Minipaket reicht nicht
Die angekündigten Maßnahmen zur Konsolidierung des Bundeshaushaltes sind das absolute Minimum, um die Vorgaben der Verfassung einzuhalten. Der Staat lebt über seine Verhältnisse. Die Maßnahmen reichen nicht aus, um Deutschland aus der Verschuldungsfalle zu führen. Wenn dies nicht gelingt, droht eine hohe Inflation, die Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose und Rentner besonders trifft. Sie müssen dann mittelfristig die Zeche mit hohen Konsumgüterpreisen bezahlen. Deshalb müssen weitere Maßnahmen auf der Ausgabenseite folgen. Ohne weitere Einschnitte im Bereich des Arbeits- und Sozialministeriums ist dies nicht möglich. Dazu gehört eine ehrliche Diskussion über die aktive Arbeitsmarktpolitik und den Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung. Wer dies nicht will, fährt den Karren bewusst vor die Wand.
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Herr Schäfler warum sollte eine hohe Verschuldung zu Inflation führen. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang. Durch die Senkung der Ausgaben, Entlassungen (somit Kaufkraftverlust) bewegt sich Deutschland eher in Richtung Deflation. In Japan das gleiche Bild. Das Staatsverschuldung immer mit Inflation einhergeht kann man an einigen einfachen Länderbeispielen somit leicht wiederlegen.
Nun lieber chriwi, dann bin ich aber einmal auf Ihre “einfachen” Länderbeispiele gespannt.
Bevor Sie aber mit Ihren Beispielen aufwarten, lassen Sie uns zunächst den Begriff der Inflation definieren:
“Inflation ist das Ausweiten der Geldmenge oder deren Derivate”
Sollten Sie zu den Anhängern der Definition gehören, dass Inflation die allgemeine Preisteigerung ist, so begehen Sie den Fehler Ursache mit Wirkung zu verwechseln. Nach dieser Definition braucht man lediglich die Preise einzufrieren und die Inflation ist gebannt während man weiter lustig Fiat-Geld drucken kann. Dies ist so offensichtlich abstrus, dass es eigentlich keiner weiteren Erläuterung bedarf.
Trotzdem hier noch einige Bemerkungen dazu. Ein Geld, ist nicht was ein Staat als Geld festsetzt und beliebig mehren oder vermindern kann, sondern ein Geld ist das marktfähigste Produkt.
Als ein Geld wird sich im unbehinderten Markt immer durchsetzen, was, neben anderen Elementen, von der überwiegenden Mehrzahl der Marktteilnehmer bereitwillig gegen Güter und Dienstleitungen getauscht wird. Solches Geld waren häufig, aber nicht ausschließlich, Metalle, besonders Edelmetalle, aus Gründen die ich mir erspare zu erläutern.
Was wir, umgangsprachlich als Geld bezeichnen, ist kein Geld in diesem Sinne, sondern lediglich ein Stück bedrucktes Papier oder, im Falle der Münzen, eine Wertmarke, das auf Grund des staatlichen Gewaltmonopols mit Hilfe der Gesetze über das gesetzliche Zahlungsmittel, per orde de Mufti, in den Rang eines Geldes erhoben wurde.
Sowenig wie der Parkschein das Auto ist, dass in der Tiefgarage steht, sowenig ist unser Geld ein Geld im ökonomischen Sinne.
Und nun bin ich auf Ihre “einfachen” Länderbeispiele gespannt.
“Deshalb müssen weitere Maßnahmen auf der Ausgabenseite folgen. Ohne weitere Einschnitte im Bereich des Arbeits- und Sozialministeriums ist dies nicht möglich. Dazu gehört eine ehrliche Diskussion über die aktive Arbeitsmarktpolitik und den Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung.”
Was verbirgt sich hinter dieser Formulierung? Wollen Sie den Rentenzuschuss kürzen oder einsparen? An welche anderen Einschnitte seitens des Arbeits- und Sozialministeriums denken Sie? Es ist leider ein Problem vieler Texte hier, dass keine konkrete Vorschläge gemacht werden, sondern nebulöse Forderungen.
Wenn der Zuschuss des Bundes zur gesetztlichen Rentenversicherung gekürzt wird oder wegfällt, reduzieren sich die Rentenzahlungen weiter, das dürfte allen klar sein. Es sei denn, die Beiträge werden erhöht – oder die Bürger sorgen zusätzlich privat vor. Das Letzteres nötig ist, keine Frage. Aber: Haben Sie sich mal überlegt, wie ein Durchschnittsverdiener aus der Mittelschicht das stemmen soll?
