Für eine freie Marktwirtschaft - auch mit dem Adjektiv sozial davor - gehört es sich, einen liberalisierten Arbeitsmarkt zu haben. Hans-Olaf Henkel, *1940, ehem. BDI-Präsident

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5 vor 10: Geografie, Krankenkassen, Pluralismus, Matratzen, Bitcoin

Heute in den Linktipps: Warum die Globalisierung nicht zu mehr Dezentralisierung geführt hat, wieso das Krankenkassen-System ungerecht ist und weshalb die Ökonomielehre mehr Pluralismus brauchen könnte. Außerdem geht es um den Schlussverkauf beim Matratzenhändler und die Vermögensumverteilung durch den Bitcoin.

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1. Von wegen „Das Ende der Geografie“
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Dass die Globalisierung die Bedeutung der räumlichen Konzentration, etwa der Finanzzentren wie London oder New York stark reduzieren würde, prophezeite Richard O’Brien, ehemaliger Chefökonom der American Express Bank, vor 25 Jahren. Heute zeigt sich allerdings, dass diese Vorhersage nicht eingetreten ist. Zwar haben einige mächtige Wirtschaftszentren an Macht verloren, gewonnen haben aber nur die, die damals schon recht stark waren – wie etwa das Silicon Valley.

2. Das Problem der Krankenkassen
(wirtschaftlichefreiheit.de, Norbert Berthold)
Im deutschen Gesundheitswesen mangele es an Wettbewerb auf allen Ebenen, schreibt Norbert Berthold, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Er macht deutlich, warum lohnabhängige, aber vermögensunabhängige Beiträge dazu beitragen. Zudem sei das System demografieanfällig. Berthold greift drei Punkte auf, die verändert werden müssten, damit das System gerechter wird.

3. Pluralismus in der Ökonomik: Lehre und Forschung auf dem Prüfstand
(blog.zeit.de/herdentrieb, Uwe Richter)
In den Top-Journals und auf internationalen Fachkonferenzen finde jetzt schon methodische Pluralität statt – wieso nicht auch in der Lehre? Uwe Richter hat Ökonomen befragt, was sie von mehr Pluralität in der Volkswirtschaftslehre halten. Sie fördere kritisches Denken, sei aber nur eine von vielen Anforderungen, die im Studium an die Studierenden gestellt werden müssten, heißt es etwa.

4. Warum beim Matratzenhändler immer Schlussverkauf ist
(sueddeutsche.de, Janis Beenen)
Alles muss raus! Räumungsverkauf! 80 Prozent Rabatt! Beim Matratzenhändler an der Ecke scheint das ganze Jahr über Schlussverkauf zu herrschen. Wie kann das sein? Janis Beenen hat analysiert, wie es dazu kommt. Eine plausible Erklärung ist etwa, dass Verbraucher bei Matratzen kein Empfinden für die Preise hätten und die Vergleichbarkeit schwer sei.

5. Verteilt der Bitcoin Vermögen um?
(fee.org, Valentin Schmid, englisch)
Der Bitcoin hat viele Menschen reich gemacht, die zuvor keine nennenswerten Ersparnisse angehäuft hatten. Valentin Schmid erklärt im Blog der Foundation for Economic Education, wieso die Kryptowährung damit Vermögen umverteilt von denen, die mit aller Kraft versuchen, ihre Ersparnisse zu erhalten, zu denen, die neugierig und risikobereit sind.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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