Nur mit Respekt sowohl vor dem freien Markt und dem freien Unternehmertum als auch vor dem staatlichen Gebot des sozialen Ausgleichs lässt sich erfolgreich Wirtschaftspolitik betreiben. Otto Graf Lambsdorff, (1926 - 2009), deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft, Bundesvorsitzender der FDP

24 ArbeitsmarktWachstum

Wachstum durch Arbeit und Arbeit durch Wachstum

Deutschland hat sich vom „Kranken Mann Europas“ zur europäischen „Wachstumsinsel“ gewandelt. Gut sieht es auch auf dem Arbeitsmarkt aus. Die Zahl der Erwerbstätigen erreicht ein Rekordhoch. Was befeuert den Arbeitsmarkt?  Die guten Wachstumszahlen? Oder ist das Wirtschaftswachstum seinerseits eine Folge der guten Arbeitsmarktentwicklung?

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Für viele erstaunlich ist die deutsche Wirtschaft zügig und erfolgreich aus der Wirtschaftskrise 2008 herausgekommen. Das im Jahr 2010 wiedereinsetzende Wirtschaftswachstum erreichte im letzten Jahr einen ungeahnten Höhepunkt. Es führte zu einem Rekordhoch bei der Erwerbstätigenzahl und einem Tiefstand bei der Arbeitslosigkeit. Zugleich aber ist das Wirtschaftswachstum selbst Folge der stabilen Beschäftigungslage. Die umstrittenen Arbeitsmarktreformen in den Vorkrisenjahren, bzw. die Umsetzung der Agenda 2010, haben eine hohe Beschäftigungsflexibilität in Deutschland ermöglicht. Zum Glück –  denn hätten wir einen so starren Arbeitsmarkt gehabt wie zuvor, wäre die Beschäftigungslosigkeit heute in Deutschland so hoch wie in anderen ähnlich entwickelten Volkswirtschaften, die diese Reformen verschlafen haben. Mehr noch: Die staatlichen Sozialleistungen und gleichsam die ohnehin schon beunruhigende Staatsschuld wären in die Höhe geschossen.

Die rasche wirtschaftliche Erholung resultierte ihrerseits wiederum zum Großteil aus der Anpassungsleistung des Arbeitsmarktes, der den wirtschaftlichen Bedingungen in einer außergewöhnlichen Krisensituation nachkam. Besonders hervorzuheben ist die Arbeitszeitflexibilität. Ohne diese Flexibilitätsmechanismen hätten mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verloren und weniger Menschen wären in den Arbeitsmarkt integriert worden. Wie sich im vergangenen Jahr zeigte, profitierten gerade Kurzzeitbeschäftigte von der temporären Arbeitsmarktanpassung; Dank der guten Wirtschaftsentwicklung konnten viele wieder ihrer vorherigen Vollzeitbeschäftigung nachgehen oder wurden erstmals vollständig übernommen.

Diese Erfahrung zeigt: Ein flexibler Arbeitsmarkt bedingt wirtschaftlichen Erfolg und dies wiederum zahlt sich in besseren Erwerbschancen aus. Wenn man aber nun durch einen starren Kündigungsschutz- oder Mindestlohnregelungen dem Arbeitsmarkt enge Grenzen setzt, wird dieser in Krisensituationen anfälliger sein. Das gilt auch für Beschränkungen der Zeitarbeit. Die Folgen sind dann eine höhere Arbeitslosigkeit und geringere Einstiegschancen, insbesondere für Langzeitarbeitslose. In Südeuropa zeigt sich heute, dramatischer denn je, wohin zu wenig Flexibilität führt. Daraus sollten wir lernen.


Wie erreicht Deutschland mehr Beschäftigung? Ein Positionspapier der INSM finden Sie hier.

Dies ist ein Beitrag aus der Reihe “WachstumsBlog”. In einem bis zwei Beiträgen pro Woche beschäftigen sich Wirtschaftsexperten im ÖkonomenBlog mit Themen rund um nachhaltiges Wachstum.