30 Euro Kopfpauschale zusätzlich zum Beitrag – um die Finanzlücken der gesetzlichen Krankenversicherung zu stopfen. Hier 80 Euro in die betriebliche Altersvorsorge, da 65 Euro in die Riesterrente – um für das Alter vorzusorgen. Als nächstes eine Erhöhung der KiTa-Gebühren – um den Stadtkämmerer zu entlasten. Ach ja, Studiengebühren wollen für den studierenden Nachwuchs ja auch noch bezahlt werden – weil die Universitäten international konkurrenzfähig werden müssen, aber sowieso schon auf dem letzten Loch pfeifen. Dazu eine Haushaltspauschale – um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk am Leben zu erhalten. Und das alles bei unsicheren Arbeitsplätzen, befristeten Stellen und einem generell sinkenden Lohnniveau.
Wundert es noch irgendwen, dass sich die Mittelschicht ganz allmählich von dem Gedanken verabschiedet, Kinder in die Welt zu setzen? Das ist heute fast eine rein ökonomische Entscheidung geworden. Können wir uns das leisten, oder nicht? Von zwei oder gar mehr Kindern ganz zu schweigen.
Die weitere Entwicklung kann man abschätzen, ohne Prophet zu sein: Weniger Kinder bedeutet weniger Beitragszahler. In der Folge geraten die Sozialsysteme noch weiter unter Druck. Entweder die Beiträge steigen weiter – oder die Bürger sorgen noch mehr privat vor. Von ihren weiter sinkenden Löhnen und Renten.
Kein Vertun: Ich habe nichts dagegen, dass die Bürger mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen. Das der demografische Wandel bedeutet, mehr selbst vorzusorgen dürfte heute den meisten Menschen klar sein. Und ich habe auch nichts dagegen, im Leben länger zu arbeiten. Aber das sinkende Einkommen aus Arbeit bei langfristig steigenden Sozialbeiträgen und privater Vorsorge eine Entwicklung kennzeichnen, die nicht ewig gut geht, dürfte auch jedem klar sein.
Von Seiten der Wirtschaftsverbände, der FDP und auch der INSM fehlt mir angesichts dieser Parameter eine langfristige Perspektive. Stattdessen wird ausführlich debattiert, welchen Sinn die Vergünstigungen bei der Mehrwertsteuer machen. Klein-klein statt große Entwürfe. Eine Wende, wie von Westerwelle verkündet sieht für mich anders aus. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die Politik angesichts der Dynamiken der Globalisierung die Werkzeuge – intellektuell wie ordnungspolitisch – ausgehen. Keine sehr beruhigende Vorstellung.
@Norbert Haag
Schon komisch, dass die Definition der Inflation “Anhaltende Preissteigerung und damit verbundener Kaufkraftschwund und Geldentwertung” ist. Das die reine Verschuldung keine Rolle spielen muss sieht man an Japan. Dieses Land steckt seit Jahren in einer Wirtschaftskrise und ist nahe einer Deflation. Durch die Ausweitung der Staatsverschuldung müsste nach ihrer Logik die Kaufkraft der Bewohner sinken. Die USA ist das nächste Beispiel. Die Ausweitung der Verschuldung nahm riesig zu und die Preise sind stabil http://www.finanzen.net/inflation/. Was passiert also mit dem Geld? Es durch Bankensubventionen indirekt an die Wohlhabenden gezahlt, welche das Geld wieder an den Staat leihen. Wieso sollten damit die Preise steigen, wenn die Wirtschaft kränkelt. Die Preise steigen erst, wenn mehr Güter gekauft werden wollen als da sind.
Preise einzufrieren nutzt auch wenig. http://www.weissgarnix.de/2010/03/06/wie-der-frosch-im-kochtopf/
Denn im Endeffekt wird nichts geändert, außer das vorher nicht jeder kaufen konnte und nun jeder kaufen kann aber nicht genug da ist. In der DDR gab es also genau die gleichen Effekte wie bei einem zu starken Kaufkraftverfall, außer dass die Personen mehr oder weniger zufällig gewählt wurden.
