Was ist “Quantitative Easing”?
Für 600 Milliarden will der Chef der amerikanischen Notenbank Ben Bernanke noch einmal Wertpapiere kaufen. „Quantitative Easing“ lautet dafür der ökonomisch-technische Fachbegriff. Oder untechnisch ausgedrückt: “Die FED druckt Tonnen von Geld”, wie der dunkle Bär in einem YouTube Video richtig feststellt. Grund für die drastischen Markteingriffe sei die Angst der FED vor einer Deflation in Amerika. Doch die Bären zweifeln: Rohstoffpreise steigen und Lebensmittel werden teurer. Sogar Fahrkarten für die U-Bahn verteuern sich: „Das einzige was deflationiert ist die Glaubwürdigkeit der FED“ – das verstehen sogar Bären.
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Als ob die reine Geldmenge zwangsläufig die Inflation anheizen würde. In Japan versuchen sie das seit 20 Jahren und sind faktisch immer noch in einer Deflation. Der Verweis auf den Rohstoffmarkt ist in so fern absurd, als das die Preisbildung dort mit der Geldmenge am Finanzmarkt zu tun hat. U-Bahn Fahrkarten verteuern sich, weil die Städte kein Geld mehr haben. Seriöse Behauptungen sehen anders aus.
“In Japan versuchen sie bereits 20 jahre und sind fakisch immer noch bei der Deflation.”
Stimmt – die Japaner sind aber auch inzwischen zu 210 % ihres BIP verschuldet ,allerdingsüberwiegend im Inland. Damit hat es aber auch jetzt ein Ende, weil in Japan immer weniger Bürger ihrem Staat die Schulden abkaufen. Dies deshalb, weil sie es immer weniger können. Und dies deshalb, weil immer mehr Japaner in den Ruhestand gehen – ergo weniger Geld zur Verfügung haben.
Finde, Japan ist kein passendes Beispiel, dass QE passend macht.
Zu den Rohstoffen: Die werden nicht “teurer” – es werden nur immer Tauscheinheiten (= Geldeinheiten) für ihren Erwerb gefordert. Und dies sit die Folge eines zunehmenden Vertrauensverlustes in den inneren Wert der Tauscheinheiten. Der Vertrauensverlaust ist m.E. nach Folge eines zunehmenden Wissens um die Zusammenenhänge im Finanzsystem. Und auch wer diese Kenntnis nicht hat, hat ein “Bauchgefühl” um diese Zusammehänge.
finde das Vid lustig.
Gelddrucken ist ansich kein Ding, aber so wie wir es verteilen, wird ein riesen Problem daraus und die Umverteilung von unten nach oben wird dadurch immer extremer.
Durch Gelddrucken öffnet sich die Schere immer weiter, ohne das dabei wirklich jemand Wohlhabender wird, man hängt nur immer mehr menschen ab.
Die Idee von Bernake ist schon bissel pervers, ich sugerrieren euch (durch Geld drucken steigt der Wert von Gegenständen), dass ihr mehr habt, damit ihr mehr kauft und die Wirtschaft wieder läuft (habs sehr einfach in einen Satz zusammengefaßt, aber so ähnlich ist seine Strategie).
Lustiges Propagandafilmchen für Leute mit einem niedrigen Bildungsniveau.
Besonders amüsiert hat mich die Stelle, wo pauschal behauptet wird, daß höhere Steuern Inflation darstellen! LUSTIG!
Die Lobbyorganisation INSM zeigt bei den manipulativen Beiträgen ein sinkendes Niveau!
Steigende Einkommensteuer = Inflation?
Wirklich?
Bei einer Mehrwertsteuererhöhung mag das eventuell anders aussehen!.
Der Film ist eine grottenschlechte Bastelarbeit. Ich tippe einmal auf neokonservative Kreise in den USA!
Wie bereits erwähnt, ist Japan ein gutes Beispiel, dafür, daß die reale Welt etwas komplexer ist!
Aber das die INSM in Filmchen zeigt, wo eine Deflation bejubelt wird, ist wirklich amüsant.
Wollen die Unternehmer von Gesamtmetall auf die gekauften und finanzierten Maschinen zur Produktion von Produkten, wegen sinkender Preise für die Produkte in der Breite, einen Teilerlaß der Kredite bei Banken und rückwirkende Kaufpreisreduzierungen auf bereits gekaufte und bezahlte Maschinen, die bereits laufen?
Oder sollen die Unternehmen Pleite gehen weil sie ihre Produkte unter ihren Entstehungskosten verkaufen?
Propagandatechnisch mag der Film gut manipulativ sein, wenn er auf Leute trifft, die ein niedriges Bildungsniveau haben!
Ansonsten ist der Film einfach nur skuril!
@ Keynesianer
Ihr Nickname lässt den Schluss zu, dass Sie Schulden als ein geeignetes Stimulus für eine schwächelnde Wirtschaft ansehen. Und – meine Vermutung – dass die Welt weiter aufschulden sollte. Ihr Kommentar weckt bei mir den Eindruck, dass Sie genau so argumentieren, wie Sie es INSM vorwerfen: Propagandistisch; denn ein Sachargument finde ich nicht.
Was meinen Sie z.B. zu meinen Argumenten bezüglich Japan in der Sache selbst?
Zum Glück hat es sich der braune Bär anders überlegt und mal jemand der mehr Ahnung als die INSM hat über Quantitative Easing befragt:
The Explanation of Quantitative Easing Revisited
@ Stephan
nur leider ist es nicht korrekt:
Quantitative Easing = Geld drucken
Ist auch logisch warum, wird sogar in ihrem vid erklärt, nur nicht komplett.