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  • Autor

    Prof. Dr. Thomas Straubhaar

    früherer Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale Wirtschaftsbeziehungen, an der Universität Hamburg.

    Alle Beiträge

  • Surp

    Die Anpassungsleistung geht aber auf Kosten der Menschen und vorallem auf Kosten unsere Gesundheitssystems.

    Wir brauchen ein ganz anderes System: Arbeit muss ein Zuverdienst werden, wir leben im 21 Jahrhundert und wir sind mehr oder weniger als Gesellschaft unendlich reich.
    Daher müssen wir innovative Potentiale freilegen, anstatt einen riesen Brain Drain für unsere geisteskranek Erwerbsarbeitswelt zuzulassen.

  • Markus

    @ Surp
    “Arbeit muss ein Zuverdienst werden”
    Das ist mitunter der größte Quatsch, den man ökonomisch betrachtet so aussprechen kann. Ohne Leistung und Arbeit ist der Wohlstand nicht zu halten. Und aufgrund der Globalisierung werden wir in rund 15 Jahren die Quittung für genau solche Ideen – die Sie hier verbreiten – erhalten.
    Was Sie aussprechen ist ein Wunschdenken einer Gesellschaft, die in einem ökonomischen Umfeld nicht überlebt. Sie zehren vom Bestand ohne an die Zukunft zu denken. Sie bringen eine Wirtschaft nicht weiter, Sie schlachten diese aus und verlangen einen Nachschlag. Das ist zynisch.
    Wir haben in Deutschland enorme Innovationen. Nur wird Ihr Horizont diese nciht erkennen, da Sie in unserem System scheinbar die Orientierung verloren haben und nun auf das Wohlwollen der Gesellschaft hoffen. Bisher haben Sie ihre “Idee” nicht einmal ökonomisch hinterlegt. Vielleicht sollten Sie erstmal die Basis bilden, bevor Sie in der Maslowschen Bedürfnispyramide gleich nach der Spitze greifen.

  • Markus

    An den Autor
    Ich gebe Recht dass genau diese Faktoren dies bewirkt haben. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass wir etwas Glück hatten, dass genau die Umstände in der richtiugen zeit so eingetroffen sind. Denn zu behaupten, wir haben die Lage immer unter Kontrolle, halte ich für falsch.
    Die richtigen Instrumente, die richtigen externen Einflüsse und schon passt das. Aber was gestern war ist ein anderes Thema – wir sind noch nicht am Ende.
    Ich denke auch, dass wir an Kündigungsschutz- oder Mindestlohnregelungen Kündigungsschutz- oder Mindestlohnregelungen ansetzen müssen. Der Unternehmer braucht mehr Freiheit und Flexibilität.

  • Tim

    @ Surp

    Vollkommen korrekt. Wir brauchen in Deutschland dringend ein Paradies und außerdem bitte eine gesetzliche Mindesttemperatur.

  • Markus

    Wir haben ein Paradies und Klimaanlagen.

  • Surp

    @ Tim

    Unsere derzeitieg Ewerbsarbeitswelt ist aber defintiv keine Lösung, sie besteht fast nur aus Schmarotzern und sehr wenig Menschen, die wirklich Werte schaffen.

    Ich bin klar gegen Mindestlohn und auch gegen den Kündigungsschutz, aber dafür muss man den Menschen auch was bieten, wir leben nicht in einem Feudalstaat (manchmal denke ich, zwar vielleicht doch), auch wenn dies einige INSM-Lobbyisten und Foristen wohl gerne hätten.

  • Markus

    ” aber dafür muss man den Menschen auch was bieten”

    Wieso?

  • Markus

    yepp. Aber Griechenland ist nicht Deutschland. Und die Länder sind auch nicht vergleichbar.

  • Surp

    @ Markus

    Griechenland ist Deutschland, wenn sie wüßten wie korrupt unser Land ist.

