem Kompromiss tragen Jung und Alt gleichermaßen dazu bei, dass
    die Rente im Alter zum Leben reicht und finanzierbar bleibt.”
    In Österreich ist die gesetzliche Rente billiger und man bekommt mehr Geld raus. Da gab es diesen Kompromiss nicht. Finde den Fehler liebe INSM.

  • Hallo Dan Chris,
    das Problem ist, dass durch den demografischen Wandel auch die Produktivität sinkt. Mehr dazu finden Sie hier: http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/IW-Studie-Produktivitaetsluecke-Demografie.html (Hir)

  • Die Aussage stimmt schon wieder nicht. Sie glauben, dass die Produktivität sinken wird.

    Zeigen sie mir bitten einen empirischen Zusammenhang zwischen den dramatischen demographischen Änderungen 1917 – 2017 und der Entwicklung der Produktivität. Dieser Zusammenhang widerspricht ihrer Aussage. Weiterhin widerspricht ihrer Aussage, dass die geleisten Gesamtarbeitsstunden in Deutschland seit 1990 quasi stagnieren (sie waren auch mal niedriger). Gleichzeitig arbeiten aber mehr Menschen. D.h. die Arbeitsstunden pro Bürger sind gesunken auf eine knapp 30 Stunden Woche. Müsste man die Alterung kompensieren, weil es die Prdouktivität nicht leistet, könnte man locker die Stundenzahl um 10% erhöhen. Das würde locker ausreichen.

    Das wesentlichen Problem ist nicht Demographie, sondern die Verteilung des Wohlstands. Man kann durchaus dagegen sein, dass eine hohe Zahl an Menschen eine Rente bekommt, welche eine niedrige Zahl erwirtschaftet. Nur ist das eine rein gesellschaftspolitische Frage und keine ökonomische. Der Wohlstand in Deutschland wächst aktuell um 1-2%. D.h. der Kuchen der zu verteilen ist wächst. Die INSM und andere behaupten, dass man nicht mehr verteilen kann. Das ist offensichtlich falsch.

  • Kammerjäger

    Man könnte den Kuchen, der zu verteilen ist, auch durch eine bessere Steuer- oder Wirtschaftspolitik vergrößern. Zum Beispiel durch eine Halbierung oder komplette Abschaffung der Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wirkt nämlich als Exportsubvention und erhöht den deutschen Leistungsbilanzüberschuß, der wiederum den Kuchen, den es zu verteilen gibt, verkleinert.

  • Das könnte man sicher versuchen. Dazu müsste Ökonomen erst einmal die Probleme erkennen und sich von ihren irreführenden Ideologien und Modellen verabschieden. Wenn Exportüberschüsse als Erfolg gefeiert werden, dann kommt man schwerlich auf die Idee, dass das Gegenteil der Fall ist.