Die Anspielung auf Metalle ist auch unsinnig. Sieht man in die Geschichte erkennt man sehr schnell, dass Metalle weder vor Wertverfall noch vor Finanzkrisen schützen (Tulpenzwiebelspekulation in Holland, Wirtschaftskrise von 1857 (erste Weltwirtschaftskrise),
Gründerkrise 1873). Somit ist die Stabilität ebensowenig gewährleistet. Wieso eine goldgedeckte Währung besser sein sollte als eine staatswertgedeckte ist mir nicht klar. Einmal bürgen sie mit Gold und einmal mit Straßen, Gebäuden, Land, etc. In beiden Fällen zahlt der Staat in letzter Instanz nicht wenn er nicht will, oder aber der Wert des Geldes verfällt, wenn niemand mehr daran glaubt.
“Geld (ahd. gelt ,Vergeltung, Vergütung, Einkommen‘ oder ,Wert‘[1]) ist ein Begriff für ein Wertäquivalent”
Das ist auch das Fiat Money. Einmal haben sie das Versprechen vom Staat das er Geld + Zinsen zahlt und einmal das er Gold zahlt. Beides kann passieren oder auch nicht.
@chriwi
Wie ich bereits Eingangs sagte, kommt es schon darauf an was man unter Inflation versteht. Bis zu Keynes Zeiten war dieser Begriff eindeutig in der WIssenschaft, auch der Ökonomie, und wurde als ein aufblähen oder auffüllen von etwas (lat. inflare) verwendet. Von dieser Bedeutung findet sich in der von Ihnen favorisierten Definition nichts mehr wieder, denn ein Preisanstieg ist eben nicht mit den Begriffen wie auffüllen oder aufblähen in Verbindung zu bringen.
Ich stelle fest, dass Sie den Begriff Inflation mit einer Definition versehen, die mit der ursprünglichen Bedeutung nichts mehr zu tun hat. Etwa so wie ich Banane sagen kann und Tomate meine und mich dann über die Ignoranten amüsiere, die das Gesicht verziehen wenn sie in eine meiner Bananen beißen und den unerwarteten Tomatengeschmack im Munde spüren.
Ich persönlich halte dies für eine Art orwellschen Neusprechs, zumindest aber sorgt es für erhebliche Verwirrung.
Um der Diskussion willen nehme ich also Ihre Definition von Inflation als Grundlage.
Anhaltende Preissteigerung und damit verbundener Kaufkraftschwund und Geldentwertung ist mir nicht eingänglich.
Zunächst ist Kaufkraftschwund und Geldentwertung das Gleiche, denn, solange ich keine Bartergeschäfte betreibe, ist Geld der Kaufkraftspeicher, oder etwa nicht?
Anhaltende Preissteigerung bedeutet anhaltendes Ansteigen des Geldpreise. Dies kann nur aus zwei Gründen erfolgen. Da Geld wie jedes andere Gut ein Angebot und eine Nachfrage hat, muß, damit es zu einer Verringerung des Geldpreises kommt, entweder ein größeres Angebot oder eine geringere Nachfrage geben.
Im Falle des Geldes ist die geringere Nachfrage nicht wirklich von Interesse, da Geld, wie gesagt das marktfähigste Gut ist, mihin per definitionem immer die höchste Nachfrage hat. Bleibt also als Auslöser der Preissteigerung nur ein vergrößertes Angebot.
Ein solch vergrößertes Angebot heißt aber nichts anderes als, dass mehr Geld auf den Markt kommt, und dadurch die Kaufkraft gegenüber anderen Gütern sinkt. Oder anders herum ausgedrückt, dass der Geldpreis für den Kauf von Gütern steigt, denn nun ist das Geld weniger wert als zu der Zeit als das Angebot an Geld noch geringer war.
Kurz die Defintion die Sie bieten ist lediglich eine Verschleierung der ursächlichen Zusammenhänge, indem sie eine Auswirkung der Geldinflation -also die Vergrößerung des Geldangebotes- als Ursache postuliert.
Ich überspringe jetzt Ihre Schulden sind kein Problem Argument, da es auf einem, aus meiner Sicht heraus, irrtümlichen Verständnis von Geld rührt.
Auf mein Argument, dass ein Geld schlicht das marktfähigste Produkt ist gehen sie mit keinem Wort ein. Sie erklären schlicht, Kraft souveräner Willkür, dass die Anspielung auf Metalle Unsinn ist. Nun, ich bin kein Verfechter des Goldstandards, sondern stelle nur fest, dass ein Geld das marktfähigste Produkt ist und uns die Empirie -die Erkenntnisse vergangener Vorgänge – zeigt, dass sich Edelmetalle über mindestens zweitausend Jahren als Geld am Markt etabliert hatte.
