Kein kostenloser Kernenergie-Ausstieg
Nichts ist alternativlos, auch die Atomenergie nicht. Doch jede Alternative hat ihren Preis. Und der entscheidet über die Zukunft von Beschäftigung und Einkommen am Standort Deutschland. Angst und Emotionen sind trotz der Katastrophe in Japan kein guter Ratgeber. Verantwortliche Politik ist zur Vernunft verpflichtet, auch vor Landtagswahlen. Mit der Rückkehr zu dem rot-grünen Ausstiegsbeschluss aus der Atomkraft müssen ab 2015 die von den deutschen AKW erzeugten 23 Prozent des Stroms sukzessive anders bereitgestellt werden.
Erneuerbare Energie kann nur einen Beitrag zur Deckung dieser Lücke leisten, wenn sie in Großanlagen produziert wird, dies gilt vor allem für die Wind-Offshore-Anlagen. Die derzeit größte bestehende Anlage dieser Art bringt 300 Megawatt. Nach Beschluss der Bundesregierung sollen im Jahr 2030 rund 25.000 Megawatt auf diese Weise produziert werden. Zweifelsohne noch ein weiter und kostenintensiver Weg. Zudem sind wegen der großen Distanz zwischen den Windparks und dem Ort des Verbrauchs qualitativ andere Netze notwendig. Ihr Ausbau kostet laut Deutscher Energie-Agentur zwischen zehn und 25 Milliarden Euro, je nach gewünschter Übertragungsleistung.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Verzicht auf Kernenergie ohne neue Kohlekraftwerke nicht zur realisieren sein wird. Um die Leistung der nach dem rot-grünen Ausstiegspfad entfallenden Kernkraftwerke auszugleichen, müssten laut Deutscher Energie-Agentur bis 2020 Anlagen mit etwa 15.000 Megawatt, bis 2030 rund 28.000 Megawatt zugebaut werden. Zu beachten ist hier aber auch: In den letzten Jahren sind zahlreiche geplante Kohlekraftwerke aufgrund massiver öffentlicher Proteste eingestellt worden. Wie man sich auch entscheiden wird – alles hat seinen Preis.
Die Langfassung dieses Beitrags ist am 16. März 2011 im Handelsblatt erschienen.


Herr Hüther sie haben vergessen, dass Deutschland sehr viel Strom exportiert. Somit könnten ohne Probleme eine Reihe von Kraftwerken abgeschaltet werden. Auch kann das gesamte Potential der erneuerbaren Kraftwerke nicht genutzt werden, weil die Atomkraftwerke zu träge auf an und abschalten reagieren. Gaskraftwerke wäre da eine Brückentechnologie.
“Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Verzicht auf Kernenergie ohne neue Kohlekraftwerke nicht zur realisieren sein wird.”
Das sagt ihnen wer? Es gibt genug Rechnungen die das Gegenteil beweisen. Das Problem ist, dass beide Recht haben. Je nachdem wie man die Effizienzsteigerungen, die Wind- und Sonnenausbeute, etc. annimmt. Bewiesen ist damit gar nichts. Durch die Dezentralisierung der Kraftwerke spart man eine Menge Strom alleine durch die Vermeidung der Leitungsverluste. Dezentralisierung ist natürlich nicht im Interesse der Energiekonzerne. Wenn jeder Mensch einspeisen kann, dann verlieren sie ihre Monopolstellung. Um dies zu vermeiden schickt man Professoren vor, welche wieder auf Großkraftwerke verweisen.
Ich denke inzwischenauch, dass die Risiken und vorallem die derzeit ungeklärte Frage der Endlagerung, keine andere Option zulassen als einen kompletten Atomausstieg, dabei sollte man die zusätzlichen Kosten in Kauf nehmen.
Langfristig ist eine Umstellung auf regenerative Energien eh sinnvoll und kostengünstiger, hierzu zähle ich aber auch ausdrücklich die Kernfusion.
Die Argumente von Chriwi sehe ich ähnlich derzeit exportieren wir massiv Strom, daher kann man schon verzichten. Auch ist die Infrrastruktur unserer Netzte falsch ausgelegt sowie wird viel zuwenig an autarken Systmen gearbeitet, dann rechnet sich auch Solarenergie sehr schnell.
Inzwischen schenke ich vielen Professoren und vermeintlichen Experten, die nur Lobbyisten der Atomlobby sind, kein Vertrauen mehr.
