Unsozial sind öffentliche Verschwendung, das Setzen von Fehlanreizen und Leistungsversprechen zulasten unbeteiligter Dritter. Otto Graf Lambsdorff, (1926 - 2009), deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft, Bundesvorsitzender der FDP

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Der Lockruf des dualen Studiums

Wer hat’s erfunden? Die Schwaben! Vor 40 Jahren führten etwa 50 Unternehmen in Baden-Württemberg das duale Studium ein. Galt es lange als bieder, ist es heute die am schnellsten wachsende Studienform. Und: Es kann helfen, die dringend benötigten Fachkräfte aus dem Ausland in die Bundesrepublik zu locken.

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Das duale Studium wird immer beliebter. Dem Bundesinstitut für Berufsbildung zufolge haben 2011 etwa 60.000 Studenten am dualen System teilgenommen. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr und 70 Prozent mehr als 2005. Um ein Fünftel stieg im Vergleich zum Vorjahr auch die Zahl der angebotenen Studiengänge – auf 930. In Baden-Württemberg sind heute zehn Prozent aller Studienplätze dual, im der Rest der Republik erst zwei Prozent. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) geht davon aus, dass sich die Zahl zukünftig drastisch erhöht.

Das duale Studium bietet jungen Menschen einen qualifizierten Einstieg ins Berufsleben und nahezu eine Arbeitsplatzgarantie. Allerdings: Die Studenten müssen leistungsbereit sein, Semesterferien gibt es nicht, nur den im Unternehmen üblichen Urlaub.

Dass diese bisher speziell deutsche Studienform nun auch Exportschlager wird, spricht für seine Qualität: Die von Bundesbildungsministerin Schavan und ihrem spanischen Amtskollege Ortega vor wenigen Tagen beschlossene Kooperation für eine enge Zusammenarbeit im Berufsbildungssystem wird zwar schon jetzt etwas übertrieben als „Pionierarbeit für Europa“ bezeichnet, könnte aber nicht nur die Zahl der jungen spanischen Arbeitslosen, sondern vor allem auch den deutschen Fachkräftemangel verringern helfen. Ziel ist es zunächst, eine duale Berufsausbildung in Spanien zu installieren. Dann sollen aber auch spanische Jugendliche in Unternehmen in Deutschland ausgebildet werden – vermittelt durch direkte Kontakte zwischen  spanischen und deutschen Unternehmen und die EURES-Datenbank. Sie enthält künftig nicht nur die offenen Stellen in der Europäischen Union, sondern auch die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze.

Deutschland benötigt dringend diese jungen arbeitswilligen Europäer. Zwar hat die Zuwanderung 2011 etwas zugelegt – nachdem auch den osteuropäischen EU-Nachbarn die Arbeitnehmerfreizügigkeit gewährt wurde: Dem Statistischen Bundesamt zufolge gab es 279.000 Zuzüge. Doch nur 50.000 Personen kamen aus Spanien oder Italien nach Deutschland, zwei Drittel der Zuwanderer aus den östlichen Mitgliedstaaten.

Aktuellen Studien zufolge (Bitkom, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft, FAZ-Archiv) fehlen der Bundesrepublik in fast allen Berufen qualifizierte Bewerber – vom Lehrling bis zum Akademiker. Dass sich hierzulande der Arbeitsmarkt von einem Angebots- zu einem Nachfragemarkt entwickelt hat, wo Unternehmen die Bittsteller und die Bewerber die Kunden sind, ist seit einigen Jahren der für viele Betriebe schwer zu akzeptierende Trend. Wollen deutsche Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und weiter wachsen, sollten sie aber dringend ihre Arbeitgeberattraktivität erhöhen. Und systematisch mit entsprechendem Personalaufwand auch im europäischen Ausland rekrutieren.

