Gewitterwolken am Konjunkturhimmel
„Neues deutsches Wirtschaftswunder“ und „Turboaufschwung“: Mit diesen Attributen verklärte die Politik in den vergangenen 12 Monaten die Konjunkturlage im Land. Doch mitten in der Sommerpause wird deutlich, dass sich die seit Monaten verschlechternden Frühindikatoren bereits auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen negativ auswirken.
Paradox dabei: Wohl selten hat eine Bundesregierung, trotz guter Konjunkturlage und deutlich gestiegener Beschäftigung, so wenig davon profitiert. Paradox ist aber auch, dass die vordergründige konjunkturelle Stärke die Handlungsfähigkeit der Politik lähmt, obwohl eine Vielzahl struktureller Baustellen dringend einer Lösung harrt. Da ist zum einen die Überschuldung der öffentlichen Haushalte. Wer thematisiert noch offensiv, dass Deutschland selbst im „Turboaufschwung“ nach wie vor Dutzende Milliarden Euro neuer Schulden macht
Zerknirscht stellen die Statistiker fest, was Millionen von Bürgern seit Jahr und Tag schmerzlich spüren: Die Kaufkraft des verfügbaren Einkommens tritt auf der Stelle oder sinkt gar. Zwar stiegen die Bruttoeinkommen, aber höhere Sozialversicherungsbeiträge und die Steuerprogression in der Einkommensteuer fraßen den Zuwachs nahezu auf. Den Rest des Kaufkraftschwundes erledigte die Geldentwertung. Doch dieses Phänomen ist bei Lichte betrachtet doch die logische Konsequenz einer Haltung, die immer mehr Aufgaben an den Staat delegiert. Je älter eine Gesellschaft aber wird, je länger und umfänglicher wir Bürger Leistungen des Staates für uns in Anspruch nehmen können, umso höher muss die Zeche für diejenigen sein, die das alles bezahlen
Nur wenn die Politik die steigenden Kosten des demographischen Wandels vom Lohneinkommen entkoppelt – durch ein Prämiensystem in der Kranken- und Pflegeversicherung etwa -, wird sie den Arbeitnehmern künftig noch reale Einkommenszuwächse verschaffen können. Und nur eine Politik, die das Einkommensteuerrecht auf Fairness, Transparenz und Leistungsfreundlichkeit trimmt und sich statt Tippelschritten auf ein Paul Kirchhof-Modell einlässt, erntet langfristige Prosperität in unserem Land. Und nur wer die Privilegien unseres öffentlichen Dienstes, vor allem des Berufsbeamtentums, ernsthaft beschneidet, wird den Kollaps der Länderhaushalte verhindern, die gewaltig unter den exorbitant steigenden Pensionsausgaben leiden. Ich will nicht Kassandra spielen, die Ihnen den Sommer zusätzlich vermiest. Aber glauben Sie ernsthaft an den für diese Herkulesaufgaben notwendigen Elan der Politik?


Tja Herr Metzger, eine schöne Zusammenfassung einiger Beiträge aus dem Blog.
Aber was ist die Lösung, wie bringt man die Politik dazu, endlich zu handeln? Die Zeit haben wir nicht, um ggf. in einer Wahl dafür abzustrafen und wie bekannt, nach einer Wahl ist vor der Wahl.
Wir schauen eben bequem zu, wie unsere Wirtschaft gemächlich durch (fette und faule) Politik und Lobbyismus zerlegt wird. Davon profitieren manchen, sicherlich, aber die Zeche zahlt die junge Generation. Und die wird daran kollabieren. Zu 100%.
Man siehts an Stuttgart 21. Als ob das das Kernproblem von BaWü wäre – wie kann man nur soviel Energie dafür aufwenden, wenn gegenüber des Bahnhofs die Menschen in Sorge auf die Zukunft blicken und nicht mal ausreichend Kitas zu verfügung stehen. Vielloeicht wäre das geld an anderer Stelle besser investiert und die Bahn soll ihre Investitionen selbst bezahlen – wie jedes ander Unternehmen auch. Ende der Subvention, dann ist auch dieses Thema erledigt. Aber das Sommerloch…
Diese deutsche Welt ist eigentlich unverständlich.
Wie wäre es mit BGE über 2 – 3 Steuern oder Gebühren finanziert und einem riesiegen Abbau von Arbeitsplätzen im tertiären Bereich, durch Streichung von Gesetzten, Verordnungen etc..
Dann wird man schnell feststellen.
1. Es gibt kein demografisches Problem (weil eh 2/3 der Gesellschaft keinen produktiven Beitrag leisten “müssen/können”)
2. Leistung lohnt
3. Fachkräftemangel ist eine Chimäre (Wenn 2/3 der Gesellschaft “arbeitslos” sind, kann es keinen Fachkräftemangel geben, außer Unternhemn nehmen nur noch Menschen mit einem IQ über 150 und 3 Armen)
Die Liste ist unendlich lang.
Dann braucht man unser (A)sozialsystem nicht mehr und wir können uns endlich den wirklichen Problemen unserer Zeit annehmen.
@ Surp
Und welche Steuern sollen dies sein? Zwingend: Die Steuer darf für den Verbraucher nicht substituierbar sein – bei einem massiven Anstieg der Mehrwertsteuer würden eine Vielzahl von produkten privat importiert werden (dies nur als Beispiel) – und wir hätten wiederum ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Steuerlast. Weiterhin führt dies zu einem massiven Anstieg der Schattenwirtschaft – vgl. hierzu Tabaksteuer und abgesetzte Menge. Nein, es wird nicht weniger geraucht – es wird einfach mehr auf dem Schwarzmarkt verkauft!
