Mit Migration aus der Krise
Von prominenter Seite wurde das Sparpaket der Bundesregierung heftig torpediert. Die konjunkturelle Stimulierung sei unverzichtbar, hieß es. Doch lobenswerterweise konnte sich die Bundesregierung durchsetzen. Und dennoch bleibt eine Frage offen: Wie kann bei uns die inländische Nachfrage gestärkt werden?
Kein ernstzunehmender Ökonom würde dazu die Lohnpolitik in die Pflicht nehmen. Empirisch ist längst bewiesen, dass eine nachhaltige Belebung der privaten Nachfrage durch eine Lohnerhöhung bei fortbestehender Arbeitslosigkeit nicht effektiv ist. Wirksamer ist die Verbesserung der Beschäftigungslage. Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich in der Krise als äußerst robust erwiesen. Viele Unternehmen der Industrie klagen sogar über Engpässe bei der Rekrutierung der Arbeitskräfte. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen können das Problem allenfalls mildern. Die Wirtschaft braucht qualifizierte Leute – auch aus dem Ausland. Die Tatsache, dass der Anteil der Personen ohne Berufsausbildung bei unseren Migranten viermal so hoch ist wie bei den gebürtigen Deutschen, benennt das Problem. Wer die Binnennachfrage nachhaltig und effizient beleben will, braucht eine auf den Arbeitsmarkt ausgerichtete Einwanderungspolitik. Unsere Fußballnationalmannschaft hat exemplarisch gezeigt, wie erfolgreich das sein kann.
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Interessant wäre doch zu fragen, warum wir so viele schlecht ausgebildete Migranten in Deutschland haben. Und hier kommt wieder mal das selektive Bildungssystem ins Spiel. Herr Hüther schlägt nun vor, den bereits produzierten Ausschuss an jungen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland einfach zu ignorieren und neue Quellen anzuzapfen indem die guten Migranten aus anderen Ländern importiert werden sollen. Dies ist eine Politik zu Lasten anderer Länder, aber das nur am Rande. Was passiert denn mit den bereits in Deutschland lebenden Schulabbrechern bzw. Hauptschulabsolventen. Wäre es nicht sinnvoll hier zu investieren? Das Gebot der Chancengerechtigkeit verstanden im Sinne von John Rawls fodert genau dies. Herr Hüther ignoriert dies leider. Er stellt eine Kosten-Nutzen Analyse an und wägt die Kosten für Anwerbung und Integration gutqualifizierter Migranten mit der Ausbildungskosten schlechtqualifizierter deutscher Migranten ab. Im Ergebnis ist der Nutzen bei der Einwanderungsversion offenbar größer.
Ich Teile die Einschätzung von Herrn Hüther, dass mehr Immigration nötig ist und sie Deutschland gut tun wird. D.h. aber nicht, dass uns die Millionen von Arbeitslosen in diesem Land nichts mehr angehen.
“Kein ernstzunehmender Ökonom würde die Lohnpolitik in die Pflicht nehmen” sagt Herr Hüther und diskreditiert damit alle Ökonomen, die etwas anderes als das Modell der vollständigen Konkurrenz im Kopf haben. Ein sehr hohes Argumentationsniveau… er könnte genauso gut sagen, dass alle anderen doof sind.
Ein Lohnanstieg wird nicht nur damit begründet, dass die Binnennachfrage ansteigt sondern auch mit den außenwirtschaftlichen Ungleichgewichten. Irgendwann vor ferner Zeit gab es das magische Viereck der Wirtschaftspolitik und dies besagte u.a. dass ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht angestrebt werden solle. Nun wird dieses Prinzip seit Jahren massiv verletzt und man sollte meinen, dass Handlungsbedarf besteht, aber weit gefehlt…. sollen unsere Handelspartner ruhig zusammenbrechen, die Löhne bleiben unten.
Auch wenn es sich keiner zu sagen traut – Fakt ist doch :
Ein Sozialsystem wie Deutschland es hat zieht natürlich massenhaft ungebildete Menschen an. Es hat und wird nie qualifizierte Zuwanderung geben – siehe Parteienlandschaft.
Migration ist und wird zu einem großen Teil in den sozialen Sicherungssystemen enden.