    Wir belenden es aus, aber die Wahrheit ist schlimmer als alles, was sie jemals erwarten würden.

    Nicht umsonst werden Reiche reicher und Arme ärmer, ich kann ihnen (vorallem auf lokaler Ebene) gern ein paar Beispiele nennen, wie korrupt unser gesamtes System ist.

  • Markus

    Bringen Sie bitte paar Beispiele.

  • Surp

    Umgehungsstraße: Wem gehört das Land, was er über 20 Jahre aufgekauft hat, dem CDU-Politiker, der über die Umgehungsstraße entscheidet.

    Bauunternehmer, bekommt andauernd Staatsaufträge, weil er der CDU angehört, obwohl andere weit günstiger sind.

    Das richtete sich nicht gegen die CDU, aber die Gemeinde meiner Eltern ist halt schwarz (geht genauso gut mit rot, spielt keine Rolle) meine Eltern auch, daher weiß ich das alles, sie selbst haben daran auch gut verdient.

    Aber es ist nicht richtig.

    Und das was ich beschreibe ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wir sind soweit gegangen, dass wir Berufsbilder erfunden haben, um Einkommen zu rechtfertigen. Juristen sind das beste Beispiel dafür, aber Wiwis sind ähnlich.

  • Markus

    Nur ist genau das eben keine Korruption. Alle Ausschreibungen müssen nachvollziehbar aufgeführt werden. Dies ist prüfbar. Und wenn es in Ihrem Beispiel so ist, dann frage ich mich, warum Sie nicht intervenieren und nur lamentieren? Solange Sie keinen Beweis für derartige Vorgehen haben, ist es keine Korruption – und schon gar nicht als allgemeingültig zu erklären, wenn in irgendeinem Dorf der Lokalpolitiker einen Bauauftrag vergibt.

    Im Ünrigen funktioniert die ganze Vertriebspoltik weltweit so. Nicht der Preis ist im Grundsatz das Entscheidende. Auch nicht bei Ausschreibungen – die macht bei der Bewertung vielleicht 50% aus.

    Haben Sie mal mir griechischen Unternehmen gearbeitet, wissen Sie wirklich wie es hier läuft? Wissen Sie man in Italien, in Österreich, in Bayern ;-), in Spanien Geschäfte macht? Haben Sie Vertriebserfahrung?
    Ich habe die leise Vermutung, dass Sie es nicht wissen mangels Praxis. Deshals auch hier nur diese Stammtischfloskeln formulieren.

  • Surp

    @ Makus

    Sie sind niedlich in ihrer Naivität.

    Zum Stammtisch: ich glaube, mit dem was ich denke, werde ich wohl niemals einen Stammtish überzeugen können, da Stammtische oft von der Perversion unserer Marktwirtschaft profitieren.

    Welche Praxis? Leute Shice zu verkaufen und zu glauben man leiste einen realtiven Beitrag zu unserer Gesellschaft weil man Steuren zahlt?

    Soll ich erhlich sein: Dummkopf oder Esel, Esel finde ich persönlich cooler.

    Darf ich noch was sagen: Griechenland klaut uns unseren Wohlstand, das ist ihre Meinung und sie ist so saumäßig dumm.

    Aber wir bestehen eh aus Idioten (vorallem unsere Wiwis), daher ist es sogar normal was sie denken, zumindest sind sie ehrlich.

  • Markus

    @ Surp
    Sie langweilen mich mit Ihren Floskeln. Wo bitte sind Ihre allumfassende Belege für ihre schöden Binsenweisheiten für eine bessere Welt?
    Sie scheine der einzige Mensch zu sein mit einer geradezu göttlichen Allwissenheit und einen ausgeprägten und einzig vernünftigen Sachverstand. Geht man gegenüber Ihnen in die Kritik sind Sie jedoch wie ein kleines Schulmädchen nicht mal im Ansatz in der Lage, auch nur einen Funken empirisches Grundvermögen aufzuzeigen.
    Thesen aufstellen, über vieles und alle meckern. Das ist Stammtischniveau.

