Wenn der Bauer will, dass ihm seine Kuh anständig Milch gibt, muss er dafür sorgen, dass sie auch genug zu fressen hat. Peter Bofinger, *1954, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Wirtschaftsweiser

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5 vor 10: Steuern, Klima, Leonardo, Ökonomie, Fachkräfte

Heute in den Linktipps: Die Steuerreform von Donald Trump, Investitionen gegen den Klimawandel, die teuerste Kunstauktion der Geschichte und die neue Offenheit der Ökonomen. Außerdem geht es um den Fachkräftemangel in Ostdeutschland und die Frage, wie Migranten Abhilfe schaffen könnten.

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1. Trumps Steuerpläne helfen vor allem einem: Trump
(sueddeutsche.de, Claus Hulverscheidt)
Eine umfangreiche Steuerreform war eines von Donald Trumps wichtigsten Wahlversprechen. Nun hat das Vorhaben im amerikanischen Repräsentantenhaus eine wichtige Hürde genommen. Claus Hulverscheidt stimmt zu, dass es sinnvoll ist, die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern zu reduzieren. Doch dass damit den „vergessenen Amerikanern“ geholfen werde, um die sich Trump kümmern wollte, glaubt er nicht.

2. Die enorme Bedeutung von Asiens Städten im Kampf gegen den Klimawandel
(bloomberg.com, englisch)
In Bonn geht heute die Weltklimakonferenz zu Ende. Die Zukunft des Weltklimas entscheidet sich aber Tausende Kilometer weiter östlich: 2,5 Millionen Menschen werden bis 2050 zusätzlich in Städten leben – die Hälfte der neuen Stadtbewohner gibt es in Asien. Auf dem Kontinent energieeffiziente und damit klimafreundliche Gebäude zu bauen ist laut dem Finanzdienst Bloomberg daher von elementarer Bedeutung.

3. „Das Geld ist verbrannt“
(zeit.de, Jana Weiss)
450 Millionen Dollar: So viel wurde bei einer Kunstauktion noch nie für ein einzelnes Werk ausgegeben. „Salvator mundi“, das von Leonardo da Vinci stammen soll, hat nun diesen Rekord geknackt. Ökonomen sehen die enorme Summe als Zeichen eines überhitzten Marktes; der Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich meint: „Bei diesem Rekord geht es weder um die Kunst noch um die Geldanlage. Sondern darum, dass jemand durch eine irrationale Geldausgabe maximale Aufmerksamkeit erzielen will.“

4. Ökonomen schauen über den Tellerrand
(voxeu.org, Josh Angrist, Pierre Azoulay, Glenn Ellison, Ryan Hill und Susan Lu, englisch)
Beschäftigen sich Wirtschaftswissenschaftler wirklich nur mit sich selbst? Mit diesem Vorwurf musste die Disziplin lange leben. Tatsächlich nahmen Ökonomen in ihren Forschungsarbeiten lange vor allem untereinander Bezug, ohne sich mit anderen Fachbereichen auszutauschen. Doch eine neue Untersuchung wirtschaftswissenschaftlicher Arbeiten zeigt, dass sich das geändert hat.

5. Der Osten entwickelt sich zur Talente-Wüste
(welt.de, Daniel Eckert)
Der deutschen Wirtschaft fehlen Hunderttausende Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Am schwierigsten ist die Lage für Arbeitgeber im Osten: „Dort, wo es an digitaler Infrastruktur mangelt, macht sich der viel beklagte Fachkräftemangel in den MINT-Berufen besonders bemerkbar“, schreibt Daniel Eckert. Migranten könnten allerdings Abhilfe schaffen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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