Aufstocken und Aufsteigen
Skandal, Skandal schallt es wieder durch die Republik. Immer wieder überraschend ruft der Hinweis auf Selbstverständliches in der Sozialpolitik Empörung hervor. Aktueller Anlass: Die Äußerungen des Außenministers zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Höhe von Arbeitslosengeld II. Dabei hatte Westerwelle lediglich in klaren Worten auf die Prinzipien unseres Sozialstaates verwiesen: Subsidiarität und Lohnabstand. Warum dann dieser emotionale Aufschrei?
Vielleicht offenbart sich hier das Unwohlsein einer Gesellschaft, die einer Illusion aufgesessen ist: Die großen Versprechen auf Integration und Teilhabe haben die Regierenden so nicht erfüllt. Zu den Gründen gehören vor allem staatliche Fehlanreize. Die Hinzuverdienstregeln für ALG II-Empfänger, die einen hohen Anreiz für Teilzeitarbeit setzen, diskriminieren im Ergebnis den Vollzeiterwerb und führen zu einer geringeren sozialen Bindung. Wichtig ist nun, die leichtfertige Diffamierung der Aufstocker zu unterlassen. Sie verdienen Respekt und vor allem eine faire Aufstiegschance.


Eventuell sollte sich die INSM einmal für mehr Eigenverantwortung für Unternehmer aussprechen, statt für immer mehr Wirtschaftssubventionen!
Was anderes ist Aufstockung nicht! Es setzt auch marktwirtschaftlich die falschen Anreize für Unternehmer. Ich vergaß, die INSM wird von Gesamtmetall finanziert.
Vielleicht sollte man mal lieber über die Vergabekriterien und Dauer der Hartz IV bezüge nachdenken als über eine Erhöhung bzw. Verringerrung. Das ALGII muss auf das Existensminimum angelegt sein, anders lässt es sich nicht mehr bezahlen. Das mehr Geld zu besseren Bildungschancen führt halte ich für lächerlich, das soziale Umfeld vieler, nicht aller, HartzIV Kinder ist viel entscheidender. Deutsche Kinder die ihre eigene Muttersprache nicht gut sprechen oder “Ghettoisieren” im Vokabular und Aussprache den bringt ein neuer Computer oder Fernseher auch nicht den gewünschten Lernerfolg und Zukunftschancen im Beruf. Außerdem würden höhere Sätze für Kinder wahrscheinlich dazu führen das sich deren Eltern Luxusartikel wie z.B Konsolen etc. anschaffen würden Ich plediere lieber dazu den HartzIV Kindern Sach- bzw. Sozialförderungen direkt zu zahlen bzw zu geben.
@Peternator
Das sind wir wieder den klassischen Klischees aufgesessen, oder?
Was die INSM übrigens will sind mehr Lohnsubventionen, daß können wir uns nicht mehr leisten! Mehr Eigenverantwortung für Unternehmer!
Unternehmer wie Wolfgang Grupp nennen die Probleme beim Namen!
Eine schöne kurze Zusammenfassung, die den Autor deutlich in Frage stellen dürfte
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2010_04_7.pdf
@Lohnsubventionen
Wenn diese ausgebaut werden zahlen die Leute ihren eigenen Lohn im Endeffekt. Wo bleibt das Risiko für den Unternehmer? Warum kriegt er dann mehr als die anderen? Wo bleibt die Legitimation?