Diese Frage hat die Theorie des BGE bis heute nicht ausreichend begründet.
Finanztransaktion (Feige-Tax) und 25% Konsum, man kann noch überlgen, ob man Steuern nach einem ökoloischen Footprint erhebt, damit Ressourcenverbrauch eingespreist wird.
Außerdem würde ich Pkw und Lkw Maut dazu nutzen.
Man kann viele Ideen entwickeln, wie man es finanziert (die finanzierung ist überhaupt kein Problem, es besteht nur in unsere Köpfen), wichtig ist nur, dass man konsequent Erwerbsarbeitsplätze abbaut, sie verursachen derzeit eine sehr fragwürdige Ressourcenallokation.
Theoretisch müsste unser gesamte Fianzwirtschaft reformiert werden, denn auch hier werden eigentlich nur Werte vernichtet und nicht geschaffen.
“ökoloischen Footprint”
Alleine die Berechnung ist ein Wahnsinn und in der praxis eigentlich unmöglich, es sind Schätzwerte und damit unzureichend als Grundlage für eoine Besteuerung. Dieser ökologisch Fingerabdruck ist lediglich ein Wunschdenken der Grünen um die Produkte am Markt etwas einzudämmen. Ehrlich ist dieser nicht. Vergessen Sie diesen Quatsch am Besten sofort. Das ist meine Erfahrung in einer hierfür relevanten Branche. Hier wird nur der Verbraucher in die Irre geführt (wie zB mit dem Begriff “Bio”).
Die PKW/LKW Maut benötigt man für die Infrastruktur. Damit können Sie sonst nichts mehr weiterhin finanzieren – ebenso werden die Einnahmen an private Investoren geleitet (Privatisierung der Verkehrswege). Diese Einnahmequelle ist damit nicht zu gebrauchen – weil unzureichend vorhanden!
Finanztransaktionen: Sofort, unbedingt, ob mit oder ohne BGE.
25% auf Konsum: Das reicht bei Weitem nicht!
Wenn die Finazierung kein problem ist, warum können Sie mir dann diese nicht benennen? Die obigen Punkte sind jedenfalls nicht möglich. Fazit: Es ist also doch nicht so einfach. So etwas besteht nciht in den Köpfen, so etwas ist materiell. Sie können kein Geld verteilen, wenn Sie keine Einnhamen dagegen stehen haben. Also: Bei 80 Mio Einwohnern a 1500 Euro/ Monat benötigen Sie pro Jahr 120.000.000.000 – und dies nur zum verteilen. Staatsinvestitionen und weiteres gar nicht gerechnet. Das ist nicht möglich!
Schauen Sie mal in die staatlichen Bilanzen, wohin die Gelder gehen – da kann man einsparen, sicherlich, aber nciht diesen Betrag.
und wenn ich an die demografische Entwicklung denke – dann wird die Sache noch viel interessanter. Denn das System ihrer Finanzierung ist im Saldo ebenfalls von der arbeitenden Bevölkerung abhängig. Und damit kann es genauso wenig nachhaltig sein. Ich sehe nicht, warum die Gegenfinanzierung so einfach sein soll, ohne dass im gleichen Zug die Wirtschaft abgewürgt wird.
Ich glaube auch weiterhin, dass Ihnen die sozialen Folgengar nicht bewusst sind. Was glauben Sie ist die Folge, wenn plötzlich die Arbeitslosenquote vervierfacht wird?
Wenn Sie die Menschen nciht von der Strasse bringen, egal wie sinnlos die Tätigkeit auch sein mag – dann bekommen Sie ein Kriminalitätsproblem. Und genau das wird eine Folge sein. Eine massive Zunahme der Einwanderung will ich gar nciht erst abwarten wollen und die daraus resultierenden Folgen – nämlich eine Abwanderung der Fachkräfte, welche durch Ihre Arbeit genau die finanzieren. Die Schweiz würde sicherlich gerne meine Kompetenz in Anspruch nehmen, andere Länder ebenfalls. Ich bin persönlich nicht bereit, ein solches System zu unterstützen, welches nicht auf Leistung und Arbeit basiert sondern auf Anwesenheit. Ich habe die Wahl.
Sie können auch die Noten in den Schulen abschaffen, damit jeder einen Abschluss bekommt – und der Markt darf dann objektiv entscheiden. Das wäre der gleiche Wahnsinn.
@ Markus
Der Betrag bei 1500 liegt bei ca. 1,5 Billionen pro Jahr, man brauch aber nicht unbedingt soviel es liegt wie gesagt an der Finanzierung. Alles in unserem System ist ein Kreislauf, der eine bekommt mehr der andere weniger.
Der Großteil der Finanzierung findet über Arbeitsplatzabau statt.
Schäuble sagte unser Sozialstaat kostet 1 Billionen Euro pro Jahr, daher einfach anders umverteilen, das ist aber nur ein kleiner Teil unserer Umverteilung, es gibt viel mehr. Wie gesagt ich behaupte 2000 Euro stellen kein Problem dar, troztdem würde ich eher am Existenzminimum anfangen und später es erhöhen.
Wenn man bereit ist, das Geld, was man jetzt in Erwerbasarbeit steckt umzuverteilen, ist viel mehr möglich.
Wie gesagt es ist nur eine andere Ressourcenallokation.
Sie lassen sich von Zahlen blenden, die inzwischen keine Aussagekraft mehr besitzen, BIP als Beispiel genannt.