Zudem müssen die bürokratischen Hürden noch stärker abgebaut werden. Ein erster Schritt ist getan: Seit dem 1. August 2012 gilt die „Blue Card“. Mit ihr können Akademiker auch aus dem außereuropäischen Ausland leichter Arbeit in Deutschland finden. Das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) erwartet, dass durch die „Blue Card“ noch in diesem Jahr 6.000 Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland in die Bundesrepublik kommen.  Mittel- und langfristig wird allerdings ein Punktesystem wie in den USA oder Kanada wohl auch bei uns nötig sein, das die Zuwanderung durch am Arbeitsmarkt orientierte Kriterien steuert.


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  • Autor

    Dr. Martin Roos

    ist freiberuflicher Journalist. Er arbeitet als Autor, Ghostwriter und Redenschreiber für Unternehmen und Topmanager.

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  • Klaas

    Ich finde Deutschland sollte zuerst ins eigene Bildungssystem investieren. Es gibt so viele junge Menschen die es schulisch nicht schaffen sich für einen Job oder einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren. Jedes Mal wenn ich auch nur über das deutsche Bildungssystem nachdenke werde ich so wütend. Im Auge des deutschen Bildungssystems hätte ich nur die Möglichkeit eines Hauptschulabschlusses gehabt, diese Entscheidung wurde nach der vierten Klasse von Lehrkräften getroffen. Zum Glück hatte ich Eltern die es sich finanziell erlauben konnten, dass ich eine Privatschule besuche. Diese hatte das „Regelschulverfahren“ komplett abgelehnt. Heute habe ich ein Abiturabschluss mit dem NC von 2,3.

    Ich bin natürlich meinen Eltern sehr dankbar, aber was ist mit den Kindern, die andere Förderung benötigen aber wo sich das die Eltern nicht leisten können?

  • Markus

    “Die Studenten müssen leistungsbereit sein, Semesterferien gibt es nicht, nur den im Unternehmen üblichen Urlaub.”

    Noch mehr: Der workload ist um ein Vielfaches höher, als zB an eine Universität. Beispiel sind hier die DHBWs: Täglich, Mo-Fr, 09 – 16.30 Uhr, 45 Minuten Mittagspause. Abends lernen, nachbereiten, vorbereiten. Weiterhin sind parallel diverse Arbeiten zu erstellen. Am Ende der Theoriephase kommt die Klausurenphase: Extreme Belastung.

    Ich schätze (aus Erfahrung), dass es rund 15% der Studenten nicht packen – zu much to do. ABER: Wer durch die DHBW gegangen ist, ist belastbarer, auffassungsfähiger und kann sich auf die wichtigen Dinge beschränken. Auch ein Vorteil dieses System.
    Hinzufügen muss man jedoch, dass das duale System nicht für alle Fächer geeignet scheint. Praxisorientierte Fächer – perfekt.

    Dank einiger traditionell ausgerichteten Unis werden diese dualen System jedoch belächelt – aber eher aus arrogantem Seitenbllick. Man fürchtet wohl um den elitären Status. Deshalb werden die Abschlüsse – obgleich rechtlich gleichgestellt mit 210 ECTS Punkten – von vielen Unis nicht anerkannt (zB als Zulassung zum Masterstudium). Und das ist ein Armutszeugnis für diese Unis.

    Ich plädiere weiterhin, dass die dualen Hochschulen und natürlich auch die FHs ein Promotionsrecht erhalten.

  • Sebastian

    Ich kann Markus nur beipflichten:

    Der Workload ist hoch, aber dennoch machbar.

    Das sich einige klassische Unis nicht mit Ruhm bekleckern, was die Anerkennung für die Zulassung in Vollzeitmasterstudiengängen betrifft, kann ich nur bestätigen. Ich habe das selbst erfahren müssen, leider.

    Das wirklich schlimme daran ist: In einem hochbezahltenm, von meinem Arbeitgeber finanzierten (23.000 EUR), nebenberuflichen Masterstudiengang an genau der gleichen Uni, die mein BA-Diplom für die Zulassung zum Vollzeitmasterstudiengang für nicht ausreichend hielt, wurde ich für den bezahlten nebenberuflichen Studiengang zugelassen. Pikanter Weise gilt die gleich Zulassungsordnung! Aber auch das hat aus meiner Sicht sein Positives: Dadurch, dass ich sowohl durch das erste BA-Studium als durch das jetztige nebenberufliche Master-Studium eine große Berufserfahrung (da keine Unterbrechung im Job) vorweisen kann, erhöht sich meine Attraktivität bei Arbeitgebern ungemein.

