Grüner Strom: Subventionsabbau ist überfällig
Der Stromanteil aus klimafreundlichen Quellen ist in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. Etwa jede 5 Kilowattstunde stammt heute bereits aus regenerativen Energien. Nur eine massive Subventionierung über das EEG hat dies möglich gemacht. Jeder, der Ökostrom produziert, erhält eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die über dem Marktpreis von Strom liegt. Diese Kosten werden auf die Stromkunden umgelegt.
Im Jahr 2010 haben die Stromkunden in Deutschland 16,7 Milliarden Euro für Strom aus regenerativen Quellen bezahlt. Davon entfielen lediglich 4,7 Milliarden auf den Strom selbst, aber 12 Milliarden Euro auf Subventionen. Wenn die Energiewende bezahlbar sein soll, muss Strom aus erneuerbaren Energien billiger werden. Längst überfällig daher ist ein Subventionsabbau beim Grünen Strom.


Und peinlicherweise fließen diese Mehrkosten der Haushalte über den EU-Emissionsrechtehandel in Form günstigerer Zertifikate an die Betreiber von emissionsreichen Kraftwerken.
Verbraucher fühlen sich grün, fördern aber de facto Kohlekraftwerke. Wirklich eine ganz spezielle Glanzleistung im an schwachsinnigen Regelungen nicht armen Energiemarkt.
Ist eh alles ziemlich komisch bei unserer Energiewirtschaft, ich finde eine Wasserstoffwirtschaft viel cooler, als alles was wir bisher überlegt haben. Außerdem entspricht sie am ehesten meiner Idee von Freiheit.
Grundsätzlicgh bin ich aber der Überzeugung, dass wir bis 2020 unseren gesamten Enrgiebedarf aus “bezahlbaren” Ökostrom decken sollten (siehe Wasserstoff Wirtschaft) und ja das geht ohne weiteres, wenn wir endlich überflüssige Arbeitsplätez abbauen, das würde eine unfassabre Menge an Energie sparen.
Die Lösung hierzu ist doch sehr einfach und für jeden Verbraucher gleich: Solange der Strom aus zB Kohle oder Kernkraft so günstig zu beziehen ist, solange werden sich nur die “Idealisten” eine Photovoltaik aufs Dach setzen. denn bei Renditen von nur 5% lohnt isch dies nicht – und dies ist dem günstigen Strom geschuldet. wir haben also kein Subventionsproblem bei grüner energie, sondern ein Kostenverteilungsproblem bei nicht-regenerativen Varianten. So werden doch bei Kohle und Kernkraft bei Weitem nicht die Kosten berechnent, welche durch diese Energieformen anfallen. der Strompreis wäre um ein vielfaches höher und der grüne Strom, insbesondere Photovoltaik zur autarken Versorgung würde an Reiz gewinnen. Und nur das kann das Ziel sein.
Ich garantiere, dass wir dann einen Boom erleben würden. Gleichzeitig ist auch hierbei der Einfuhrzoll asiatischer Module zu erhöhen, da diese teils unter (!) Herstellungskosten inDeutschland angeboten werden. Damit wird Deutschland schon jetzt marktwirtschaftlich zerlegt.
Wir fordern zwar den Umschwung, aber wir lassen gleichzeitig diese Kannibalisierung unserer heimischen Märkte zu. Auch das darf man nicht außer Acht lassen. Wir sind ganz am Anfang, umso wichtiger ist eben jetzt, die richtigen Wege zu gehen. Und dafür brauchen wir auch keine Subventionen für PV Anlagen. Aber auch keine Subventionen für Kohle und Kernkraft. Mit dem Abbau dieser Zuwendungen erledgit sich die ganze Diskussion von selbst.
Letztlich ist für den Verbraucher nur eines ausschlaggebend: Der Preis. Und damit kann man Massen lenken. Ja, so einfach ist es wirklich.
