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Beschäftigungsbremse Kündigungsschutz

Durchschnittliche Abfindungshöhe einer Kündigung

Die Regeln des deutschen Kündigungsschutzes schützt Arbeitnehmer davor, kurzfristig ihren Job zu verlieren. Gut, sagen die Einen. Denn Arbeitnehmer erhalten Einkommenssicherheit und können nicht von heute auf morgen auf der Straße landen. Schlecht, sagen die Anderen. Denn wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft hervorgeht kostet der Kündigungsschutz die deutschen Unternehmen bares Geld und Arbeitsplätze. Die Gesamtkosten auf Seiten der Arbeitgeber belaufen sich auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro. Mit 2,6 Milliarden jährlich schlägt allein schon die Summe der jährlichen Abfindungen zu Buche. Rund 975 Millionen Aufwendungen entstehen durch Prozesskosten. Auch gesamtwirtschaftlich entsteht ein erheblicher Schaden. Viele Unternehmen verzichten in konjunkturellen Hoch-Zeiten darauf, neue Arbeitsplätze zu schaffen, obwohl sie es könnten. Denn wer erstmal im Betrieb ist, kann im Ernstfall nur wieder schwer entlassen werden. Auf diese Weise werden jährlich mehr als 41.000 neue Stellen nicht geschaffen. Kosten entstehen aber auch oft schon im Vorfeld einer Kündigung. Denn die Regelungen verlangen, dass betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen einer Sozialauswahl ausgesprochen werden müssen. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass leistungsstarke Mitarbeiter gehen müssen, und die Unternehmen Produktivitätseinbußen hinnehmen müssen. Um den Kündigungsschutz zu umgehen, gehen viele Unternehmer vermehrt dazu über, nur noch befristete Arbeitsverträge auszustellen. Letztlich bewirken die Regelungen des Kündigungsschutzes also nur eine Verzögerung der Dynamik auf dem Arbeitsmarkt.

Ein Kommentar zu “Beschäftigungsbremse Kündigungsschutz”

  1. Dabei ist statistisch belegt, dass ein unflexiblerer Arbeitsmarkt Krisen besser bewältigt. Was an einer Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen so schlecht sein soll, muss mir erklärt werden. Was ist so schlimm daran, bei den Arbeitnehmern auch mal soziale anstatt rein marktwirtschaftliche Aspekte unterzubringen. Wendet man dieses Kriterium auf alle an, wird man am Ende motivierter sein. Denn eine Mutter hat dann nicht die Befürchtung entlassen zu werden nur weil sie nicht 24 Stunden zur Arbeit kommen kann. Ich finde den einseitigen Blick von der Unternehmerseite sehr amüsant, aber scheinbar reicht eine unkritische einseitige Betrachtung aus um wissenschaftlich Arbeiten zu können.

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Der Autor:

Dr. Oliver Knipping

ist Vorstandsvorsitzender des Instituts für Unternehmerische Freiheit in Berlin.

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