    Promotionsrecht werde auch ich jetzt erst nach dem Masterstudium erhalten. Warum es einigen BAs nicht verliehen wird. Beispielsweise ist es so, dass an der BA in Dresden, von der ich ursprünglich komme, mittlerweile der Bachelor of Science verliehen wird in meiner Fachrichtung, Akkreditierung ohne Auflagen. Das schafft manch normale Uni so nicht!

    Warum immer noch so viele tradiotionelle Unis die BA-Diplome trotz rechtlicher Gleichstellung nicht anerkennen wollen, ist mir schleierhaft. Schlechter als “normale Studenten” sind die BA-Absolventen auf alle Fälle in der Regel nicht.

  • Markus

    @ Sebastian
    Die Unis erkennen den Abschluss der DHBW (ex BA) nicht an: Steht in der Prüfungsordnung/ Zulassungsvoraussetzung (mind. 8 Semester).

    Grund: WETTBEWERB!
    Und durch die Sonderstellung der Unis ggü. DHBW (zB Promotionsrecht) wird dies gnadenlos ausgenutzt. Das nichts mit Qualität oder Kompetenz zu tun. Es ist einfach nur Wettbewerb.
    Übrigens: Das gilt auch für die Habilitation von Professoren – auch so ein antikes Instrument, mit der alteingesessene Professoren versuchen, ihren elitären Status zu erhalten.

    Master: Da die DHBWs nun ebenso Masterstudiengänge anbieten, hat sich das Problem erledigt und die Unis verlieren so “Kunden”.

    Ich gebe noch folgendes zu bedenken: Ein DHBW Student MUSS einen Arbeitsvertrag vorweisen. Das bedeutet, dass dieses Studenten i.d.R. ein völlig anderes Bild bzw. Motivation zum Studium vorweisen. Man studiert also nicht mal einfach so, sondern muss sich bereits im Bewerbungsgespräch mit dem Ausbildungsunternehmen entspr. rechtfertigen. Daher halte ich das duale Studium in Kooperation mit Unternehmen für wesentlich zielgerichteter und auch für zukunftsfähig.

    Zweifellos haben die traditionellen Universitäten ihre absolute Daseinsberechtigung – aber es ist schade, dass viele dieser Unis die Entwicklung im Bildungssektor derart boykottieren – ohne schlüssige Argumente vorbringen zu können.

  • Surp

    Es ist kein Studium, es bildet Versager aus, die nur lernen im Hamsterrad zu rennen.

    Aber unsere Studiengänge bilden eh nur Versager aus, die nichts produktives zu unser Gesellschaft beitragen können, aber dafür verdammt viel Einkommen verlangen.

    Das lustige ist eh, dass duale Studiengänge fast ausschließlich im Bereich Wiwis angeboten werden, also überflüssiger Shice.

  • Markus

    @ Surp
    Ihr Kommentar disqualifiziert Sie, da Sie scheinbar nicht in der Lage sind, in Ihren drei inhaltslosen Sätzen auch nur ein einziges Argument zu nennen. Bevor Sie also pauschal alle beleidigen, sollten Sie dringlich an der Umgangsform und an der Argumentationsweise arbeiten. Genau dies lernen Studenten. Scheinbar haben Sie damals geschlafen.

    1)
    “…dass duale Studiengänge fast ausschließlich im Bereich Wiwis angeboten werden…”
    das ist einfach nur falsch und Sie sollten sich vorab informieren

    2)
    “Aber unsere Studiengänge bilden eh nur Versager aus, die nichts produktives zu unser Gesellschaft beitragen können, aber dafür verdammt viel Einkommen verlangen.”
    Verallgemeinerung ohne jeglich Grundlage, damit inhaltslos und ohne Bestand.

