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Marktkritik eingeimpft

Studie des Liberalen Instituts: Die Darstellung von Marktwirtschaft und Unternehmertum in Schulbüchern in Deutschland und in der deutschsprachigen Schweiz.

Wer dem Markt nicht traut, wird kein Unternehmen gründen. Arbeitsplätze werden aber nur dort geschaffen – die meisten bei kleinen und aufstrebenden Mittelständlern. Wer mehr Jobs möchte, sollte das Unternehmerbild und das der Sozialen Marktwirtschaft in der Schule also nicht dunkel und abschreckend darstellen. Gegen eine kritische Analyse ist nichts einzuwenden. Aber auch die wird die marktwirtschaftliche Ordnung angesichts der Erfolgsbilanz der Sozialen Marktwirtschaft in den vergangenen 60 Jahren wohlwollend beurteilen.

Die deutschen Schulbücher vermitteln vielfach einen anderen Eindruck. Dort finden sich marktfeindliche Grundhaltungen. Eine aktuelle Studie, in der die Darstellung von wirtschaftlichen Themen in deutschen Schulbüchern analysiert wurde, hat dies bestätigt. Unerwähnt bleibt oft der positive Zusammenhang von Globalisierung und neuen Chancen. Im Fokus ist häufig der hässliche Abgrund des Strukturwandels. Dass der Wandel auch immer neue Wachstumsdynamik in den Märkten auslöst, bleibt oft unerwähnt. Wohlfahrt wird zum Nullsummenspiel erklärt. Demnach ließen sich globale Wohlstandsunterschiede nur durch noch mehr Umverteilung lösen. Gerechtigkeit wird auf Verteilungsgerechtigkeit beschränkt.

Wer jungen Menschen in dieser Weise marktfeindliche Grundhaltungen einimpft, braucht sich über einen Mangel an mutigen, risikobereiten und engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern nicht wundern. Das ist nicht gut für die Marktwirtschaft und gefährdet unseren Wohlstand!


Liberales Institut der Stiftung für die Freiheit: Die Darstellung von Marktwirtschaft und Unternehmertum in Schulbüchern in Deutschland und in der deutschsprachigen Schweiz.

Erolgsbilanz nach 60 Jahren Sozialer Marktwirtschaft: www.wohlstandsbilanz-deutschland.de

5 Kommentare zu “Marktkritik eingeimpft”

  1. “marktfeindliche Grundhaltungen” Das schaffen die Funktionäre aus Wirtschaft und Politik schon ganz alleine. Dazu braucht man das Kindern nicht einzuimpfen.

    “Umverteilung lösen” Streng genommen schon. Die Frage ist wie diese Umverteilung von statten geht. Entweder durch den Neoliberalismus mit seiner These, dass je reicher die Reichen sind desto eher werden die Armen auch mal satt oder durch fairen Wettbwerb und Sozialausgleich. Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten, aber eine wird ganz sicher versagen und das ist ein relativ unkontrollierter Markt.

  2. westerwellenreiter sagt:

    Marktfeindliche Grundhaltungen in Schulbüchern? – wo findet D.Döttling diese denn? Ein funktionierender Markt ist für jede Volkswirtschaft wichtig! – die Frage ist nur, funktioniert denn ein Markt immer so, wie das für eine Gesellschaft wünschenswert wäre? Ich denke da an Kartelle, wie RWE,Eon oder Vattenfall…wer ist denn für die hohen Strompreise verantwortlich? – es sind letztendlich korrupte Politiker, die in deren Aufsichtsräten für hohes Judas-Salär eine verbraucherfreundliche Politik verhindern! Übrigens sitzen in den meisten solcher Aufsichtsgremien Politiker der CDU und SPD!

  3. Keynesianer sagt:

    Oskar Lafontaine sagte, daß die Marktwirtschaft das überlegene Organisationsprinzip ist. Friedrich Merz sagte das auch!

    Ich finde das auch so!

    Die Diskussion geht also darum wie eine Marktwirtschaft nachhaltig funktioniert, keine Explosionen hervorruft und gesellschafts- und demokratieverträglich ist.

    Von der INSM fehlen mir die Ansätze!

    Aber Frau Dötting verwechselt was die Worthülse soziale Marktwirtschaft angeht vermutlich sogar einen Rüstow mit Hayek (insoweit das zweckdienlich ist)!

    Ansonsten gehört der Artikel in das Märchenbuchsammlung!
    Bereich: Wer nicht für die FREIE Marktwirtschaft ist und nicht daran glaubt, daß die Märkte sich selbst stets selbst regulieren, daß Angebot sich stets automatisch seine Nachfrage schafft, daß es den Einheitsmenschen Homo Oeconomicus gibt, der ist ja angeblich wahnsinnig und gegen den (heiligen und intelligenten und alles lösenden) Markt!

    Ist übrigens interessant wie schnell das Motto beiseite gelegt wird, wenn es knallt! Die selben Marktschreier schreien dan schnell in ganz anderen Tonlagen!

  4. “Ist übrigens interessant wie schnell das Motto beiseite gelegt wird, wenn es knallt! Die selben Marktschreier schreien dan schnell in ganz anderen Tonlagen!”

    Stimmt, aber geht es ja auch um systemische was auch immer Dinge. Von denen haben wir Nicht Markt versteher sowieso keine Ahnung

  5. Keynesianer sagt:

    @ Chriwi

    Ja, da ist uns der Schlag Einheitsmensch (Homo Oekonomicus) mit dem Einheitsmarkt (Tante-Emma-Laden=Supermarkt) völlig überlegen! Bei 100% rationalem optimalen Handeln und völliger Marktransparenz ist das kein Wunder!

    Manche glauben halt noch an der Osterhasen der dann auch noch zu Weihnachten kommt!
    Geht das schief, ruft man um Hilfe und wirft alle Glaubenssätze über Bord! ;)

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Der Autor:

Dominique Döttling

ist geschäftsführende Gesellschafterin der Döttling & Partner Beratungsgesellschaft mbH, Uhingen und Mainz.

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