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Mehr Klimaschutz ohne EEG

Entwicklung der Umlage für Erneuerbare-Energien seit 2000.

Strom aus Wind, Sonne, Biomasse oder Wasser – das sollen laut den Plänen der Bundesregierung die zukünftigen Säulen unserer Energieversorgung werden. Die Produktion ist allerdings sehr teuer. Damit sich Ökostrom dennoch durchsetzt wird es staatlich gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) gefördert. Das Geld für die Förderung muss jeder Stromkunde berappen – ob er will oder nicht. Auf jede Kilowattstunde kommen derzeit 2,047 Cent obendrauf, ab nächstem Jahr 3,5 Cent – eine Steigerung um 70 Prozent.

Das EEG ist ein geeignetes Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien. Doch für den Klimaschutz bringt es rein gar nichts. Der gesamte CO2-Ausstoß ist ohnehin durch Emissionszertifikate gedeckelt. Wenn wir also in Deutschland weniger CO2 ausstoßen, werden die Emissionsrechte ins Ausland verkauft und das CO2 dort ausgestoßen. Wer das Klima wirklich schützen will, sollte das EEG abschaffen und darauf drängen, dass alle CO2 produzierenden Branchen und Staaten mit in den CO2-Handel einbezogen werden. Alles andere ist verbranntes Geld und bewirkt nichts – außer vielleicht den Leuten ein gutes Gefühl zu vermitteln.


Zur Grafik: 2008 kostete eine Kilowattstunde Strom den Haushaltskunden 21,6 Cent. Davon entfielen auf Erzeugung, Transport und Vertrieb 13 Cent. Die weiteren Kostenanteile bestanden aus staatlichen Abgaben und Steuer: Umsatzsteuer (3,4 Cent), Stromsteuer (2 Cent), Konzessionsabgabe (1,8 Cent), Abgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (1,1 Cent), Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (0,2 Cent). Damit betrug der staatliche Anteil an den Kosten rund 40 Prozent.

10 Kommentare zu “Mehr Klimaschutz ohne EEG”

  1. Vielleicht ist einfach nur der Handel mit CO2 sinnlos?

    “Das EEG ist ein geeignetes Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien. ”
    Was mittelfristig durchaus Sinn macht, wenn man nicht nur begrenzt auf Preise und Klimaschutz schaut. Was ist denn mit den endlichen Ressourcen Gas, Kohle, Öl und Uran? Müssen wir die nicht ersetzen?

  2. Ich finde sie ganz cool, aber ich denke ein Land ohne nennenswerte Rohstoffe, tut gut daran in regenerative Energien zu investieren, dabei blede ich die Umweltprobelematik kompeltt aus. Aber grundsätzlich haben sie Recht.

  3. Pincorrect sagt:

    1.Der von den Menschen gemacht Klimawandel existiert nur in den Hirnen der “Wissenschaftler” und Politiker die damit ihr Geld verdienen und die Bevölkerung manipulieren.

    2.Der Ökobetrug wird letztlich unseren Wohlstand vernichten. Warum?

    Ganz einfach: Die Wirtschaft muss deutlich mehr für Produktion (Strom) bezahlen und alle Verbraucher haben weniger Geld für den Konsum (teurer Strom),Geld kann man nur einmal ausgeben.

    China,USA etc. lachen sich doch kapputt bei uns Ökodeppen weil die Produktion und Arbeitsplätze in andere Länder verschwinden und wir als Konkurrenz wegfallen.

    3.Ganz nebenbei hat die CO2 Reduktion (ob man nun an den Klimaschwindel glaubt oder nicht) sowieso keinen Einfluss aufs Klima – der Anteil an CO2-Emissionen von Deutschland in der Welt liegt zwischen 3-4%.

    4.Kein Mensch in Deutschland interessiert sich fürs Klima wenn er selbst betroffen ist. Die Grünen hatten ja mal Wahlkampf mit Spritpreisen von 5 D-Mark gemacht und sind unter 5% gefallen.Wenn der Strompreis sich durch den Solarschwindel verzehnfacht und die Menschen im Winter frieren interessiert sich keiner mehr für Öko!

    Das ganze ist die reine Heuchelei!

  4. @ Pincorrect
    Grundsätzlich stimme ich zu. Aber: Durch effiziente Ressourcennutzung sparen sich v.A. produzierende Unternehmen enorme Kosten. Dafür sind Investitionen notwednig, welche sich jedoch amrotisieren sollen. Das istd er einzige Knackpunkt und wirklich betriebsindividuell zu beurteilen.

    Einfaches Beispiel: Wenn wir weniger Autofahren um damit die Umwelt zu schonen, sparen wir auch Geld, denn Sprit und Abnutzung kosten Geld. Im Gegensatz steht der ÖPNV. Diese anfallenden Kosten müssen also geringer sein, dann klappts auch mit dem Umweltschutz.

    Was uns das letzlich kostet? Unsere Bequemlichkeit.