    3)
    “Es ist kein Studium, es bildet Versager aus, …”
    Es ist defintiv ein Studium. Nach Ihrer Aussage waren die Studenten schon vor dem Studium Versager, denn Sie schreiben, dass das Studium diese ausbildet. Das ist natürlich völliger Unfug.

    Unsere Studenten haben Ihnen etwas voraus: Denn unsere Studenten sind in der Lage, Argumente zu nennen und nicht ein solch plattes Stammmtischgefasel zu nennen. Solche Aussagen, sind falsch, diffamierend und einfach nur haltlos – teils sogar beleidigend.

    SURP – wenn Sie keine Argumente bringen können (wissen Sie überhaupt, was ein Argument ist???) dann behalten Sie Ihre dämlichen Kommentare für sich. Sie reizen niemanden, sondern Sie beleidigen auf ganz tiefem Niveau. Insofern kann man Sie gar nicht mehr ernst nehmen. Ich denke, diese Diskussion übersteigt Ihre Qualifikation und Ihren Horizont.

  • David

    @Markus/Sebastian: Stimme euch beiden absolut zu.Ich finde den Wettbewerb gut, die BA’s bingen die etablierten Studieneinrichtungen etwas Konkurrenz. Fuer die Studenten ist es zumindest was den Abschluss angeht noch ein Nachteil, aber ich sehe es in meinem Unternehmen, die Leute sind in der Regel engagierter und das ist auch fuer einen guten Karrierweg wichtig. Trotzdessen ist die Bezahlung etwa 5% niedriger als mit einem Uni-Abschluss. Viele sind aber schon mit 23-24 Jahren voll im Einsatz, an der Uni kann das durchaus mal bis 30 dauern.

    @SURP: das ist eigentlich nur beleidigend. Haette man sich verkneifen koennen.

  • Surp

    @ David

    Ja, stimmt.

    Aber schauen sie sich doch mal wirklich unsere gesamtes Bildungssystem, vorallem im Bereich Studiengänge.

    Es ist sehr auffällig, das sehr wenige einen produktiven Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten können, meistens soager den Wohlstand senken.

    Wenn diese Meschen so produktiv sind, dann kann man doch einfach noch mehr Gesetze schaffen, damit auch der letzte Arbeitslose einen Job bekommt. Ich halte das gelinde gesagt für Schwachsinn.

    Wieviele Anwälte, Kaufleute etc. soll die Gesellschaft noch durchfüttern?

    Das sind mir Geisteswissenschaftler lieber, die machen zumindest Kunst und stellen keine unverschämten Einkommensforderungen.

  • Markus

    1) EIn Kaufmann hat die unglaubliche Eigenschaft, sich selbst durchzufüttern. Das ist sein erklärtes und fachlich definiertes Wesen.

    2) Sie reden stets von Produktivität und ziehen einen Geisteswissenschaftler dem Kaufmann vor?

    3) Wieviele Arbeitnehmer in Deutschland sind denn nicht produktiv? Und bitte, belegen Sie Ihre Aussage oder lassen Sie den Unfug.

    4) Wie Sie vermutlich NICHT wissen mangels Information und Recherche, stellt zB das Studium der Betriebswirtschaft je nach Definition durchaus ein Studium der Künste dar. Um Ihnen hier weiterzuhelfen, empfehle ich Ihnen fortan Wöhe, 24. Auflage, Seite 13 ff. Dass Sie zumindest mal eine Basis haben – denn Ihre Unwissenheit und argumentationslosigkeit ist schon eigenartig.

    Was haben Sie denn so studiert?

  • Surp

    Ich bin Wiwi, daher kann ich es wohl kritisieren.

    Ich denke ganz anders als sie, daher können wir nicht wirklich diskutieren.

    Ich glaube “inzwischen” nicht mehr an das´, was mein Studium mir indoktriert hat.

    Ich frag mich wie eine Welt ohne den Schwachsinn den wir Arbritsgesellschaft nennen aussehen könnte.

