Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. Henry Ford, 1863-1947, US-amerikanischer Unternehmer

3 Linktipps

5 vor 10: Instagram, Big Data, Vorstandschefs, Fintechs, Lithium

Heute in den Linktipps: Ist Instagram Facebooks Hoffnung? Hilft Big Data der Planwirtschaft? Und aus welchem Grund eröffnet in Hamburg ein Fintech nun eine Filiale? Zudem beschäftigen wir uns mit den Karrieren der deutschen Vorstandschefs sowie mit Lithium, einem Element der Zukunft.

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1. Ist Instagram Facebooks Hoffnung?
(bloomberg.com, Sarah Frier, englisch)
Schon in diesem Jahr soll die Fotoplattform Instagram 18 Prozent der Jahreseinnahmen des Facebook-Konzerns stemmen. Marc Zuckerberg kaufte Instagram im Jahr 2012 – damals nicht mehr als eine Spielerei. Während heute Facebook die Nutzer ausgehen, boomt Instagram. Könnte die Fotoplattform Facebooks Probleme lösen? Sarah Frier geht dieser Frage bei Bloomberg nach – und beschreibt, warum die Plattform in Sachen Datenschutz vermutlich auch nicht besser ist.

2. Big Data für die Planwirtschaft?
(fee.org, Matthew Kelly und Peter Lewin, englisch)
Mit der besseren Leistung schneller Computer und höherer Speicherkapazitäten ist es in den vergangenen Jahren möglich geworden, große Datenmengen auszulesen, zu analysieren und so bessere Prognosen abzugeben. Könnte Big Data auch den Planwirtschaften dieser Welt helfen? Das fragen Matthew Kelly und Peter Lewin im Blog der Foundation for Economic Education.

3. Vom Azubi zum Vorstandschef
(sueddeutsche.de, Caspar Busse)
Der neue Vorstandschef der Deutschen Bank Christian Sewing ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen: In Krisenzeiten setzen Konzerne gerne auf Manager, die ihr ganzes Leben in der Firma verbracht haben. Vom Azubi zum Vorstandschef – ist das eine gute Strategie? Caspar Busse hat sich die Fälle aus den vergangenen Jahren angesehen und macht deutlich, was man daraus lernen kann.

4. Warum ein Hamburger Fintech jetzt Filialen eröffnet
(capital.de, Heinz-Roger Dohms)
Im digitalen Zeitalter kann man doch alles am Rechner klären, da braucht doch keiner mehr eine Filiale – oder? Mit Finanzcheck hat nun ein Hamburger Fintech eine Filiale eröffnet. Im Interview mit Heinz-Roger Dohms erklärt Gründer Moritz Thiele, warum das Unternehmen diesen Schritt zurück in die analoge Welt macht.

5. Lithium – das Element der Zukunft
(brandeins.de, Lea-Marie Kenzler und Dirk Böttcher)
„In einem Smartphone-Akku stecken knapp drei Gramm Lithium, in einem Elektroauto-Akku rund 40 Kilogramm“, schreiben die Brand-Eins-Autoren Lea-Marie Kenzler und Dirk Böttcher in ihrer „Ökonomie der Elemente“. Seit 2015 stieg der Preis für reines Lithium von 6.500 auf mehr als 9.000 US-Dollar pro Tonne. Die Autoren beschreiben, warum das Alkalimetall in Zukunft noch weiter im Preis steigen dürfte.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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  • Cooper8

    “Jede Ausgabe des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes.”
    Ludwig Erhard,
    Wenn ein Staat Steuern erhebt, dann führt das dazu, dass der private Bereich einen geringeren Spielraum für seine Nachfrage hat.
    Gibt der Staat Geld aus, dann führt das dazu, dass der private Bereich eine Erhöhung seiner Vermögensposition erfährt.
    In einem souveränen Staat sollte eine Zentralbank immer dafür sorgen, dass ein Staat in seiner eigenen Währung niemals zahlungsunfähig werden kann.
    Insofern muss kein Wirtschaftssubjekt im privaten Bereich (Unternehmen, privater Haushalt) auf irgend etwas verzichten, wenn der Staat Geld ausgibt.

  • “Jede Ausgabe des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes.”
    Da hat Erhard irgendwie eine sehr dumme Aussage getroffen. Für das Volk sind Straßen, Verteidigung, Rechtssicherheit, Soziales, Bildung etc. ein Verzicht?

  • Cooper8

    Man muss das Zitat von Herrn Erhard im historischen Kontext sehen.
    Zu seiner Zeit gab es ja noch das Bretton Woods System. Damals waren Staaten auf Steuereinnahmen und ggf. auf die Platzierung von Anleihen bei privaten Investoren angewiesen.
    Heute haben wir aber ein ganz anderes Geldsystem.
    Die Aufgabe von Zentralbanken z.B. in den USA, Kanada, GB oder Japan ist u.a., dass diese Staaten in ihrer eigenen Währung niemals zahlungsunfähig werden dürfen.
    Nur die Eurozone ist einen anderen Weg gegangen, da man für die EZB das alte Konzept der vom Staat unabhängigen Bundesbank übernommen hat.
    Die Bundesbank agierte auf Basis des Monetarismus, der heute aber keine Relevanz mehr hat.
    Die EZB ist von ihrer Aufgabenstellung her falsch konzipiert, weil sie eben nicht alleine nur das Ziel der Preisstabilität haben darf.
    Auf Grund der zwingenden Logik der gesamtwirtschaftlichen Buchhaltung müssen sich Staaten z.B. in einer Rezession neu verschulden, um einen Ausgleich der sektoralen Salden herzustellen.
    Diese Mittel müssen ggf. von einer Zentralbank dem Staat zur Verfügung gestellt werden.