Nachhaltigkeit funktioniert schon jetzt, zum Beispiel kann man nur Dinge leihen etc..
Aber als das ist wie gesagt sehr utopisch, nur kann man darüber nachdenken. Die meisten Menschen sind gefangen in einer kleinen Welt, die sie so eben noch verstehen, dabei kann die große noch einfacher zu verstehen sein, wenn man es denn wollte.
Die größte Lüge unserer Zeit ist, dass alles sehr komplex ist, das ist nicht wahr, die meisten Dinge haben wir komplex gemacht.
Fachkräftemangel ist eine Chimäre, wie so viel anderes auch.
@ Surp
Wieviele der “Erwerbsarbeitsplätze” sind betroffen, wievielen Menschen wollen Sie sagen, dass alles, was sie bisher gemacht haben, eigentlich vollkommen überflüssig ist und damit keine Daseinsberechtigung hat?
Was denken Sie in ihrem ökonomischen Modell, machen diese Menschen in der Zukunft? Rumsitzen?
Ihr Modell, so nett auch immer die Utopien sein mögen und so schön es auch sein könnte, ist nur die Hälfte. Denn Sie vernachlässigen die soziale (persönliche) Seite vollkommen. Und das ist ihr grösster Denkfehler.
Einem menschen zu sagen, er wird nicht gebraucht, ist so ziemlich die Härteste alle Darstellungen. Sie entziehen die Grundlage unserer Gesellschaft und verlangen eine Neuordnung der Werte.
und was denken Sie weiterhin, werden andere Staaten über uns sagen? Ist dann noch das Bild des Deutschen und die vermittelten Werte so gut wie heute? Die Duetschen genieesen in der Arbeitswelt ein hohes Ansehen, aus diesem Grund sind unsere Exportorientierten Unternehmen erfolgreich (und natürlich weil die Produkte gut sind). Aber Sie graben faktisch das Wasser ab.
Ihre Theorie weist maßgeblich Lücken auf und Sie können oder wollen diese nicht schliessen – vielleicht weil ihre Theorie eben nur eine solche ist!
@ Markus
Die Erwerbsarbeitsplätze treffen hauptsächlich den tertiären Bereich (vorallem Armutsindustrie, Steurn etc., alles was man eben eigentlich nicht braucht), indirekt aber auch den sekundären und marginal die primären Sektor.
In unser Gesellschaft bekommen mehrer Millionen Menschen fast jeden Tag gesagt, dass man sie nicht braucht, daher halte ich das für vertretbar. Außerdem wird sich durch die Kaufkraft eine echte Dienstleistunggesellschaft entwicklen können und durch die hohen Leistungsanreize (wer was tut hat mehr, ganz simples Prinzip), werden wir sowas ähnliches wie tatsächliche Vollbeschäftigung haben.
Wie gesagt Markus, ich kann noch soviel erklären etc.. All das was ich denke setzt eine etwas andere Sicht der Dinge voraus, die ich selbst vor 2 Jahren niemals gehabt hätte. Die Möglichkeiten unserer Zeit sind eben ganz andere als die aller vorherigen Jahrhunderte.
Das einzige wo sie mir hoffentlich zustimmen werden unser derzeitiges System ist so nicht zukunftsfähig und relativ ungerecht. Außerdem halte ich es für mich moralisch nicht vertretbar, dass wir immer mehr relative Armut bekommen, dass kann doch nur wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Eine Frage interessiert mich noch, welche Lücken weißt meine Theorie wirklich auf, außer das wir Menschen für sie noch nicht bereit sind (die Lücke ist natürlich erheblich^^)?
Nun habe ich die KOmmentare mit fast noch mehr Interesse gelesen als den eigentlichen Artikel.
Bemerkenswert finde ich hierbei die beiden folgenden Stellen von Ihnen beiden:
Markus:
Die größte Lüge unserer Zeit ist, dass alles sehr komplex ist, das ist nicht wahr, die meisten Dinge haben wir komplex gemacht.
Surp:
Einem menschen zu sagen, er wird nicht gebraucht, ist so ziemlich die Härteste alle Darstellungen. Sie entziehen die Grundlage unserer Gesellschaft und verlangen eine Neuordnung der Werte.
Na da sind Sie doch fast einer Meinung, oder sehe ich das falsch. Gerade hier in Deutschland profitieren wir von der Qulität der Produkte die hier entstehen und dies beruft sich auch auf die noch immer verbreitete Meinung, das der deutsche Michel nicht nur gut arbeitet sondern gerne gute Arbeit abliefert. Nun ja wie gesagt der Ruf ist noch da, nur leider ist die realität etwas anders. Es wäre doch ein ordentlicher Ansatz wenn der Erwerbstätige wieder eine höhere Identifikation mit seiner Arbeit erhalten würde (neben einer anständigen entlohnung versteht sich), dies ist ein Faktor der neben der Qualität auch die Leistung des einzelnen erhöht und somit dem Markt ingesamt weierhilft.
Leider ist aber das Empfinden des einzelnen Erwerbstätigen nicht einer betriebswirtschaftlichen Kennzahl zuzuordnen und wird daher nur selten beachtet. Dabei machen es einige große und langfristig erfolgreiche Firmen immer wieder vor. Ganz im Fussballverständnis: Es braucht halt ein gutes Team um eine ordentliche Leistung zu zeigen.