    P.S.: Wöhe ist eher 12 Klasse Wirtschaftsgynasium

  • Markus

    Dann haben Sie seit der 12 Klasse wohl geschlafen. Aus diesem Grunde wollte ich Ihnen für die thematik eine einfache Lektüre empfehlen.
    Es ist verwunderlich, dass Sie als sog. Wirtschaftswissenschaftler das Gefühl hatten, indoktriniert zu sein. Dies bescheinigt Ihnen mangelnde Argumentation und Kritikübung.
    Ökonomie ist keine Frage des Glaubens, sondern eine Frage der Modellierung. Schliesslich kann man viele Theorien nachweisen und die Hypothesen nicht wiederlegen. Das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern es handelt sich um Fakten. Aber ich denke eher, Sie waren für das Studium ungeeignet, so wie Sie hier schreiben. Denn hätten Sie tatsächlich in diesen Jahren etwas gelernt, so könnten Sie dies auch anwenden. Ihr Abschluss qualifiziert Sie nicht.

  • Surp

    @ Markus

    Welche Fakten denn zum Beispiel, Wiwis sind Sozialwissenschaftler und eigentlich so marginal wichtig für diese.

    Sie wollte durch ihre Pseudomathematik lieber sowas sein wie Naturwissenschaftler, aber die Realität widerlegt sie eben jeden Tag. Weil die Modelle unglaublich schwach sind und damit keine Aussagekraft haben, schauen sie sich mal an wofür es Wirtschaftsnobelpreise gab, das ist doch zum tot lachen.

    Ähnlich gilt doch auch für Juristen da komm ich mir immer vor wie bei Pipi Langstrumpf: “Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt”.

    Selbstverständlich gilt das nicht für alle, aber die Welt in der wir leben haben wir so gemacht und das ist kein Naturgesetz, wir können sie auch anders gestalten, in meinen Augen weit besser.

  • Markus

    @ Surp
    Wie Sie viellleicht wissen, dient ein Modell einem Erklärungsversuchg, und zwar immer unter edn vorhandenen Prämissen bzw. mit den definierten Einflüssen. Es spielt keine Rolle, ob wir über die Modelle in der Naturwissenschaft oder der Wirtschaftswissenschaft sprechen. Jedes Modell unterliegt vorgegebenen Bedingungen. Ändern Sie diese auch nur marginal, so ändert sich das Ergebnis. Schauen Sie nur die Wettermmodelle an. Ob die Wiwis nun Sozialwissenschaftler sind oder nicht ist eine alte und anhaltende Diskussion, die mich gar nicht interessiert. Wo ist der Unterschied? In der Anerkennung, in der Aussagekraft oder doch nur persönliche Einordnung resp. das elitäre Denken mancher Akademiker? ändert es etwas an den Bedingungen? nein, für mich nicht. Nennen Sie die WiWis wie Sie wollen.

    Die Fakten jedoch, welche hinter den Modelle stehen, gelten entsprechend. Oder wollen Sie z.B. die Modelle der Angebots-/ Nachfragekurven generell infrage stellen? Skaleneffekte? Adverse Selektion? usw.
    Fakt ist, dass beides voneinander abhängt – immer in Basis der zugrundeliegenden Daten bzw. Situationen.

    Wenn das alles so weit weg von der Realität ist, die Modelle schwwachsinnig sind, dann frage ich mich enrsthaft, warum ich in meinem Job mit diesen Modelle erfolgreich arbeiten kann.

    Ob Sie nun über Nobelpreise lachen können bleibt Ihnen überlassen. Ich vermute jedoch anhand ihrer Aussagen und Beiträge, dass Sie es nicht erfassen können, sonst würde Ihnen das Lachen vergehen. Viellleicht noch eine Anmerkung: Es gibt keinen Wirtschaftsnobelpreis. Nennen Sie doch mal ein konkretes Beispiel – falls Sie nun endlich in der Lage sind, Fakten zu nennen.

    Falls nicht, können wir die mühsame und aussichtslose Diskussion auch beenden.