Deshalb : Keine Migration. Wir haben genug (ausländischstämmige) Arbeitslose im Land – diese muss es gelten zu qualifizieren.
Das problem der migration von qualifizierten arbeitskräften ist auch dadurch ansteigende diaspora der jeweiligen länder in deutschland, welche wieder unqualifizierte arbeitskräfte anlockt. Dieser gedanke muss dabei bedacht werden.
Generell kann eine migration jedoch einen positiven nutzen bringen, da der großteil der migranten die nach deutschland kommen im alter zwiachen 18 und 45 jahre alt sind.
@pincorrect.
Fakt ist doch:
Das sie bei der NPD oder anderen in der Richtung gearteten Ideologen abgeschrieben haben.
Schauen sie sich die Einwanderungszahlen an. Der Ausländeranteil liegt seit Jahren stabil bei 9%.
Typisch INSM! BILDUNG kostet Geld, da man aber ganz oben die Steuern senken will kommt man nun auf die Idee das Ausland zu beklauen und sich Bildung von anderen bezahlen zu lassen.
Lediglich kamen bereits einmal nicht so viele “Computerinder” wie gewünscht und dann ist auch noch damals die IT-Blase geplatzt!
Etwas mehr Eigenverantwortung liebe INSM!
@pincorrect: Ich muss @chriwi zustimmen und will seine Aussage zum Anlass nehmen Sie zu fragen, wo Sie diesen Unfug herhaben…. Sind Sie in Ihrem Leben schon einmal migriert (mehr als 10 KM meine ich). Wenn ja, dann wissen Sie, dass mit einer Migration eine erhebliche Anstrengung verbunden ist. Und Sie denken, eine solche Anstrengung nimmt man in Kauf, weil in Deutschland die Sozialhilfe winkt? Absurd!
Im uebrigen, Herr Huether, scheint mir Ihr Artikel etwas die Realitaet zu verkennen. Deutschland befindet sich in einem internationalen Wettbewerb um Migranten mit hohem Humankapital und die Realitaet sieht so aus, dass sich die meisten dieser Migranten fuer die USA, Kanada, Australien, UK oder HongKong entscheiden, nur wenige finden ihren Weg nach Deutschland …
Kurz: Es reicht nicht zu sagen, lasset Migranten zu uns kommen, nein, man muss Migranten einen Anreiz bieten … Um zu sehen, wie man das macht, googlen Sie mal im Internet nach den ads, die die US-Regierung regelmaessig schaltet, um Hochqualifizierte in die USA zu locken.
@Herr Klein,chriwi:
Ich beziehe meine Aussagen nicht aus Ideologien sondern aus Fakten.
Wer eine Einwanderung in die Sozialsysteme leugnet , lebt in einer Scheinwelt.
“Von 1971 bis 2000 ist die Zahl der Ausländer in Deutschland von 3 Millionen auf etwa 7,5 Millionen gestiegen. Die Zahl der erwerbstätigen Ausländer hat sich jedoch nicht bewegt: Sie blieb bei rund 2 Millionen. 1973 (dem Jahr des Anwerbestopps) waren 65 Prozent der Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt, ein Jahrzehnt später waren es nur noch 38 Prozent. Ein Großteil der Zuwanderung nach Deutschland, die seit dem Anwerbestopp hauptsächlich ungesteuert über Familienzusammenführung erfolgte, ging also nicht in den Arbeitsmarkt, sondern in die Sozialsysteme.”
Zitat von http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E77D544D81E4446CA91D0573BB14FF01E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
@pincorrect
Ich denke, Sie sollten sich das alles noch einmal genau ueberlegen, denn nach dieser Argumentation fallen nach der letzten Statistik der ILO rund 55% der Frauen in D dem Sozialsystem zur Last … Probleme mit dieser Zahl?; nun, wenn man die unter 15 Jaehrigen herausrechnet, dann sind es noch rund 48%, nimmt man die ueber 60jaehrigen heraus, dann kommt man auf 67% und so weiter … Die Rechnung fuer die Auslaender ist die gleiche, und wenn Sie kein Problem damit haben, dass die Erwerbstaetigen in D. 55% der Frauen finanzieren (die nach Ihrer Ansicht dem Sozialsystem zur Last fallen), warum haben Sie dann Probleme damit, dass Migranten, die in D leben, z.B. ihre zumeist zahlreicheren Kinder (ich dachte viel Kinder sind das Oberziel in D…) durch ihre Arbeit finanzieren und in D zur Ausbildung schicken …? Und gegen eine Freistellung von Frauen haben Sie vermutilch auch nichts – oder? Und wenn doch, dann sollten Sie generell dagegen vorgehen, dass Frauen von Arbeit z.B. durch Kinderkriegen freigestellt werden.