@ MACDalchow
Ja, das ist richtig. Die Kommentare halte ich auch für besser als die Artikel ;-)
@ Surp
“Außerdem wird sich durch die Kaufkraft eine echte Dienstleistunggesellschaft entwicklen können und durch die hohen Leistungsanreize (wer was tut hat mehr, ganz simples Prinzip), ”
Also, Sie setzen damit voraus, dass jeder abegabute “überflüssige” Arbeitsplatz ersetzt werden kann – durch eine echten, produktiven Arbeitsplatz. Nun frage ich Sie: Was macht ein Steuerberater in Zukunft? Sein Job ist überflüssig, seine Qualifikation sehr spezialisert. Die Menge an Steuerberatern kann die Wirtschaft nicht gebrauchen, also haben wir im Saldo einen Überschuss. Wo soll dieser Mensch eine neue Arbeit finden? Oder wollen Sie diese Menschen wieder ganz von vorne anfangen lassen? Studium, Praktika, Lehrzeiten, ggf. Auslandserfahrungen, Fortbildungen – alles plötzlich hinfällig?
Durch die Kaufkraft wird sich keine Dienstleistunggesellschaft entwickeln, sondern eher die gegeben Marktkonzentration verschärfen. Es ist heute enorm schwierig, eine Unternehmung zu gründen und damit leben zu können. das Risiko und die psychische/ physische Belastung sind enorm. Profitieren werden die Eigenkapitalstarken Anbieter – diese werden nicht zulassen, dass der Kuchen geteilt wird. So ist es auch heute schon. Da gehen Sie als Existenzgründer unter (und nur wenige haben überhaupt eine grundlegende Qualifizierung für so etwas). Und warum sollten die Unternehmen proportional viele Arbeitnehmer einstellen? Skaleneffekte belegen das Gegenteil und die Prozessoptimierung gibt den Rest.
Im BGE Prinzip werden Sie massiv Arbeitslosigkeit generieren. Und die Folgen habe ich oben schon genannt.Ich sehe in keinster Weise, wo Sie einen echten Ausgleich schaffen. Sie wissen gar nicht, wieviele Millionen Menschen die Arbeit als nutzbringendes Übel verstehen. Das Engagement ist übersichtlich, der Reiz ist einzig das Einkommen und vielleicht noch die Kollegen. Aber das war es schon. Hier sind die Unternehmen selber schuld, weil oft die Miteinbeziehung der Belegschaft fehlt. Typischer Managementfehler.
Sie appelieren so sehr an die Werte und Moral, das ist leider nicht realistisch. Die Menschen sind sher oft wie Schafe – Sie wollen gelenkt und getrieben werden und nur frisches Grünzeugs haben. Dann sind Sie glücklich. Vielen reicht das. Und jetzt auf mehr Selbstverantwortung pochen – da sind zu viele überfordert. Ich bin jetzt mal gemein: DAs haben wir bei der Öffnung der DDR gesehen. Wenn der staaltliche Apparat plötzlich weg ist und die Menschen sich selbst überlassen sind. Was glauben Sie, warum selbst heute so viele Ältere das das kommunistische System zurück wollen? Weil es einfacher war! Nicht denken. fertig.
Im Grundsatz stimme ich voll mit Ihnen ein, aber sorry – das BGE halte ich für eine Utopie. Eine interessante durchaus – wenn es denn wirklich funktionieren würde. Aber der Faktor “Mensch” schafft das nicht. Wir wissen, dass es gehen könnte, die Masse sind aber eben “Schafe” (ist nicht böse gemeint, aber gucken Sie mal bei einer IKEA Eröffnung, beim Schlussverkauf, bei einem Fussballspiel, etc.). Ich schliesse mich davon nicht aus. Mähhh ;-)
So sind wir eben, immer anders. Und das lässt sich nicht berechnen.
Unser System muss anders werden. Das ist richtig. nur wie?
Hier mal meine Utopie. Folgende Schritte sollten jeweils im Abstand von 3 Monaten durchgeführt werden:
1. Abschaffung des Beamtenstatus (keine neuen Beamten mehr)
2. Pflicht aller Bürger (ausnahmslos) zur Gesetzlichen Krankenversicherung
3. Bürgermitbestimmung bei Haushaltsfragen auf Kommunal & Landesebene (40% Stimmrecht durch Bürger)
4. Streichung ausnahmslos aller Subventionen
5. Einführung eines dreistufigen Steuersystems (und damit auch die Streichung aller Freibeträge, Kostenabzüge, etc.)
6. Einheitlicher MwSt.-Satz von 19%
7. Einführung einer PKW Maut auf Autobahnen und Bundesstrasse durch Vignette, LKW Maut auf allen Autobahnen und Bundesstrassen
8. Anspruch auf Ganztagesbetreuung für Kinder ab 2 Jahren (7.30 – 16.30 Uhr)
9. Einführung der Ganztagesschulen mit Freizeitangeboten (Integration der Vereine)
10. Einführung einer Bürgerkommission zur Kontrolle der politischen Leistungspflicht mit Sanktionsmöglichkeiten (bei Nichtanwesenheit von Sitzungen wird das Einkommen dezimiert, bei Verschwendung ebenso, usw.)
So, da haben wir doch mal nen Ansatz wie wir das aktuelle System ein wenig ändern können. Die Reihenfolge ist beliebig, aber es würde sich innerhalb einer Legislaturperiode machen lassen. Klar gibt es weitere Punkte wie zB Studiengebühren, Unternehemensbesteuerung, Kündigungsschutz, etc., aber alles kann ich nunmal nicht auflisten. Das müsste man dann ergänzen.
Dies nur als Anfang.