    Weiter: die Innovationen in diesem Sektor sind übrigens auch gut zu exportieren – und schaffen Arbeitsplätze.

    Warum verlieren wir dadurch unseren Wohlstand? Da hätte ich gerne eine echte Erklärung. Was wir machen ist ein Wandel und kein Stop.

  5. Vielleicht noch als Ergänzung: Ich würde auch nciht gerne neben einem mit Blei und anderen Schadstoffen verseuchten See wohnen. Da lobe ich mir den grundlichen, deutschen Umweltschutz!

    jaja…Asse in Niedersachsen. Dennoch haben wir ein hohes Niveau im Vergleich zu anderen Staaten dieser hübschen Erde. Und das beruhigt mich hier und jetzt!

  6. “1.Der von den Menschen gemacht Klimawandel existiert nur in den Hirnen der “Wissenschaftler” und Politiker die damit ihr Geld verdienen und die Bevölkerung manipulieren.”

    Ich bin da auch skeptisch. Das der Mensch das Klima beeinflusst steht fest. Die Frage ist in welchem Umfang er es mit beeinflusst. Allerdings sehe ich es relativ pragmatisch. Eindeutig beweisen oder widerlegen kann man den Umfang der Beeinflussung durch den Menschen nicht. In meine Augen schadet es aber auch nichts in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Nutzt man alternative Energiequellen, dann koppelt man sich von endlichen Ressourcen ab und bekommt als Bonus noch eine Reduktion des CO2 Levels. Ist also perfekt oder nicht.

    “Geld kann man nur einmal ausgeben.”
    Ich wusste gar nicht, dass Energieunternehmen ihr Geld verbrennen. Sie reichen das Geld ebenso weiter.

  7. @ Markus

    pincorrect ist ein Schwarzmaler, aber er hat insofern recht, dass alle die auf die Umwelt keine Rücksicht nehmen sich einen finanziellen Vorteil verschaffen können.

    Wenn man alle parasitäten Arbeitsplätze und ihre Folgeerscheinungen (Bürogebäude etc.) abbauen bzw. umfunktionieren würde (wäre schön für den Miet- und Kaufpreisspiegel, aber schlecht für alle immofonds etc.), könnte man jetzt schon ohne Probleme die regenerative Stromversorgung sicherstellen. Dadurch würde extrem viel Energie aber auch andere Rohstoffe eingespart werden können.

    Aber wir können nicht, weil ohne Arbeit verhungern wir alle, es ist so lächerlich, wenn man ernsthaft drüber nachdenkt.

    Für mich gibs da garkeine Diskussion, jeder Rohstoff, der nicht 100% wiederverwertet werden kann und nicht den Menschen dient ist ein verschwendeter Rohstoff. Was man jetzt unwiderruflich verbraucht, kann niemand anders mehr verbrauchen.

  8. @ Surp
    Welcher Rohstoff wird verschwendet und dient nicht dem Menschen? Bitte um nähere Erläuterung.

    Ich gebe Recht, Ökologie ist derzeit eher ein Thema für Idealisten, denn dies muss man sich leisten können – alle anderen sparen Geld. Dies muss man aber auch gesamtwirtschaftlich betrachten: können wir uns einen intensiven Klimaschutz leisten, ohne dabei die Gesamtwirtschaft zu gefährden?

  9. @ Markus

    nein, es ist umgekehrt, man muss sich unsere Ressourcenverschwendung leisten können.

    Jeder Rohstoff, der indirekt mit überflüssigen Erwerbsarbeitsplätzen zu tun hat ist Verschwendung. Denn ohne überflüssige Arbeitsplätze kein Rohstoffverbrauch, ganz einfach.

    Und wie gesagt der Großteil ist überflüssig, in großen Teilen sogar innvovationshemmend und schlecht für unsere gesamte Gesellschaft, außer für die, die diese überflüssigen Arbeitsplätze besetzten, die bekommen ein Einkommen (unverdienterweise, muss man dazu sagen).

    Unser gesamter Wachstumsansatz ist ein Witz, er vernichtet weit mehr Werte als er schafft und dies zu Ungunsten des Großteils der Menschen.

  10. “können wir uns einen intensiven Klimaschutz leisten, ohne dabei die Gesamtwirtschaft zu gefährden?”

    Können wir ohne Probleme. Sie müssen die geschaffenen Arbeitsplätze mit einrechnene, ebenso die vermiedenen Umweltschäden. Im übrigen Steigen ja die Preise nicht so dramatisch an wie hier dargestellt. Es ist nur die Einspeisevergütung die steigt. Da aber nicht alles Ökostrom ist, ist die Steigerung nicht so dramatisch wie hier dargestellt. Ein typisches Beispiel wie Professoren bemüht werden, damit unseriöse Darstellungen seriös werden.

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Der Autor:

Prof. Dr. Justus Haucap

Direktor des Duesseldorf Institute for Competition Economics (DICE) sowie Vorsitzender der Monopolkommission.

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