    Wo ist ihr Beleg bzgl Ihren Korruptionanschuldigungen? Wo ist ihr Sachverstand? M9t Menschen wie Ihnen versuchen ewige gestrige die Welt zu verbessern. Aber der Weitblick fehlt leider völlig, denn solche Menschen leben nicht in der Realität sondern Tanzen am Abend Ihren eigenen Namen zwischen den Klangschalen.

    Aber gut, wir haben einen Erlöser aus unserer Misere. Das sind wohl Sie. Nein, nachfragen brauchen wir nicht, ihre allumfassende Erkenntnis die vermutlich aus dem Kosmos am dritten Neumond zu Ihnen gefunden hat zeigt uns auch in dunkelster Nacht das Licht für unser subtiles und schnödes Leben. Danke für Ihre Herrlichkeit. Ja, ich kann auch zynisch und inhaltslos, wie sie.

  • Surp

    @ Markus

    Ich hoffe einfach nur, dass wir irgendwann aufwachen und uns nicht von vermeintlichen Wissenschaften blenden lassen.

    Man kann die Welt doch mal anders denken als sie ist, aber wahrscheinlich wollen sie dies überhaupt nicht, da sie glauben vom derzeitigen System zu profitieren.

    Es tut mir Leid, aber ich provoziere gerne, damit Menschen anfangen nachzudenken.

    Ihr Blick richtet sich nur nach unten, sie wollen/können unsere tatsächlichen Möglichkeiten nicht sehen.

  • Markus

    @ Surp
    es ist belanglos ob Sie provozieren. Denn ihre einzige Provokation besteht darin, Thesen zu entwerfen und die Beweise stets schuldig zu bleiben. Die Wissenschaft hat eine Aufgabe: beweise zu liefern. Sie glauben und hoffen. Ich versuche den Nachweis zu bringen, sei es auch nur durch Indizien.
    Sie sprechen von aufwachen? Von tatsächlichen Möglichkeiten? Von einem System indem ich nur glauben zu profitieren?

    Ich denke, Sie sind im Grundsatz handlungsunfähig. Denn unser System erlaubt es, selbiges zu den eigenen Gunsten zu modifzieren. Aber das geht eben nur mit Engagement. Ich kann mein Leben im gegebenen Rahmen selbst gestalten. Gefällt mir der Rahmen nicht, kann ich mein Glück in einem anderen Staat versuchen. Tja, wieso verlassen Sie denn dann nicht unser System und suchen die bessere Welt? Weil es Ihnen hier vielleicht doch gut geht? Und Sie einfach nur auf einem enorm hohen Niveau meckern und dabei vergessen, warum es uns so gut geht?

    Sie müssen nicht provozieren um jemanden zum nachdenken zu bringen. Vielleicht versuchen Sie es mal mit schlüssiger Argumentation.

    Ich sehe viele Möglichkeiten, und ich weiß auch diese zu ergreifen.

    Sie sind irgendwie der Geisterfahrer auf der Autobahn, der irgendwann feststellt, dass er in die falsche Richtung fährt. Und hoffentlich beteiligen Sie bei Ihren Aktionen nicht unschuldige Dritte.

    Also, belegen Sie, bringen Sie stichhaltige Indizien wenn Sie überzeugen wollen. Alles andere ist Unfug und belangloses Gefasel.

  • Surp

    @ Markus

    Ich habe so viele Argumente und Denkanstöße vorgebracht, es ist an ihnen sich eine andere Welt vorzustellen, es ist nur die Frage des Können und Wollens.

    Wenn es mir schlecht gehen würde, könnte ich mir über eine bessere Welt wohl sehr wenige Gedanken machen, da ich den ganzen Tag mein Überleben sichern müsste.

    “Sie sind irgendwie der Geisterfahrer auf der Autobahn, der irgendwann feststellt, dass er in die falsche Richtung fährt. Und hoffentlich beteiligen Sie bei Ihren Aktionen nicht unschuldige Dritte.”