Der wesentliche Unterschied zwischen einem auf dem Markt entstandenen Geld und einer Fiat-Währung ist, dass es sich beim Marktgeld nicht um ein “Versprechen” eines Marktteilnehmers handelt, sondern um ein physikalisches Gut. Banknoten waren bis zur Einführung einer Fiat-Währung keinesfalls Geld, sondern ein Geldersatz, den man gerne aus Gründen der Sicherheit und Bequemlichkeit verwendete. Die Note selbst war sowenig Geld wie Ihr Parkhausticket das abgestellte Auto ist.
Nun sagen Sie vielleicht, dass mag ja alles für den Bereich von Transaktionen zwischen Einzelnen zutreffen, kurz Mikroökonomie sein. Für die Makroökonomie, die Volkswirtschaft also, gelten andere Gesetze.
Dieses Argument ist ungefähr so sinnvoll als würde ein Mathematiker behaupten, dass höhere Mathematik nicht nur viel komplizierter als Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sind, sondern, dass die Regeln der niederen Mathematik für die höhere Mathematik nicht gelten, also in der höheren Mathematik Eins und Eins gerne auch mal Drei, Vier Fünf oder was auch immer genehm ist sein kann.
Noch rasch zu Ihrer letzten Aussage, dass Fiat-Geld das Geliche wie Commodity-Geld sei, weil im einen Fall der Staat eben mit staatsgedecktem Geld -was immer das sein soll- und im anderen Fall mit Gold zahlt.
Der große Unterschied ist, dass der Staat diese Deckung im ersten Fall nicht hat, und somit ungedeckte Schulden eingeht, die er nur dann bedienen kann, wenn das Staatsvolk bereit ist ihm genug St
@Herr Schäffler
wir Sparen ÜBER unsere Verhältnisse, das ist die Realität.
Schaun Sie bitte mal in die VGR – die Wirtschaft finanziert sich nahezu komplett aus Abschreibung.
Für die privaten Nachfragverzicht(Guthabenaufbau) haben wir deshalb folgende 2 Ausgleichsmöglichkeiten. 1. Staatsschulden 2. Exportüberschüsse
Exportüberschüsse sind seit 09.Mai Untreue am deutschen Volksvermögen – weil wir den anderen nun das Geld per Staatsschulden schenken werden um bei uns überschüssig einzukaufen.
Entweder wir bringen die Sparer zum Selbstinvestieren – oder wir investieren auf Staatskredit im Inland – die auch von Ihrer Partei angepeilte Variante 2 ist wie gesagt nun ein Geschenk ans Ausland.
Dann sollten wir Deutsche uns lieber neue Schulen und bessere Bildung schenken – z.B. saldenmechanisches Grundwissen für jeden der sich zu Wirtschaft äußert.
Mit freundlichen Grüßen Jörg Buschbeck
@Norbert Haag
http://www.forum-systemfrage.de/Aufbau/ca/32o/ca32o.php?tbch=aabaca&schp=rnachfrE&zeitSpanne=3&ordner=32o
dort können sie einiges über Inflation und Deflation lernen. Ihr Beispiel zur Mathematik ist hinfällig, denn Mathematik wird zu Hilfe genommen um Modelle zu beschreiben. Treffender wäre der Vergleich von Nanoebene und Universum zum Beispiel. In der Physik wird in dem einen Bereich die Quantenmechanik verwendet und im anderen die Relativitätstheorie. Es würde auch keiner auf die Idee kommen, dass Planeten eine Unschärfe haben. Somit kann es durchaus sein, dass Modelle auf der einen Ebene super funktionieren und auf der anderen nicht. Man muss nur wissen wann man welches anwendet. Haben sie sich schon mal mit Modelbildung beschäftigt?
@ Norbert Haag
Sie können von Chrivi noch etwas lernen. Solange in den Schichten mit hoher Kosumquote (und das sind eben noch einmal die unteren Einkommensbereiche) kein gigantischer Einkommensboom ausbricht wird man wohl die Preise nicht anheben können. Solange ein Nachfragemangel bestehen bleibt drohl keine Inflation! Das momentan Staatsschulden als Vermögen umgewandelt ganz oben reichlich ankommt, das sorgt nicht für eine Inflation aber für ein satt laufendes Casino! Es kommt einfach darauf an wo das Geld sitzt!
Ihre fehlerhaften Modelle die sie präsentieren sind auffällig!
Eine Inflation kann derzeit wohl eher nur importiert werden, wenn der Euro sinkt und die Kosten für in Dollar gehandeltes Öl steigen!