@ Markus
“Wir wissen, dass es gehen könnte, die Masse sind aber eben “Schafe” (ist nicht böse gemeint, aber gucken Sie mal bei einer IKEA Eröffnung, beim Schlussverkauf, bei einem Fussballspiel, etc.). Ich schliesse mich davon nicht aus. Mähhh ;-)
So sind wir eben, immer anders. Und das lässt sich nicht berechnen.”
Naja, ist halt die Frage was die Masse määht, daher isses garnicht so utopisch.
Eine Sache haben sie missverstanden ich gehe nicht davon aus, dass mehr produktive Arbeitsplätez entstehen, das ist sehr unwahrscheinlich, außer wir verweigern uns dem technischen Fortschritt total.
Ich gehe davon aus, dass ausschließlich Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich entstehen, diese sind dann aber frei von den Menschen gewählt und werden ihnen nicht direkt oder indirekt aufgezwungen.
Ich appeliere nicht an Werte und Moral, mein Prinzip ist ganz simpel, man nimmt denen die mehr haben etwas weg und gibt dies “direkt” (ohne blöde udn teure Umwege) an alle Bürger, dass ist eine der wichtigesten Aufgaben des Staates.
In einem guten BGE-System sind die Grundgedanken des Neoliberalismus (soziale Marktwirtschaft) nahe zu perfekt umgesetzt, da man sich so unglaublich viel Bürokratie, Previlegien, Vetternwirtschaft, Überwachung, Subventionen etc. sparen kann, dass eigentlich jeder gewinnen sollte. Die, die die Hauptleister sind erkaufen sich hohe Freiheit (kein Kündigungsschutz etc.) und Sicherheit (weniger Kriminalität, hohe Rechtssicherheit), die Empfänger das gleiche nur eine andere Art (keine Existenzängste, besser Verhandlungsstellung etc.).
In meinem BGE-System findet ja auch eine extreme Liberalisierung der gesamten gesellschaftlichen Bereiche statt.
@ Surp
“Eine Sache haben sie missverstanden ich gehe nicht davon aus, dass mehr produktive Arbeitsplätez entstehen, das ist sehr unwahrscheinlich, außer wir verweigern uns dem technischen Fortschritt total.”
na das meine ich doch mit produktiven Arbeitsplätzen. Aber egal – ich behaupte, dass Sie durch die BGE Reformierung rund 5-8 Mio Arbeitsplätze überflüssig machen (reine Schätzung). Was genau sollen die Menschen dann machen – was verstehen Sie darunter in Ihrem Dienstleistungsbereich? Hier fehlt mir vielleicht der kreative Weitblick – bitte um besipiele, weil ich das für essentiell halte.
Jeder Anbieter, egal ob Ware oder Dienstleistung hat ein Grundproblem – er ist abhängig von der Nachfrage. Welche Dienstleistungen werden denn in der Zukunft so massiv nachgefragt?
Freiwilligkeit: Sie können bereits heute wählen. Sie wählen aber nach wirtschaftlichen Aspekten und sind damit unfrei. DAs wird immer so sein. Alles andere ist nicht realistisch. manche haben das Glück und finden den “Traumberuf”. Die Meisten aber haben eine Kompromisslösung. Und wer auch im BGE System mehr Geld haben möchte muss sich der wirtschaftlichen Regelung gem Angebot/ Nachfrage beugen. Das wird niemals anders sein – ausser im Kommunismus/ Planwirtschaft.
Ich denke eben auch, dass zwar anfangs durchaus eine wunderbare Liberalisierung stattfindet – ich sehe aber auch in der weiteren Entwicklung ein leichtes Chaos bzw. der Schwenk wieder hin zum aktuellen Wirtschftssystem mit den ökonomischen regeln. Und hier werden viele untergehen – und dies führt zu einem gesamt-gesellschaftlichen Chaos. Es gibt keine Welt, in der alle gleich sind. Das ist eifnach Wunschdenken. Selbst in der Natur kommt dies nicht vor. Eine Blume wird immer grösser sein und der anderen das Licht wegnehmen.
Schauen Sie doch unser System heute an: Es vernichtet sich faktisch selbst durch zunehmende Marktkonzentration und kollabiert aufgrund der Demografie.
Wieso soll das BGE System davor gewappnet sein? Warum soll das BGE Jahrzehnte funktionieren? Alleine schon eine massive Umverteilung von reich zu Arm führt doch ganz klassich zum Abfluss des Kapitals (Wäre ich reich würde ich mein Kapital schützen, um fast jeden Preis). Und schon ist eine Quelle des System entzogen. Und wenn Sie weiterhin Reiche hoch besteuern – worin liegt der Anreiz reich zu werden? Dann bilde ich eine Gesellschaft im Ausland und – ups – Geld ist weg und wird in XY versteuert – ganz legal. Auch das BGE System ist dem internationalen Steurwettbewerb ausgeliefert.
@ Markus
Ich baue 20 Millionen Arbeitsplätze ab, vielleicht mehr und trotzdem werden wir insgesamt einen erheblichen Wohlstandsgewinn zu verzeichen haben, da das System anders funktioniert.
Ich will niemanden gleich machen, ich geb nur jedem die gleiche Basis. Danach ist er komplett selbstverantwortlich. Wer die ganze Zeit nur damit beschäftigt ist, sich irgendwie über Wasser zu halten ist selten zu Innovationen fähig.
So einfach ist das mit dem Kapital auch nicht, wo soll es denn hin, langsam wird es eng, oder? Außerdem spielt Kapital keine große Rolle, nur die Realgüter sind von Interesse, Kapital hat Macht, weil wir es mächtig machen.
