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Rente: Ende mit Schrecken

Anteil der Erwerbstätigen in der jeweiligen Altersgruppe

Besser zu spät, als nie – in diesem Sinne muss sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück letzten Donnerstag dazu durchgerungen haben, die von seiner Regierung forcierte Rentengarantie als Gefahr für die Generationengerechtigkeit zu kritisieren. Viel bringt es wohl nicht, sich zu fragen, warum er erst am Tag vor der abschließenden Bundesratssitzung mit seiner Meinung um die Ecke kommt. Immerhin lagen die Argumente, Zahlen und Folgekosten doch schon im Mai auf dem Tisch: Wenn in Zeiten sinkender Löhne nur die Rentner geschont werden, kommt das den Steuer- und Beitragszahlern teuer zu stehen. Das Tricksen an der Rentenformel kostet uns alle bis zu 73 Milliarden Euro.

Insoweit kann man dem Finanzminister nur Recht geben. In der Sache wäre es aber besser gewesen, wenn er bereits im Mai das Gesetz verhindert hätte, anstatt es im Juli nachträglich zu kritisieren. Steinbrück wird sich wohl an Adenauer erinnert haben, der einmal sagte: „Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.” Demnach müsste der Bundestag sein umstrittenes Gesetz möglichst schnell wieder zurücknehmen. Dazu passt ein weiteres Sprichwort: „Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.” Na dann, schau´n mer mal.


Zur Grafik: Rentenpolitik hat Hochkonjunktur. Momentan wird nicht nur die neuste Rentengarantie heftig diskutiert, sondern auch über das Renteneintrittsalter ab 67 Jahren. Aktuelle Zahlen zeigen aber: Die Aufregung ist jedoch unbegründet: lediglich 7 Prozent aller Bürger über 63 Jahren gehen überhaupt noch einer Vollzeitbeschäftigung nach.

Ein Kommentar zu “Rente: Ende mit Schrecken”

  1. Melanie Gatzke sagt:

    Sie schreiben: Das Tricksen an der Rentenformel kostet uns alle bis zu 73 Milliarden Euro.
    ich sage ihnen dazu: Das tricksen an den Börsen,Banken und Finanzmärkten kostete bis jetzt schon Hunderte milliarden euro, es wird noch viele
    Jahre weitere Hunderte Milliarden kosten. und es gibt einen unterschied: die masse de rRentener braucht es zum leben.
    Die Masse der Finanzleute brauchte es zum Spekulieren, um die schon vorhandenen Milliarden aufzubessernund für Rentenzahlungen in Höhe von 40 000 Euro– Beispiel. HRE und Funke und Co.
    Da regen sie sich auf, über kleine Erhöhungen bei Renten von 1000-1500 Euro bei einem Großteil der Menschen? Daran geht wohl der Staat zugrunde. den verzockten Milliarden, an den verzockten Milliarden, Landesbankenn -KfW-HRE und so weiter, an den Sozialleistungen für Spekulanten,-Sozialisierung der Verluste für die Banken, daran gehen wir wohl nicht zugrunde. Das sind diejenigen, die uns zugrunde richten, nicht der armselige Rentner mit 1000 Euro Rente. Sie haben das aufgebaut, was die heutige Politmeister und Bankster verwirtschaften. Sie richten uns zugrunde.
    Wieviel sind denn z. B. 2 % vonn 1000 Euro?
    Sie sollten sich schämen.

    Zitat:
    Demnach müsste der Bundestag sein umstrittenes Gesetz möglichst schnell wieder zurücknehmen. Dazu passt ein weiteres Sprichwort:
    „Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.” Na dann, schau´n mer mal.- ——
    ——
    Richtig, besser ein Ende mit Schrecken,
    lassen wir die Spieler der Banken, da wo sie hingehören. An die frische luft setzen.
    Die Zockerbanken, Landesbanken die bankrotten Betriebe, die unfähigen , Manager mit ihren Machenschaften und Mauscheleien in den Bankrott gehen, ab in die Insolvenz und bauen wir gesunde Unternehmen auf.
    Sie richten uns zugrunde, sie erpressen vom Staat , vom Steuerzahler den letzten Cent.
    Lasst die Banken in die Insolvenz gehen.
    Dann erholen wir uns wieder. Dagegen sind die paar Euro für Erhöhung der Renten Peanuts.
    Wer nicht mehr zahlen kann , ist bankrott, aus Ende, der soll vom
    Markt verschwinden.
    Wir haben doch Marktwirtschaft und Kapitalismus.
    Oder doch nur einen- “Kapitalismus mit beschränkter Haftung ?

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Der Autor:

Marco Mendorf

arbeitet als Diplom-Volkswirt bei der Initiative Neue Soziale Markwirtschaft und ist Projektleiter des ÖkonomenBlogs.

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