    Wenn ich Glück habe bin ich aber “Gallileo Gallilei”^^. Naja ich bin ja nicht der einzige der diese Gadanken hat, da gibt es weit mehr aus allen politischen Richtungen.

  • Markus

    Ich habe von Ihnen noch nie ein stichhaltiges Argument gelesen.

  • Surp

    @ Makus

    Ich gebe ihnen gern Nachhilfe in Leseverständnis.

    Sie können es eben nicht denken, macht ja nichts, kann 90% unsere Bevölkerung nicht. Wir sind ganz anders sozialisiert worden, daher fällt es schwer.

    Ich schau eh nur zu wie wir unser System vor die Wand fahren, das macht mich traurig, aber wir haben es wohl verdient.

  • Markus

    @ Surp
    Ach, und Sie gehören zu den 10%? Zu den Auserwählten? >Haben Sie mal daran gedacht, dass vielleicht Sie im Unrecht sind oder kommt das für Sie per se nicht infrage – sind einfach all um Sie herum nur zu doof, ihre Thesen zu verstehen? Langsam verstehe ich Sie…

  • Surp

    @ Markus

    Das was ich denke, kann man nicht verstehen, wenn man sich nicht auf bestimmte Gedankenspiele einlässst und sich mal komplett von unserer Defintion von Wohlstand verabschiedet. Das hat micht mit dumm oder schlau zu tun, sondern nur mit Gedankenspielen.

    Das kann man nicht so einfach, da man eben ganz anders sozialisiert ist.

    In unserer Gesellschaft gilt, dass Erwerbsarbeit immer gut ist, ich Frage, ob das so haltbar ist, oder ob es nicht eigentlich sogar inzwischen in vielen Fällen komplett umgedreht ist.

    Ich kritisere die finanzielle Ungleichbehandlung der Arbeitslosen, Rentner, Pensionäre, da sie eigentlich alle gleich sind.

    Ich stelle Konzerne und fast alle staatlichen Institutionen in Frage, da ich nicht mehr glaube, dass sie einen wirklichen Nutzen für den Bürger haben, sondern ihm eigentlich schaden.

    Ich kritisiere in vielen Bereichen die Preisfindung am Markt, da sie eben nicht alles einpreist/einpreisen kann udn wie man Umweltverschutzung etc. einpreisen kann.

    Ich kritisiere, dass wir zu Gunsten von Arbeitsplätzen/Renditen den Fortschritt aufhalten.

  • Markus

    @ Surp
    und damit haben Sie auch recht.

  • V.U.

    Da schreibt der Kollege Straubhaar einen ziemlichen Unsinn, wenn er schreibt “Beschaeftigung auf einem Rekordhoch”. Offensichtlich wird einiges durcheinander geworfen, Beschaeftgung kann ja unter Oekonomen nur bedeuten Arbeitsvolumen und dieses ist eben nicht auf einem Rekordhoch. Nach Angaben der BA war das Arbeitsvolumen 1991 um ca 3.5% groesser als 2011. Ebenso war das Arbeitsvolumen in ’92, ’93 und ’94 groesser. In all diesen Jahren hat noch niemand von den Arbeitsmarktreformen gesprochen. Rechnet man das Arbeitsvolumen in Vollzeit Aequivalente zu 1840 h/pa um, dann gab es 1991 1,125 Millionen mehr Vollzeitstellen als 2011. Also nichts da mit Rekord und Jobwunder. Und mit Thesen derart wie “denn hätten wir einen so starren Arbeitsmarkt gehabt wie zuvor, wäre die Beschäftigungslosigkeit heute in Deutschland so hoch wie in anderen ähnlich entwickelten Volkswirtschaften, die diese Reformen verschlafen haben.” sind eines Wissenschaftlers unwuerdig, da sie voellig aus dem hohlen Bauch heraus aufgestellt sind.