Das Grundproblem bleibt trotzdem ein Alleingang Deutschlands ändert nichts an den Problmen, aber einer muss anfangen.
[...] Frage der Kernenergie. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft weist z.B. in einem kurzen Eintrag im Ökonomenblog auf das Offensichtliche hin: Nichts ist alternativlos, auch die Atomenergie nicht. Doch jede [...]
Billige Atomkraft?
Atomkraft ist nur billig weil nur ein kleiner Teil der wirklich entstehenden Kosten
berechnet wird.
Wie sieht es denn mit der Endlagerung aus? Der Müll wird etwa 100 000 Jahre
gefärlich sein. Es werden ein paar Leute diese ganze Zeit aufpassen müssen das mit dem Müll nichts schief geht. Hat mal jemand die Lohnkosten für diese Zeit berechnet?Wer wird wohl dafür aufkommen müssen? Ganz gewiss nicht die Aktionäre welche heute die Besitzer der Kraftwerke sind und tolle Renditen
einstreichen.
Mal ganz davon abgesehen wer wohl den imens teuren Rückbau dieser Anlagen bezahlen wird wobei auch noch riesige Mengen strahlenden Abfalls entstehen.
Oder wer entschädigt die Menschen in den Abbaugebieten in denen das Uran
gefördert wird?
Mag sein,daß die Atomkraft mal eine fortschrittliche Technologie war. Man war sich über die weitreichenden Konsequenzen eben nicht im klaren oder hat sie verdrängt. Einige Gewissenlose haben aber auch wieder besseren Wissen die Gefahren und Kosten verleugnet um sich die Taschen zu füllen.
Hat eigentlich mal jemand die Total Cost of Ownership eines Kernkraftwerkes mit Bau, Betrieb, technische Upgrades, Abriss und Endlagerung durchkalkuliert? Dazurechnen müsste man noch fiktive Versicherungsprämien eines Kraftwerkes für einen Super-Gau.
Ohne eine seriöse Kalkulation in diese Form vorzulegen, ist das Argument, Kernkraft sei eine preiswerte Energie eine unbelegte Behauptung, an der man berechtigt zweifeln kann.
@ Kammerjäger
Ich denke Atomkraft ist wohl mit Abstand die teuerste Art der Energiegewinnung, aber die wirklichen Kosten und Risiken werden ja nicht eingepreist bzw. von allen getragen.
Da aber jedes Land so handelt, ist man gezwungen das gleiche zu tun, sonst brauch man Atomstrom nicht mehr produzieren, da er tatsächlich fast unbezahlbar wäre.
Das Spiel mit der Angst.
Durch das Unglück in Japan fragen sich jetzt mehr Menschen als zuvor ob diese Technologie eigentlich vertretbar ist.
Und sofort wird diesem Nachdenken eine Drohung entgegengesetzt. EIN AUSSTIEG AUS DER KERNENERGIE WIRD TEUER FÜR EUCH !
Angst und Emotionen die der Autor hier nennt werden eingesetzt um die Menschen vom Nachdenken abzuhalten und sich möglicherweise gegen Kernenergie zu entscheiden. Statt dessen wird Angst vor Stromverteuerung und Arbeitsplatzverlust geschürt.
Angst und Emotionen sind aber eben ein guter Ratgeber wenn es um wirklich Existenzbedrohende und gefährliche Entwicklungen geht.
Ob die Bedrohung von Krieg , durch Fehlverhalten geförderte Krankheiten oder eben den Gefahren der Atomkraft ausgeht so schützen uns Angst und Emotionen davor uns in vermeidbare Gefahr für unser Leben zu begeben.
Im Verhältnis zu den vorab genannten Bedrohungen des Lebens erscheint eine Verteuerung des Stroms oder Arbeitsplatzverlust geradezu lächerlich!
Die Angstmacherei des Autors erscheint mir so abwegig als würde mir jemand drohen : Wenn du nicht von diesem Hochhaus springst, so nehme ich dir deinen Geldbeutel ab!
Wir sollten uns eben von solchen Panikmachern nicht beeindrucken lassen und trotzdem Nachdenken. Und vor allem müssen wir uns über die wirklich großen Bedrohungen im klaren sein.