Außerdem nehme ich nur indirekte Steuern, Finanztransaktion (Feige-Tax) und Konsum, evtl. Ressourcenverbrauch sowie Gebühren auf Nutzung der Infrastruktur (die jedem Bürger unveräußerlich zu gleichen Teilen gehört).
Die Demografie ist nur ein Problem, wenn man die Menschen für produktive Arbeitsplätze brauchen würden, dies tun wir mitnichten. Jeder Pflegeplatz ist in meinen System leicht finanzierbar und stellt kein Problem dar. Es findet ja auch eine umfassende Gesundheitsreform statt mit sehr hohen Eigenanteil, da der soziale Transfer durch das BGE vorher gegeben ist. Warum sollte ein Pflegefall also nicht sein gesamtes BGE dafür bezahlen, außerdem wird die menschliche Arbeitskraft billiger, da die Lohnstückkosten (kein SV und keine direkten Steuern auf Arbeit) erheblich sinken und man auch theoretisch für 1 Euro die Stunde arbeiten kann, da man immer mehr zur Verfügugn hat als ohne diese Tätigkeit.
Ein Dienstleistungsbereich entsteht dadurch, dass die Menschen Kaufkraft haben und Leistungen nachfragen werden, die sie selbst nicht können/wollen und es wird Menschen geben, die diese anbieten.
Ich stell mal eine sarkatische Frage, warum sind wir bereit Unmengen an Bürokratie und anderen Schwachsinn zu bezahlen, aber der gesamte Menschen betreffende Bereich soll am besten ehrenamtlich ausgeübt werden, dass ist doch krank, sind wir wirklich solche Monster?
Ich kann das nicht erklären, wenn man es nicht denken will, ganz einfach. Ist wie mit der Erde, die mal eine Scheibe war.
@ Surp
Es wird niemand in Deutschland für 1 Euro arbeiten – seine Freizeit wird er höher bewerten. Klar aht er mehr durch Arbeit – aber immer noch zu wenig (Lohnabstandsgebot). Deshalb wird es nicht funktionieren.
Arbeitsplätze: nur weil die Nachfrage nach bestimmten Gütern/ Dienstleistungen steigt, bedeutet dies nciht, dass dadurch auch proportional Arbeitsplätze entstehen. Denn ein Anbieter benötigt die Kompetenz. Und damit schliessen Sie schon sehr viele aus. Z.B.: Ich sehe enormes Potential in OnlineShops. Aber ich habe keine Kompetenz, also kann ich – obwohl Nachfrage vorhanden – keinen eröffnen. Weiterhin fehlt mir das Kapital (welches ich mangels Kompetenz nicht erhalte) und weiterhin ist die besetehende Konkurrenz enorm. ergo: Ich habe Pech und muss mir etwas anderes suchen. Und damit stehe ich dann wieder am Anfang und bei meinem BGE. Nichts gewonnen, sondern untergegangen.
Sie gehen weiterhin davon aus, dass durch die sinkenden Lohnkosten auch die Produkte billiger werden bzw. Status Quo halten. Das wird kein vernünftiges Unternehmen so machen – wenn die Kaufkraft steigt, aknn ich die Preise erhöhen. Langsam, aber stetig. Im Saldo verdienen die Quasimonopole sehr viel Geld, der Bürger ist wieder der Dumme.
Weiterhin: ich bin nicht bereit, für die Bürokratie zu bezahlen. Aber ich habe keine Wahl, denn in der Verwaltung ist der Staat Monopolist und kann willenlos die Preise und die gezwungenen Leistungen festlegen. Das ist mangels Wettbewerb so. Aber die Entbürokratisierung wünschen sich wohl alle Reformer.
Das Modell des BGE ist hochinteressant, aber missachtet nach meiner Auffassung die elemanteren Grundregeln der mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung. Ich sehe im BGE Modell zu viel ceteris Paribus Argumentation. ich selbst gehe davon aus, dass der Mensch dem Menschen stets ein Wolf ist und letztlich auch nur die egoistische Lebensweise zählt. Unterm Strich ist sich jeder selbst der Nächste.
Ach so: Kapital ist mächtig, ja, weil eigentlich jeder Mensch käuflich ist. Der Arbeitslohn spiegelt genau das wieder: das Unternehmen “kauft” den Menschen, dessen Engagement und Loyalität (Vgl. auch Effizienzlohntheorie/ Opportunitätskosten).
Ich sehe aber ihre Argumentationen bzgl. der Innovationen genauso. Wir sind in unserer kleinen bescheidenen Welt derart mit Überflüssigem beschäftigt, plagen uns täglich udn verschwenden mit nutzlosem unsere Zeit, dass nicht nur unsere kreative Seite vollkommen erstickt, sondern dass auch die Grundlegende Werte wie zB Familie vernachlässigt werden (siehe Kinderzahl in Deutschland, Scheidungsrate, etc.). Fragen Sie mal Jugendlich und junge Erwachsene bis 25 Jahre, was wichtig ist im Leben. Ich höre so oft diese Antwort: Viel verdienen.
Warum studieren die Meisten? Um später mehr Geld zu verdienen. Nicht, weil Sie ein eigenes Interesse an dem Studienfachh haben und deshalb gerne tiefer in die Materie wollen, nein, reine materialle Gründe.
Wenn ich so etwas wertloses höre, dann werde ich oft sehr müde.
