Steuern und Abgaben steigen
Vor jedem Regierungswechsel beteuert die Politik, dass zukünftig die Belastung der Bürger durch Steuern und Abgaben sinken wird. Nach der Wahl kommt es dann aber häufig ganz anders. Entweder die Politik verweist auf fehlende Spielräume für Entlastungen. So als ob sich unmittelbar nach der Wahl die Rahmenbedingungen gänzlich verändert hätten. Oder aber es werden diverse Entlastungen des Bürgers aufgezählt, aber zahlreiche zusätzliche Belastungen verschwiegen.
In der Summe ergibt sich dann häufig eine Mehrbelastung der Privathaushalte. Genau diese Entwicklung belegen die aktuellen Einkommens- und Verbraucherstichproben des Statistischen Bundesamtes. Demnach führten die privaten Haushalte 2008 im Schnitt 21,4 Prozent ihrer Bruttoeinkommen an Staat und Sozialkassen ab. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als 1993 und ein Prozentpunkt mehr als 2003. Kein Wunder, dass das Vertrauen der Bürger in die Politik schwindet. Wer hier Boden gut machen will, sollte mit seinen Ankündigungen künftig ernst machen.
Hier geht es zur Untersuchung des Statistischen Bundesamtes: Wo bleibt mein Geld? Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008, Berlin 2010


Schön, wie hier die Statistik wieder einmal alle gleichstellt. Völlig egal, in welcher Einkommens- und Lebenssituation der Haushalt ist. Im Durchschnitt sind wir eben alle gleich.
Wer bezahlt denn tatsächlich mehr? Wie immer der nette Mittelstand, besonders mit Kindern.
Dem Single kanns weitgehend egal sein – denn es ist genug Spielraum vorhanden. Die meisten Familien sind aber schon am Limit.
Und dass die Rechnung beim Einkommen nicht endet, scheint auch nur noch am Rande: Zusätzliche Belastungen beim Konsum ziehen auch den letzten Cent, Erhöhung wie zB der Tabaksteuer, der Grunderwerbssteuer usw. sind dagegen nur noch “Peanuts”.
Und wer sein Geld spart, bekommt dafür kaum noch Zinsen…aber der Bürger muss eine Teil sparen, daran geht kein Weg vorbei – und dies ist zu Lasten der Konsumgüterindustrie (langfristig).
Es geht nicht um Entlastung des Einkommens, m. E. muss der Staat/ Politik nun endlich rogoros sparen. Die 540 Mio. sind doch nurein schlechter Witz, über den man schon gar nicht mehr lachen kann, angesichts der angespannten Haushaltslage von Länder und Kommunen.
Fakt ist – wie von Herrn Knipping dargestellt – Jedem Euro Entlastung steht der Euro einer neuen Belastung gegenüber.
Es wäre schön, wenn Herr Knipping die Entlastung durch Erbschaftssteuer, Unternehmenssteuer, Kapitalertragssteuer, Vermögenssteuer dieser Steigerung entgegen stellt. Es ist richtig, dass die Löhne stärker belastet werden. Das hat aber einen Grund. Dieser liegt in der Senkung, bzw. der Abschaffung von Steuern.
Wenn man dem Link folgt sieht man , dass in den 15 Jahren die Abgabenlast um 1,5% gestiegen ist und die Steuerlast um 0,5%.
Schade ist , dass nicht erklärt wurde , wie hoch die Steigerung der Abgabenlast wäre, ohne Einführung der Pflegeversicheung im Jahre 1995.
Bei stagnierenden Löhnen und Erhöhung der Krankenkassenbeiträge wird auch in Kürze die Abgabenlast wieder steigen.
Wo sieht Herr Knipping bei den Abgaben Senkungspotenzial ?
Oder sollte lediglich wieder nur ” Raus aus der Umverteilung ” die Botschaft sein?
Zur Steigerung der Steuerlast um 0,5% fehlt mir ein Hinweis wie sich die Steigerung der Single- bzw. Doppelverdienerhaushalte diesbezüglich auswirken.
Da die Steigerung nur sehr gering ist , würde mich auch interessieren ab welcher Einkommenhöhe überhaupt eine Steigerung wirksam wurde.
Durch die Steuerreform 2000 wo der Eingangssteuersatz von 25,9 % auf 15% gesenkt wurde und der Grundfreibetrag erhöht wurde , müsste eigentlich bei Otto Normalverbraucher eine Senkung erfolgt sein.