@Surp
Umgekehrt ist es bei den Sozialsysteme. Da werden uns die Kosten vorgerechnet, aber sehr selten der Nutzen. Es ist bei solch komplexen Systeme auch sehr schwierig, Kosten und Nutzen gegeneinander zu stellen. Viele Zahlen sind absolut spekulativ.
@ Linsel
Dann würde es für die Regierung faktisch nur eine aktuelle Lösung geben: Die Subventionen für Ökostroom mit zusatzsteuern auf Kernenergie gegenfinanzieren.
Am Schluss entscheidet der Konsument immer nach dem Preis für die Leistung – fast egal woher die Leistung kommt. Also muss doch der preis für “Ökostrom” niedriger sein als Kernenergie. Anders lassen sich nur wenig Kunden begeistern.
Meine Forderung: Künstliche Preiserhöhung der Kernenergie durch eine Steuer welche die Kernenergie als die teuerste oder mindestens gleich teure Stromalternative gegenüber dem Konsumenten darstellt. Kernenergie darf nicht günstiger angeboten werden als alternative Energieformen.
bei Alkohol und Wassert hats doch auch in der Kneipe so funktioniert ;-)
wen Ökostrom und Kernenergie den gleichen Preis haben (Angebotspreis der Anbieter), was glauben Sie, für welches Produkt entscheidet sich der Kunde? Da liegt das Problem.
@ chriwi
Unsere Sozialsysteme haben zum Großteil den Nutzen Menschen einen Einkommensplatz (Das Wort Arbeit für diese Tätigkeiten halte ich für unangebracht) zu gewähren, sonst seh ich bei Ihnen keinen großen gesellschaftlichen/betriebswirtschaftlichen Nutzen (gilt für sehr viele weitere Berufsbilder, die wir inzwischen erfunden haben), daher bin ich ja ein großer Anhänger eines BGEs.
Zur Atomkraft muss man sagen, dass der Großteil der tatsächlichen Kosten eben nicht über den Strompreis an die Bürger weitergereicht wird. Dann wären wir bei dem Punkt von Markus, Atomkraft wäre jetzt schon teurer als andere Formen der Energiegewinnung und kein Mensch und kein Unternehmen würde sie mehr kaufen wollen, solange es etwas anderes geben würde.
Ich halte es oftmals für problematisch wenn sich der sogenannte Verbraucher entscheiden kann ob er das billigere Produkt Kauft obwohl er sich nicht im klaren ist welche Folgen sein oftmals kurzsichtiges Verhalten hat.
Das beste wäre wohl eine Volksabstimmung über die weitere Nutzung der Kernenergie . Es muß dabei umfassend über die Vorteile und Nachteile dieser Form der Energiegewinnung informiert werden.
Sollte die Gesellschaft sich gegen Atomkraft entscheiden besteht das Problem der Entscheidung für oder gegen nur des Preises wegen nicht mehr. Es ist ein wirklich großes Problem (ich würde sogar sagen eine wiederwärtige Einstellung) unserer Gesellschaft billig als gut zu bewerten und des niedrigen Preises wegen das Leiden oder die Gefärdung anderer zu ignorieren und/oder zu verdrängen.
Und das gilt nicht nur für für dieses Thema.
@Markus:
Der Preis für Atomstrom muß eben nicht künstlich erhöht werden.
Wenn sich schon keine bessere Lösung durchsetzen läßt müssen eben wie bereits erwähnt die vollen Kosten der Kernenergienutzung und ihrer Folgekosten und zwar für die nächsten 100 000 Jahre auf die heutigen Verbraucher dieser Energie umgelegt werden.
Ansonsten verlagern wir diese Kosten nur auf zukünftige Generationen.
logische mathematik..<:
nachfrage: wer mehr möchte…fordert
wer zufrieden ist…..will nichts verändern
wer sich nicht informiert….verpasst etwas
" WER WIE WAS WIESO WESHALB WARUM,
WER NICHT FRAGT BLEIBT DUMM……"
angebot: neuheit…modernisation….profithintergrund
wenig (bzw. garkeine) information über nachteile
letargisches hinnehmen von lügen, da man ja
"NICHTS ÄNDERN KANN"
kaufzwang durch falsche information
"" der mensch gönnt sich ja sonst nix "
der preis: der preis…..ist eine gegenleistung
für diejenigen, denen es an nichts fehhlt, ausser hirn
für diejenigen, denen es am arsch vorbei geht,
was mit der umwelt und ihren mitbewohnern passiert
für diejenigen, die nicht gefragt werden,
wie ihre zukunft aussehen soll (kinder)
fürdiejenigen,
die resigniert ihre SKLAVENarbeitverrichten,
obwohl sie die macht haben,
alles im namen der menschheit zu ändern
für die natur
die jedoch mit gewalt antwortet
erdbeben, zunamis, vulkanausbrüche, hurricans…..etc.
