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17.09.2012 Umwelt, Wachstum

Wie kann die Energiewende gelingen?

Der Ausbau der Erneuerbare Energien wird immer teurer.  Auf rund 5 Cent wird die Umlage wahrscheinlich im nächsten Jahr steigen. Dabei könnten die gleichen Ausbauziele wesentlich kostengünstiger erreicht werden. Dazu ist eine vollständige Neuausrichtung der Ordnungspolitik für die Energiewende notwendig. In einem Video der INSM erklärt Prof. Manuel Frondel, wie ein geeigneter Ordnungsrahmen aussieht.

Weitere Informationen zur Energiewende finden Sie hier.

  • Surp

    Mit einer Wasserstoffwirtschaft, egal wieviel Arbeitsplätze und Konzerngewinne (bzw. wieviel Konzerne sie überhaupt überleben) sie kostet.

    Oh ich habe vergessen, das geht ja nicht.

  • http://endlessgoodnews.blogspot.de/ chriwi

    @Surp
    “Oh ich habe vergessen, das geht ja nicht.”
    Gehen tut das schon. Aber wie stellen sie Wasserstoff her? Auf der Erde liegt er im Normalfall in gebundener Form vor und müsste durch hinzufügen von Energie getrennt werden. Wenn das technologisch einfach und sicher durchführbar wäre, würde man es machen.

  • Surp

    Naja, man kann jede Art von regenerativen Energien in Wasserstoff verwandeln oder auch aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren etc..

    Es gibt viele Möglichkeiten, aber es erfordert die komplette Umstellung unseres gesamten Energiesystems auf ausschließlich Wasserstoff (Wärme, Hausstrom, Verkehr etc.), trotzdem ist wohl derzeit schon weit günstiger als unsere derzeitige Art der Energiewende.

    Es ist vorallem wirklich nachhaltig (bei den nachwachsenden Rohstoffen, ist natürlich der Teller-/Energie-Konflikt vorprogrammiert, aber man könnte ja auch auf vertikal Farms umsteigen) und Energie ist zu allem der Schlüssel.

    Früher war es der menschliche Kraft, die die Güter produzierte, heute sind es Maschinen, die uns diese Arbeit abnehmen, daher halte ich günstige Energie für extrem wichtig, eigentlich sogar für das Wichtigste überhaupt.

  • J falkenhagen

    Bei einem Quotensystem muss der gesetzte Anreiz hoch genug sein, um auch die teuerste zum Einsatz kommende Energiequelle damit finanzieren zu können. Dieser Anreiz kommt dann allen Erneuerbaren in voller Höhe zugute.
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    Wäre der in den letzten drei Jahren erreichte Umfang des Zubaus der Erneuerbaren über ein Quotenmodell zustande gekommen, wäre dies daher viel teurer für die Stromverbraucher gekommen:
    Der Anreizpreis hätte genügend hoch sein müssen, um Photovoltaik in ähnlichem Umfang zu ermöglichen, denn nur dort gab es diese starken Wachstumsmöglichkeiten. Im Bereich Windenergie wäre mangels genehmigungsfähigen Standorten auch bei höheren Preisen kaum mehr Zubau erfolgt als ohnehin. Damit hätten aber alle erneuerbaren Energieträger von den hohen Preisen profitiert, die nun mit EEG stattdessen nur die Photovoltaik erhalten hat.
    Ähnliches gilt für die Zukunft für den Offshore-Strom: Dieser wird benötigt, um unsere Stromversorgung zu sichern, kostet allerdings (derzeit) noch mehr. Aber es ist nicht sinnvoll, allen Stromerzeugern diese höheren Preise zukommen zu lassen – wie es bei einem Quotenmodell der Fall wäre.
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    Abgesehen von diesem Effekt der fehlenden Preisdifferenzierung führt ein Quotensystem zu höheren wirtschaftlichen Unsicherheiten und vergrößert damit die Finanzierungskosten. Insbesondere wird mehr Eigenkapital benötigt, was dann auch zu einem crowding-out-Effekt bei anderen volkswirtschaftlichen Investitionen führt. Bei festen Einspeisepreisen mit relativ gut kalkulierbaren Einnahmen kann dagegen vermehrt mit Fremdkapital finanziert werden, womit die reichlich vorhandene Liquidität genutzt werden kann und somit auch ein besserer konjunktureller Effekt gesetzt wird.

  • Klaus Blömeke

    Wasserstoff kann als Energiespeicher verwendet werden, nicht als Energiequelle. Bei regenerativen Energien muss das Speicherproblem gelöst werden, ob das unbedingt über Wasserstoff funktionieren muss, sei dahingestellt. Dies ist nur eine Kostenfrage und unabhängig von der Art und Weise der Energieerzeugung.

  • Surp

    @ Klaus Blömeke

    Wasserstoff ist wie Strom, ein sekundärer Energieträger.

    Wasserstoff hat den Vorteil, dass wir bereits das Netz besitzen um ihn realtiv lange zu speichern (Gasnetz), das heißt keine einzige Stromleitung wird benötigt.

    Außerdem behaupten bestimmte Quellen, dass man eigentlich keine einzige Offshore-Anlage etc. brauchen würde (oh die traurigen Konzerne und die ganzen Arbeitsplätze, ich könnte kotzen).

    Und wenn ich ganz ehrlich bin ist das, das Problem. Konzerne wie RWE, EnBw, Stadtwerke etc. würden direkt auf die Insolvenz zu steuern, ich finde das gut.

Der Autor:

ÖkonomenBlog-Redaktion

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