“Das Modell des BGE ist hochinteressant, aber missachtet nach meiner Auffassung die elemanteren Grundregeln der mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung. Ich sehe im BGE Modell zu viel ceteris Paribus Argumentation. ich selbst gehe davon aus, dass der Mensch dem Menschen stets ein Wolf ist und letztlich auch nur die egoistische Lebensweise zählt. Unterm Strich ist sich jeder selbst der Nächste.”
Ich auch, deshalb funktioniert das BGE, da es keinen Anspruch an die Menschen stellt außer ihre Gier auszuleben.
“Es wird niemand in Deutschland für 1 Euro arbeiten – seine Freizeit wird er höher bewerten. Klar aht er mehr durch Arbeit – aber immer noch zu wenig (Lohnabstandsgebot). Deshalb wird es nicht funktionieren.”
Mehr ist mehr, ich wette es wird welche geben, es gibt genug Leute, die für nichts arbeiten, obwohl sie es nicht müssen.
“Warum studieren die Meisten? Um später mehr Geld zu verdienen. Nicht, weil Sie ein eigenes Interesse an dem Studienfachh haben und deshalb gerne tiefer in die Materie wollen, nein, reine materialle Gründe.”
Wenn sie altgrichische Geschichte studieren lachen sie viele aus und halten sie für verrückt, oder?
Nicht WAS man studiert, sondern WARUM man studiert. Auch BWL kann durchaus brotlos sein. Der Inhalt des Studium stellt sicherlich keine Garantie für eine Arbeitsstelle dar.
“Mehr ist mehr, ich wette es wird welche geben, es gibt genug Leute, die für nichts arbeiten, obwohl sie es nicht müssen.>”
Mehr ist eben nicht unbedingt mehr. Ganz ehrlich: Für 1 Euro/ Stunde arbeite ich nicht. Auch wenn ich danach 1 Euro mehr habe. Und wenn Sie per BGE jedem 1500 Euro geben, dann wird definititv niemand für dieses zusätzliche Einkommen seine Arbeit anbieten – weil es zu wenig ist. Die Kaufkraft steigt nur minimal und damit ist es nicht Anreizkompatibel. Schauen Sie doch mal in die Tarifverträge. Erst heute habe ich eine Forderung gehört, dass man doch gefälligst 30 Tage Urlaub im Jahr durchsetzen soll. Bezahlt natürlich. Wir arbeiten immer weniger und bekommen immer mehr (nach Vertrag). Das kann nur kollabieren. wieso braucht ein AN 24 Urlaubstage im Jahr zzgl. massenhaft Feiertage? Kann das nicht das Unternehmen regeln – auch dadurch entsteht Wettbewerb.
Wer arbeitet denn für nichts?
“Wer arbeitet denn für nichts?”
alle Ehrenamtlichen, Hausfrauen etc.
Bei der Liberalisierung des Arbeitsmarktes bin ich ganz bei Ihnen, ich denke es sollte maximal 15 Tage bezahlten Urlaub geben und bei Krankheit keinen Cent. Ich bin gegen jedwede Besserstellung des Einen gegen den Anderen, daher lehne ich auch den Kündigungschutz etc. ab. Ich schaffe ja auch Renten udn Pensionen ab, da sie ungerecht sind.
Arbeitgeber haben für mich keine soziale Aufgabe, wenn sie unmenschliche Arbeitsbedingungen bieten, wird eben keiner die Arbeit in einem BGE-System machen bzw. sie muss extrem gut vergütet werden und das ist verdammt gut so.
Ich würde für 1 Euro arbeiten, wenn die Arbeit Spaß macht, warum nicht? Ich arbeite jetzt schon umsonst.
Hausfrauen: Transferzahlungen?
Ehrenamt: Zum einen ist dies Hobby und hat daher mit einem Arbeitseinkommen nichts zu tun – oder es sind soziale Engagements, welche zeigen, dass man auch übder die monetäre Leistungen hinaus durchaus zu Taten bereit ist. Durch das BGE ändert sich daran doch nichts.
Diese Engagements muss man klar von der normalen “Arbeit” abgrenzen, denn die Motivation ist eine gänzlich andere und der Vergleich das alte Leid von Birnen und Äpfeln.
Beim Arbeitsmarkt sind wir vollkommen einer Meinung.
Mit macht meine Arbeit (ich habe mehrere) sehr viel Spass – aber für 1 Euro wäre mir meine Freizeit mehr wert. Obwohl mir dann sicherlich etwas fehlen würde. Vielleicht ist es auch nur Gewohnheit.
wenn Sie jetzt schon umsonst arbeiten: 1. Was machen Sie, 2. Wovon leben Sie?
Und sagen Sie mir jetzt bitte nicht, dass Sie schon genug Geld verdient haben und deshalb zum Leben keinen weitern gehalt mehr benötigen – denn dann beziehen Sie eine “ewige Rente”, und bekommen doch was dafür.
Ergänzung:
Es fällt mir auf, dass wenn über Reformen des Steuerpolitischen Systems, gesprochen wird, auch bei Subventionen, dass niemals die Systematik der Steuerklassen angesprochen wird. Dies aber nur als Denkanstoss.
@ Markus
Als sie sind der Meinung, dass ehrenamtliche Arbeit weniger wert ist als ein Großteil der Erwerbsarbeit, ich sage ihnen es ist eigentlich genau umgedreht.
Arbeit muss für sie Quälerei sind, damit es Arbeit ist, gehts noch? Die Folgeerscheinungen für unsere Gesellschaft sind derzeit schon teuer genug.
