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	<title>Kommentare zu: Zwanzig Minuten – ein Pfund Kaffee</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Von: Thimm Thaler</title>
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		<dc:creator>Thimm Thaler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 14:45:58 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Feist,

dem Abspann ihres Artikels entnehme ich, dass Sie hier die 60-jährige Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft nachzeichnen und auf neue Herausforderungen hinweisen wollen. 

Eine »Erfolgsgeschichte» schreiben ist eine Sache. Wenn Sie aber wirklich den Anspruch haben, auf neue Herausforderungen hinzuweisen, sollten Sie Ihre eigenen Zahlen etwas differenzierter betrachten:

http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/reales-einkommen-plus-528-prozent.html

Sechzig Jahre »Erfolg« sind nicht der Vergleich zwischen 1950 und 2007, sondern die Zeit dazwischen. 

Wenn Sie sich die reale Nettolohnentwicklung genauer anschauen, zeigt sich, dass der enorme Kaufkraftzugewinn sich hauptsächlich auf den Zeitraum bis 1980 bezieht. Zwischen 1950 bis 1980 betrug der durchschnittliche jährliche Nettolohnzuwachs ca 5,15 %, während er die letzten 27 Jahre zwischen 1980 und 2007 unter 0.6 % liegt. Seit 1995 sind zeitweilig sogar Kaufkraftverluste zu verzeichnen. 

Von einem Blog mit dem Untertitel »Stimme der ökonomischen Vernunft« erwarte ich eine etwas umfassendere »Bilanzanalyse«, die nicht nur einseitig positive Aspekte beleuchtet, sondern auch auf nicht so positive Aspekte eingeht. Vergangene Erfolge feiern – gern, aber bitte mit einer angemessenen 
selbstkritischen Sichtweise.

Sonst verliert das Konzept »soziale Marktwirtschaft« seine Glaubwürdigkeit und aus der »Stimme der ökonomischen Vernunft« wird »Schönfärberei».

Mit freundlichen Grüßen

Thimm Thaler</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Feist,</p>
<p>dem Abspann ihres Artikels entnehme ich, dass Sie hier die 60-jährige Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft nachzeichnen und auf neue Herausforderungen hinweisen wollen. </p>
<p>Eine »Erfolgsgeschichte» schreiben ist eine Sache. Wenn Sie aber wirklich den Anspruch haben, auf neue Herausforderungen hinzuweisen, sollten Sie Ihre eigenen Zahlen etwas differenzierter betrachten:</p>
<p><a href="http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/reales-einkommen-plus-528-prozent.html" rel="nofollow">http://www.wohlstandsbilanz-deutschland.de/reales-einkommen-plus-528-prozent.html</a></p>
<p>Sechzig Jahre »Erfolg« sind nicht der Vergleich zwischen 1950 und 2007, sondern die Zeit dazwischen. </p>
<p>Wenn Sie sich die reale Nettolohnentwicklung genauer anschauen, zeigt sich, dass der enorme Kaufkraftzugewinn sich hauptsächlich auf den Zeitraum bis 1980 bezieht. Zwischen 1950 bis 1980 betrug der durchschnittliche jährliche Nettolohnzuwachs ca 5,15 %, während er die letzten 27 Jahre zwischen 1980 und 2007 unter 0.6 % liegt. Seit 1995 sind zeitweilig sogar Kaufkraftverluste zu verzeichnen. </p>
<p>Von einem Blog mit dem Untertitel »Stimme der ökonomischen Vernunft« erwarte ich eine etwas umfassendere »Bilanzanalyse«, die nicht nur einseitig positive Aspekte beleuchtet, sondern auch auf nicht so positive Aspekte eingeht. Vergangene Erfolge feiern – gern, aber bitte mit einer angemessenen<br />
selbstkritischen Sichtweise.</p>
<p>Sonst verliert das Konzept »soziale Marktwirtschaft« seine Glaubwürdigkeit und aus der »Stimme der ökonomischen Vernunft« wird »Schönfärberei».</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Thimm Thaler</p>
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