Ja zur Machtkontrolle, zum Grundsatz gleicher Marktchancen, ja zum Wettbewerb. Helmut Kohl, *1930, dt. Bundeskanzler 1982-1998

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5 vor 10: Armutsstatistik, Geld, Mieten, Steuern, China

Heute in den Linktipps: Warum Sozialstatistiken ein verzerrtes Bild liefern, weshalb Berufseinsteigern Geld wichtig ist, wie sich die Mieten in Großstädten weiterentwickeln und was der globale Steuerwettbewerb mit der Flucht in Steueroasen zu tun haben könnte. Außerdem geht es um extremes Online-Shopping in China.

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1. Die Tricks und Tücken der Sozialstatistik
(faz.net, Dietrich Creutzburg)
Auf den ersten Blick klingt die Beobachtung besorgniserregend: Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten hätten im Jahr 2015 geringere Reallöhne bekommen als 1995, heißt es im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Doch die Aussage liefert ein verzerrtes Bild. Denn hinter ihr steht eigentlich eine positive Entwicklung. Eine neue Studie erklärt, mit welchen Tricks sich in Sozialstatistiken Stimmung machen lässt.

2. „Ich bin süchtig nach Geld“
(zeit.de, Katharina Meyer zu Eppendorf und Catiana Krapp)
Mehrere Studien haben nahegelegt, dass jungen Menschen bei der Berufswahl die Selbstverwirklichung und das angenehme Arbeitsumfeld besonders wichtig ist. Aber auch in der Generation der Millennials ist das Gehalt nicht ganz unbedeutend. Auf Zeit Online erzählen drei Berufsanfänger, weshalb ihnen Geld wichtig ist. Auch die Altersvorsorge spielt dabei eine große Rolle.

3. Das Ende des Mietpreisanstiegs
(welt.de, Marcel Fabricius)
Die Mieten in den deutschen Metropolen haben sich im vergangenen Jahrzehnt teilweise verdoppelt. Die Politik reagierte mit der umstrittenen Mietpreisbremse, und auch die Jamaika-Koalitionäre wollen sich mit dem Thema befassen. Inzwischen scheint aber der Markt das Problem teils von selbst zu lösen: Der Mietpreisboom schwächt sich nämlich deutlich ab – unter anderem weil das Angebot an Wohnungen stark wächst.

4. Dieses Paradies ist die Hölle auf Erden
(neuewirtschaftswunder.de, Thomas Fricke)
Die Veröffentlichung der „Paradise Papers“ hat die Diskussion um Steueroasen neu angefacht. Zwar gab die Enthüllung kaum Hinweise auf strafbares Handeln. Die öffentliche Debatte fokussierte sich darauf, ob es unmoralisch ist, mit Briefkastenfirmen Steuern zu sparen. Thomas Fricke bezeichnet die Flucht in Steueroasen als Irrung der Reichen. Er sieht den globalen Steuerwettbewerb als Auslöser dafür.

5. Neue Rekorde bei Chinas Singles Day
(qz.com, Josh Horwitz, englisch)
Während das Rheinland am 11.11. den Karnevalsbeginn feiert, haben die Chinesen etwas Besseres zu tun: Sie begeben sich auf eine Online-Einkaufstour der Extreme. E-Commerce-Anbieter zelebrieren den Tag in der Volksrepublik seit Jahren als ihren Hauptverkaufstag. So extrem war ihr Erfolg aber noch nie: Der Anbieter Alibaba nahm mehr als 25 Milliarden Dollar ein. Eine Milliarde Pakete sollen in den kommenden Tagen zugestellt werden.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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