An den Autor:
Einspeisevergütung: Hübsch, nicht wahr? Und die zigtausend Euro Investition? Die daraus resultierende MwSt.? schon mal gegengerechnet? und die dadurch gesicherten Arbeitsplätze? Die daraus resultierenden Steureinnahmen? Schon mal diese sekundäre Stufe gegengerechnet?
nein? na dann, nacharbeiten und den gesamten Prozess betrachten, und dann erneut argumentieren. So ist es einfach zu eindimensional.
ich hab mal folgende Zahlen für Sie:
gesamt installierte PV Leistung Jahr 2009: 9.760 MW
Installationspreis je KW: 2500 euro = 2.500.000 Euro je MW
total Euro PV Investitionen: 24.400.000.000 X 19% = 4,636 Mrd Euro
Rund 1/3 sind 2009 verbaut worden, der Rest zuvor. Tendenz stark steigend!
–> Und dies sind allein die MwSt. Einnahmen durch den einfachen Kauf der Module. Weitere Kosten gar nicht mitgerechnet. Die Einspeisevergütung gibts nur bei Sonnenschein, die MwSt. immer. Auch das mal bedenken!
Weiterhin: Die Einspeisung ist natürlich auch Einkommenssteuerpflichtig. Klar die Alnage kann man abschreiben. Aber diese ist irgendwann bei null. Die Steuer bleibt jedoch.
Ergo: Auch hier ist nahezu ein Ausgleich zu sehen, wenn uach nur schwerlich zu berechnen. Aber 12 Mrd. sind es bei Weitem nicht , was der grüne Strom “verschlingt”. Denn hier habe ich nur die Photovoltaik betrachtet!
Mich ärgert ein solch populistischer beitrag, eindimensional und scheinbar oberflächlich informiert.
Was wollen Sie eigentlich damit ausdrücken? Sind Sie in einer Lobby?
@ Surp
Und welcher Arbeitsplatz überflüssig ist, entscheiden Surp und seine Freunde – richtig?
“Längst überfällig daher ist ein Subventionsabbau beim Grünen Strom.”
Das mag sein Herr Bardt. Wo ist ihre Forderung des Subventionsabbaus bei Atomstrom?
@Markus
“insbesondere Photovoltaik zur autarken Versorgung würde an Reiz gewinnen”
Autark und dezentral. Das würde aber den großen Energieunternehmen nicht gefallen. Auf einmal würden sie im Wettbewerb stehen. Wo kommen wir denn da hin, wenn auf dem Energiemarkt Wettbewerb herrschen würde. Es sind gerade die großen Energieunternehmen, welche durch Studien die Notwendigkeit der Großkraftwerke forcieren und Aussagen wie die von Herrn Brandt finanzieren.
@ Tim
Jeder Arbeitsplatz der vermeidbar ist, ist überflüssig, oder? Jedes Gesetz ist theoretisch eigentlich vermeidbar, wir sind so dermaßen überreguliert, dass kein Platz mehr für Freiheit bleibt.
Das trifft vorallem unseren künstlich aufgeblähten Dienstleistungs- und Staatssektor.
Wir haben in meinen Augen einen Punkt erreicht indem Armut auch nur relative komplett vermeidbar ist und wir uns jetzt mit den tatsächlichen Problemen beschäftigen sollte, die heißem Umwelt, Nachhaltigkeit und Überbevölkerung.
Arbeitslosigkeit ist der Erfolg des Kapitalismus und wir machen ihn zum Fluch, denken sie mal darüber nach.
Was ich immer fazinierend finde, dass gerade vermeintlich Liberale jedewede Auswüchse in der Privatwirtschaft verteidigen, aber bei sozialen Dingen am besten alles ehrenamtlich erledigt werden soll. Das ist eine sehr sonderbare Auffassung des Neoliberalismus.
@ chriwi
absolut. Aber in dem Moment, wo Sie eine zB eine Photovoltaik oder Solaranlage aufs Dach schrauben, wird der Energiekonzern Sie als Kunde verlieren. Es geht mir nicht darum, dass jeder einspeissen soll, das halte ich für überflüssig. Sondern es muss der Verbrauch gesichert sein. Da wir immer noch keinen Strom ernsthaft speichern können, ist dies jedoch die Chance der Konzerne. denn bei Nacht sitzen wir sonst alle im Dunkeln.
Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: So planen und realisieren in Süddeutschland einige Kommunen eigene Energieversorgungen (unterschiedlicher Art) und trennen sich somit aus dieser Monopolstruktur. Und die Möglichkeiten sind weiterhin enorm.
Beispiel: Ein netter erfinder hat eine Windkraftanlage entwickelt, welche keinen Rotor hat, sondern eine Art Schnecke. Man sieht es in USA teils als Abluftsystem. Diese Technik kann theoretisch auf jedem Haus installiert werden. der Erfinder ist aus glaube aus Skandinavien. So etwas braucht der Mensch.
Was wir aber nie vergessen dürfen: die Unternehmen sind von einer konstanten Versorgung abhängig, auch diese muss gewährleistet bleiben. Also ganz ohne zB Kohle wirds nicht gehen. Deshalb eben mein Ansatz mit der PV. Und ein schlauer Energiekonzern wird diese Entwicklung mitfördern und damit zukünftig sehr viel Geld verdienen können.
Es ist doch wie bei den Autos. Ein Hersteller, welcher die Trends verschläft wird vom Markt erledigt. Vei der Energiestruktur wird dies analog geschehen. Dynamik eben.
Es wäre auch an der zeit, die bürokratischen Hürden für PV anlagen zu senken. Schliesslich muss ein Betreiber die Enspeisevergütung als Einkommen deklarieren. Was ein grundlegender Überfluss. Warum haben PV Anlagen keinen 7% MwSt.???
“sondern eine Art Schnecke”
Der Wirkungsgrad ist aber leider niedriger als bei den Rotorsystemen. Für städtische Anwendungen ist er aber zu gebrauchen.
“Und ein schlauer Energiekonzern wird diese Entwicklung mitfördern und damit zukünftig sehr viel Geld verdienen können.”
Ein schlauer Konzern wird aber auch versuchen diese Entwicklung etwas auszubremsen. Er kann dann seine alten abgeschriebenen Kraftwerke deutlich länger am Netz lassen, da im wesentlichen die Quartalszahlen und nicht die Zukunft der nächsten 10 Jahre interessiert.
@ chriwi
Schnecke: Das ist richtig – auch logisch. Aber dafür ist der Platzbedarf deutlich geringer und auch die etwaige Unfallgefahr nicht gegeben.
Schlaue Konzerne: Solange es die Option gibt mit dem Status Quo Miliarden zu scheffeln ist dies nur betriebswirtschaftlich sinnvoll. Analog zu den Autobauern auch weiterhin den Verbrennungmotor zu forcieren. Nichts desto trotz lässt sich die Entwicklung nicht verhindern, sondern lediglich bremsen. Aber genau dies, nämlich die Übermacht der wirtschaftlichen Interessen sehen wir in vielen Branchen. Und letztlich hat der Verbraucher die Macht – und genau hier muss auch der Staat ansetzen: Nämlich ALLE kosten der Arte der Energiegewinnung auf den Preis umlegen und nicht für die Folgekosten solidarisch aufkommen. Hier klemmt es doch. denn dann wäre Atomstrom einfach unbezahlbar. Und dies hat nichts mit der sog. Energiewende zu tun, sondern mit wirtschaftlichen Grundprinzipien. Aber die Lobby leistet hervorragende Arbeit und Politiker sind auch nur Menschen…
“Platzbedarf deutlich geringer”
Aus diesem Grund wird es Einsatzbereiche geben. Zum Beispiel kann man diese Kraftwerke in Städte auf Dächer installieren.
Die Unfallgefahr sehe ich ehrlich gesagt bei beiden Windkraftwerksformen nicht.
@ chriwi
eine frei rotierende Masse stellt doch ein höheres Risiko dar.
Aber beiseite: Warum setzen sich solche Innovationen nicht am Verbrauchermarkt durch? Wo kann ich als Privatperson, so etwas kaufen – wo wird so etwas angeboten? Ich sehe hier für einen spezialisierten Handel ein enormes Potential. denn solche Lösungen wären für die Privathaushalte relevant – wenn die Ideen auch vermarktet werden würden, wie ein TV oder KFZ.