Ausgaben-Explosion
Das Handelsblatt berichtet in seiner heutigen Ausgabe: “Länder ächzen unter der Schuladenlast“.
Die 16 Bundesländer haben im abgelaufenen Jahr 25,5 Mrd. Euro mehr ausgegeben als eingenommen. (…) Im Vorjahr hatten die Länder noch einen Überschuss von 700 Mio. Euro erzielt. (…) Die hohen Defizite trieben auch die Schuldenstände in die Höhe: Erstmals summierten sich Ende 2009 die Gesamtschulden der Länder auf über 500 Mrd. Euro.
Im ÖkonomenBlog schrieb Frank Schäffler am 20. Mai 2009: Einfach mal nicht mehr ausgeben.

Klar, ein Hauhalt kann eine trockene Semmel am Tag weniger essen und er spart dadurch. Der Bäcker hat allerdings eine Semmel weniger verkauft. Man müßte aus den Schulden aus volkswirtschaftlicher Sicht herauswachsen. Nur wir sind eine entwickelte Volkswirtschaft mit tendentiell fallenden Wachstumsraten. Erxport ist auch keine Einbahnstraße.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind Ausgaben auch wieder Einnahmen!
Man muß das schon genauer anschauen und die Problematik mit den Schulden ist anders gelagert. Aber wenn ideologischer Dogmatismus vor Ökonomie geht, dann versteht man die Zusammenhänge nicht.
Wie schön, dass Dinge wie Finanz- und Wirtschaftskrise in diesem Blog immer dann nicht berücksichtigt werden, wenn gegen den Staat gewettert wird. In ein zwei Wochen kommt dann wieder die Kritik, dass nicht genug für Bildung und Infrastruktur gemacht wurde. Wenn die Einnahmen wegbrechen können nicht sofort Ausgaben gekürzt werden, denn in einem Kreislauf kürzt man automatisch seine Einnahmen mit. Wer das nicht versteht geht scheinbar in die FDP.