völker, die eine strategie des überlebens entwickeln,
die missioniert werden, um sie zu zivilisieren
ohne zu fragen, obsie das wollen
gesetze,
die unmenschlich und naturfeindlich sind,
spezies, die aussterben durch mangel an lebensraum
und contaminierung
erfolg: 2 klassensystem
70% der menschheit lebt unter der armutsgrenze
(nahrung,kleidung,gewalt,unfreiheit,krankheit,tod)
30% der menschheit lebt im úberfluss,
durch korruption und lebensverachtendem profit,
fazit und moral:
DAS SOLL DIE ZUKUNFT SEIN''''????????????????
zitat: würden wahlen etwas verändern, wären sie verboten
die wahre macht liegt beim volke, packen wirs an…
viel blabla vergeudet nur zeit, alles zu ändern
die MINDERHEIT, DIE AUF ATOMENERGIE SCHWÖRT, hat keine
MACHT, wenn der bürger endlich kapiert. eigenverantwortlich
zu sein für das, was ihm ein leben ermöglicht, satt, sozial und
fortschrittlich im sinne des lebens zu sein…
summe¨: genug nahrung für alle (es ist genug land vorhanden, um
seine bepflanzer zu ernähren)
gerechtigkeit auf allen ebenen
elimination von korruption,versklavung und diskriminierung
freiheit
was wollen wir denn noch?
der kommentar muss erst freigegegeben werden?
dazu hätte ich gerne eine ausgiebige information über meinungsfreiheit.
im sinne des verstandes
verbleibe ich mit freundlichen grüssen
@ Linsel
genau das habe ich damit gemeint. Die Kosten der Energie muss der Verbraucher (Privat & Gewerbe) zahlen, und zwar 1:1. Bei Kernenrgie ist das bekanntlich nicht der Fall – deshalb die “künstliche” Erhöhung. Wie beim Benzin angedacht (Biosprit).
man kann argumentieren wie man will. Der Verbraucher wird sich nicht beirrenlassen und am Ende auf seine Geldbeutel hören. Da ist keien Volksabstimmung von Nöten. Das ist Sache der Politik – dafür haben wir gewählt. Dafür gibts die Demokratie.
Simple Gleichung: Strompreis Kernnergie >= Strompreis regenerative Energie
Dann wäre das Problem gelöst. das halte ich für absolut sicher.
@ arte-famosa
ihre Grundsatzdebatt hat jetzt also genau was mit Kernenergie resp. dieser Diskussion zu tun?
“viel blabla vergeudet nur zeit, alles zu ändern”
Dann gehen Sie doch in eine Diktatur, da wird nicht viel geredet. Schöner Gedanke, nicht wahr? Demokratie und Information ist ein hohes Gut, bestehend aus REDEN.
“30% der menschheit lebt im úberfluss,
durch korruption und lebensverachtendem profit,”
–> ERGO: Interessanter Quatsch.
“würden wahlen etwas verändern, wären sie verboten”
–> BaWü wird wohl nie wieder wählen ;-)…auch interessanter Quatsch vom Stammtisch
Ja, die Menscheit, bzw. die Industrieländer sind schon die Bösen im Universum. Vielleicht sollten Sie sich anfreunden, dass die Welt nicht gerecht ist, niemals gerecht war und niemals gerecht sein wird. Auch das ein naturgesetz seit Jahrmillionen. Siehe Evolution. Willkommen im ungerechten Leben. Aber auch die menschen werden vielleicht irgendwann aussterben.
@ Markus
Die Art unserer Demokratie halte ich nicht mehr für Zeitgemäß.
Die repräsentative Demokratie war ein Fortschritt nach Abschaffung von Monarchien und Diktaturen. Ist aber heute der Weiterentwicklung der Gesellschaft im Wege.
Deshalb trete ich für die Einführung einer direkten Demokratie ein.
Das Modell der Schweiz oder das der altgriechischen Demokratie wäre ein weitaus fortschrittlicheres System als das heutige repräsentative.