Ich habe geerbt. Ob ich nochmal arbeiten muss (in Ihrem Sinne), ich arbeite, aber hauptsächlich aus Intresse (Spaß ist es leider nicht), kann ich nicht sagen.
Ich weiß nicht was mit Vermögen passiert, wer kann garantieren, dass nicht irgendwann die Wut so groß ist, dass man Menschen enteignet?
Ich sage schon ewig, dass man Subventionen abschaffen soll. Ich bin grundsätzlich für eine extreme Deregulierung und Liberalisierung. Aber man darf die Menschen dabei nicht vergessen.
Sonst landen wir in einer Oligarchie oder einem Feudalsystem, auf dem besten Wege sind wir bereits und das ist nicht übertrieben, auch wenn es sich polemisch anhört.
Sie wollen im klein klein etwas verändern, nur dafür ist es seit 30 Jahren zu spät.
Ich habe nie etwas über den Wert der Arbeit als solche beschrieben. Ich sagte auch nie, dass Arbeit Quälerei sein muss. Das haben Sie sich so hingezogen. Ist aber weit weg von meiner Aussage.
Die Frage war: Warum leistet jemand etwas durch Ehrenamt? Und warum etwas nur gegen Bezahlung? Das hat rein gar nichts mit dem wert der Tätigkeit zu tun. Sodnern mit der Motivation. Die Frage können Sie isch selbst beantworten.
Enteignung: Und was ist die Erbschaftssteuer? Enteignung ist heute durchaus alltäglich, nehmen Sie als Beispiel Bauprojekte, Autobahnen, da werden die Grundstücke eben enteignet. Aus und fertig. Wenn Sie Steuern bezahlen, haben Sie keinen Anspruch auf Gegenleistung, im gegensatz zu Abgaben. Was also sind denn ihrer Meinung nach Steuern, wenn nicht (Teil-) Enteignung? Was wäre denn eine Reichensteuer?
Auf diese Antwort bin ich gespannt.
Für Änderungen ist es niemals zu spät, warum sollte dies so sein? Nur weil etwas lange Zeit nicht effektiv v´betrieben wurde, bedeutet dies doch nicht, dass es in Stein gemeiselt ist. OK, in der Politik leider schon.
Ich habe mich auf die (damals) neuen Minister wie Rösler gefreut, endlich eine junge Mannschaft, endlich Veränderung. Nix ist passiert. Ich habe mich auch auf die Veränderung in BaWÜ gefreut, endlich die Chance etwas zu ändern. Nur weil seit Jahrzehnten die CDU regierte bedeutet dies eben keinen Pauschalnanspruch auf den Ministerplatz. Und heute? Lesen Sie die Zeitung und schauen Sie sich das Kasperltheater an.
Solange es keine echten Querdenker mehr gibt, solange wird sich nichts ändern. Und gibt es einen, dann wird er von seinen Parteikollegen und natürlich der Opposition zerlegt. Das ist es, was uns in Deutschland schwächt, dass wir nicht zusammenhalten und dass man stänbdig dagagegen sein muss nur um sich etwaig selber profilieren zu können. Und der Präsident, der eigentlich ein Machtwort sprechen muss? Naja, der vergibt fröhlich Preise für kaum nennenswerte Leistungen und scheint nur noch umherzuschweben. Da lob ich mir den Vorgänger – aber er hatte genug von den Politikern und den Intrigen und Machtspielchen – aber er hatte Charakter und war kein Ja-Sager. Das lob ich mir. Er hat gekämpft. Sie habe schon aufgegeben, wenn sie sagen, Verändeurngen sind nicht möglich. Dann tun Sie mir leid, denn Sie schauen nach unten und nciht nach vorne.
@ Markus
Politik ist ein dreckiges Gesdchäft, war es immer. Die Macht sollte von Volk ausgehen udn nicht von bestechlichen Marionetten. Ich habe letztens einen inetressanten Artikel gelsen, der mich über zeugt hat.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602
Daher möchte ich ja auch Politiker entmachten, indem ich den Großteil der Entscheidungen dem Bürger selbst überlasse, dafür braucht er Kaufkraft und kein pseudo Wahlrecht sowie viel mehr unregulierten Raum.
Der Kauf ist immernoch die direkteste Wahl die es gibt.
Ich mochte Koch nicht, er war machtbesessen und konservativ (rückwärtsgewand) wäre er nicht angepasst gewesen, wäre er garnicht dort wo er mal war. Fast alle Politiker sind reine Fehlervermeider, vorallem die junge Generation.
Aber ich kann noch soviel schimpfen und Vorschläge machen, es wird sich nichts ändern, da die wenigen Mächtigen sowohl die Medien als auch die Politik kontrollieren und so immer die Schwachen gegen die Schwächsten ausspielen werden/können. Die Anzahl der Schwachen steigt außerdem stetig, es werden immer mehr Menschen aus unsere Arbeitsgesellschaft aussortiert, weil man sie einfach nicht braucht. Eigentlich ist das super, aber wir sind zu blöd das zu sehen und die Möglichkeiten, die wir dadurch bekommen, wir erfinden lieber immer mehr Erwerbsarbeitsplätze mit negativer Produktivität. Es wird ein Fachkräftemangel konstruiert nur um die übrigen Menschen noch stärker unter Druck zu setzten, außerdem schürt man so den Hass gegen Randgruppen, was auch hilfreich ist, da man ja Schuldige braucht.
Eine ehrliche Frage ist das nicht geisteskrank?
@ Surp
ist es durchaus, deshalb auch meine Bezeichnung: Wir sind eben alle nur Schafe.