Sie können ja einmal versuchen mit monetaristischer Politik dies zu beeinflussen. Das ist bereits in den 70er Jahren gescheitert! Die monetaristische Reflexpolitik der Bundesbank hat den Ölpreis und den Jom-Kippur-Krieg nicht beeindruckt!
Leider sind ökonomische Zusammenhänge etwas komplexer als Ihre skurile Modellhaftigkeit!
@ Vielen Dank für ihre Aufklärung.
Da Sie sich ja im Namen schon als Anhänger von Lord Keynes zu erkennen geben, bin ich über Ihre qualifizierte Diagnose hinsichtlich fehlerhafter Modelle überaus dankbar.
Insbesondere deshalb weil die Kollegen Ihrer Schule bisher vor jeder Krise keine kommen sahen und jede Krise mit den Mitteln zu beheben behaupten, welche für die Krise ursächlich war.
Kurz, ihr Track Record ist so elend daneben, dass es schon an Hubris neigt sich so herablassend über andere Modelle, die zudem den Vorzug haben alle Krisen vorhrergesagt zu haben, zu amüsieren.
Und das Sie noch nicht einmal dazu in der Lage sind zwischen einem Vertreter der östereichischen Volkswirtschaftslehre und einem Monetaristen zu unterscheiden, spricht auch nicht gerade für Ihre akademische Bildung.
Ich lasse es lieber so stehen, sonst enden wir hier in einem nutzlosen Flamewar ohne auch nur einen Millimeter weiter zu kommen.
@ Norbert Haag
Vielen Dank für Ihre Eigenkreation über Keynesianer!
@ Haag
Lesen Sie mal Minsky. Es ist geradezu erschreckend, wie viele Parallelen es zwischen diesem Postkeynsianer und Hayek gibt.
@Norbert Haag
Geld ist das marktfähigste Gut? Das mag stimmen bei Gold- und Silbermünzen. Das derzeitige Geld (Giral + Zentral + Papier) hat aber eine Eigenschaft, die ein Gut nicht hat. Es lässt sich durch Markteilnehmer (Banken) vermehren ohne physisches Limit (lässt man mal Eigenkapitalquote und Mindestreserve weg.) Eine Analogie mit einem marktfähigen Gut a la Smith hatte selbst schon Ricardo wohl nicht für gut befunden.
Wenn mich nicht alles täuscht, sinkt M3 im Euro-Raum und in den USA. Bei steigender Staatsverschuldung. Nach ihrer Definition also keine Inflation, da Geldmenge sinkt. Auch sehe ich nicht, wieso durch Verschuldung des Staates die Geldmenge steigen sollte. Der Staat tauscht nur seine Papierchen gegen bereits vorhandenes Geld und gibt es dann anderen Leuten. Wo soll die Geldmenge bei diesem Vorgang ansteigen?
@Keynesianer – @Norbert Haag
Da Keynesianer so gerne zitiert, hier ein kleines Zitat, das – wie ich meine – die Auseinandersetzung gut abrundet:
“There is no use in arguing with people who are driven by ‘an almost religious fervor’ and believe that their master ‘had the Revelation’. It is one of the tasks of economics to analyze carefully each of the inflationists plans, those of Keynes and Gesell no less than those of their innumerable predecessors from John Law to Major Douglas. Yet no one should expect that any logical argument or any experience could ever shake the almost religious fervor of those who believe in salvation through spending and credit expansion”.
Ludwig von Mises (1948).
@Michael Klein
Das stimmt wenn aus Wissenschaft Religion wird, dann wird aus Wissen und Fragen Glauben und Häresie.
@Nanu
Diese Art von Verwirrung entsteht, wenn man Das Parkticket mit dem Auto verwechselt und dann dazu übergeht Parktickets Autos zu nennen.
Es wird viel geredet und geredet, aber die große Inflation wird trotzdem nicht mehr aufzuhalten sein. Inzwischen sagen nicht mehr nur noch Pessimisten unter den Finanzanalysten und Experten, dass eine Geldentwertung kommen kann…
“Wenn dies nicht gelingt, droht eine hohe Inflation, die Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose und Rentner besonders trifft. Sie müssen dann mittelfristig die Zeche mit hohen Konsumgüterpreisen bezahlen”
Mich stört das Wörtchen “dann”: there is no free lunch!!
Die besagten Gruppen plus jeder Steuerzahler werden diese Schulden definitiv bezhalen müssen.