Nur so kann verhindert werden,daß Politiker gegen das Volk regieren können und wie im Fall der Kernenergie gegen den Willen der Mehrheit agieren.
Ich halte es eben nicht für richtig,daß der Mensch auf die Rolle des Verbrauchers reduziert wird. Uns werden gefälschte Zahlen vorgelegt von “Volksvertretern” die unsere Interessen nicht mehr vertreten und werden korrumpiert von vermeintlich niedrigen Preisen deren wirkliche Nebenkosten uns nicht genannt werden um uns in ihrem Sinne zu manipulieren.
Damit muß Schluß sein.
Bis es so weit ist würde ich Volksabstimmungen zu solchen Fragen wie der Atomkraft sowie in vielen anderen Bereichen für den besten Weg erachten.
Es wird immer von Freiheit in Verantwortung getönt. Wir haben beides nur eingeschränkt ,solange wir meinen, Verantwortung an irgend welche Politiker deligieren zu können und dann auch noch so dumm sind zu glauben diese würden unsere Interessen vertreten.
In Deutschland leben einfach mehr Menschen als in der Schweiz, eine Volksabstimmung ist daher organisatorisch nur begrenzt möglich. Der Aufwand wäre enorm und der Bürger bald müde.
In einer Demokratie haben wir immer Volksvertreter, die nciht unseren Willen repräsentieren – sondern den Willen Anderer. Das ist der Kern der Demokratie.
Das Thema der Kernenergie war erst seit Japan wichtig, zuvor hats niemand interessiert, ausser einigen Wenigen. Die Masse hat es “hingenommen”, und auch war die Masse nicht dagegen. So bei Umfragen die Ergebnisse. Man wollte lediglich einen Ausstieg, aber nicht heute, sondern morgen. Durch Japan will man den Austieg nun am Besten schon gestern.
Auch schützt eine direkte Demokratie nicht vor “gefälschten Zahlen” oder Lobbyisten. Daran wird sich nichts ändern.
Freiheit und Verantwortung: kann das deutsche Volk im Gesamten überhaupt dies übernehmen? Halten Sie die Masse der Deutschen für so verantwortungsvoll? Schliessen Sie Egoismus aus?
Kompromisse sind eben das, was bei Demokratien herauskommt. Und das will niemand. aber so ist es in der Realität – ob direkt oder indirekte Demokratie.
@ Markus
In einer direkten Demokratie wird es natürlich auch Lobbyisten geben. Da haben Sie natürlich vollkommen Recht. Lediglich der Aufwand für eine Einflußnahme bei sehr häufig wechselnden Verantwortlichen wäre imens .
Zur direkten Demokratie gehört eben auch die Abschaffung des Berufspolitikers.
Die Größe des Landes halte ich nicht für problematisch. Nur die allerwenigsten Fragen müssen über Bundesweite Abstimmungen entschieden werden.
Die meisten Entscheidungen die getroffen werden müssen sind eher regionaler Natur. Und ich glaube wenn die Menschen merken ,das ihre Stimme etwas zählt,werden sie möglicherweise nicht so schnell ihrer neuen Macht überdrüssig.
Dazu gehört natürlich auch,daß die bereits existierenden Gesetze auf ihren Sinn geprüft und in allgemein Verständliche Sprache übersetzt werden müssen. Die Art wie unsere Gesetze gemacht werden und ihre Formulierung stammt noch aus dem Obrigkeitsdenken in dem die breite Masse diese gar nicht verstehen sollte. So wirkt der Weg der politischen Mehrheits-und Entscheidungsfindung auch heute noch eher abschreckend auf normal gebildete Leute. Was eben auch beabsichtigt ist.
Ach ja ,der Egoismus- Ja, gerade auf den baue ich. Niemand wird Gesetze oder Verordnungen oder Steuern und Abgaben erlassen under den er nach Ende seine doch kurzen Amtszeit dann selbst zu leiden hat.
Ich bin mir im klaren ,daß es in Deutschland wohl auf reformerischem Weg niemals eine direkte Demokratie geben wird. Um derart große Umwälzungen zu vollziehen bedarf es immer der großen Kriesen. Ohne Leidensdruck ist der Mensch halt nicht bereit neue Wege zu gehen. Die Kriese wird aber kommen.
Und ich hoffe das es uns bis dahin möglich sein wird auch andere gesellschaftliche Modelle ins Denken der Leute zu rücken ,als die übliche Diktatur .