Es kommt immer drauf an welche Einwanderergruppe man nimmt und welche Vorstellung dessen Kultur von Bildung und Erziehung hat.
Polen,Vietnamesen,Chinesen usw. stellen in der Tat einen Gewinn für das Land dar – aber es kommen nunmal die meisten Menschen aus der islamisch-arabischen Kulturgemeinde zu uns – schauen sie sich die Länder und Zahlen an:
http://www.bmi.bund.de/cln_183/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/07/asylzahlen_juni2010.html
Es gibt einen Unesco-Entwicklungsbericht über die islamisch-arabische Welt. In die gesamte islamisch-arabische Welt werden im Jahr so viele Bücher übersetzt , wie nach Griechenland in griechische übersetzt werden – mit 8 Millionen Einwohnern.
Da gibt es massive Defizite , und diese Defizite werden nach Europa exportiert!
Natürlich wäre ich für eine qualifizierte Zuwanderung aber diese wird es nicht geben , da diese Menschen in Länder gehen , wo sie weniger als 50% ihres Einkommens versteuern müssen.Dazu kommt noch unsere linke Parteienlandschaft.
Der Versuch unsere demographischen und wirtschaftlichen Probleme durch (unqualifizierte) Migration zu lösen wird zwangsläufig scheitern.
@pincorrect
wow, wenn man das so liest, dann weiss man gar nicht, wo man anfangen soll… Kennen Sie eigentlich jemanden aus der islamisch-arabischen Welt??? Diese qualitative Gewichtung von Migranten nach Glauben ((das ist es ja wohl), Tuerken wollten Sie wohl nicht schreiben… ), macht einem Schaudern. Wo sehen Sie denn den “Gewinn fuer das Land”, der bei Vietnamesen groesser ist als bei islamisch-arabischen (grauslige Konstruktion, was ist mit Indonesiern, die mehrheitlich Muslime sind, aber nicht arabisch, sind die dann nur halb so schlimm?) Manche Posts hier machen einem einfach sprachlos …
(Nebenbei: der Anteil der Muslime in China wird auf rund 2% geschaetzt, das macht dann satte 2.6 Millionen Chinesen, die – sofern sie nach Deutschland migrieren – Ihre Qualitaetsratio verderben …)
Well, zum Thema Uebersetzen, ich wette, die Anzahl der Buecher, die ins Englsiche uebersetzt werden, ist auch sehr gering. Was heisst das nur fuers UK oder die USA??? Naja vielleicht wird ja ein Schuh draus, wenn man sich ueberlegt, dass viele Araber Englisch sprechen und lesen koennen, so dass es eh’ Unsinn ist, Buecher ins Arabische zu uebersetzen. Reisen Sie doch einmal nach Kairo und gehen etwas abseits vom Touristenstrom in einen richtigen Basar und dann werden Sie feststellen, dass die islamisch-arabischen Menschen dort in jedem Fall Englisch sprechen und haeufig gar Deutsch. … je laenger ich drueber nachdenke, um so unsinniger finde ich diesen Buecher-Uebersetzen-Indikator …
Und dann muss ich Ihnen noch Recht geben: Migration loest die wirtschaftlichen Probleme in D. nicht, die koennen nur durch einen radikalen Abbau des Sozialstaats geloest werden!
Migration von Ausländern ist in Deutschland gescheitert. Im übrigen gehen die Hochqualifizierten lieber in andere Länder, weil dort die Bezahlung und auch die Lebensqualität besser ist!
Wir sind schon lange kein Einwanderungsland für Qualifizierte!
In Wirklichkeit sind wir ein Auswanderungsland und da spielt auch die Wirtschaft ihre negative Rolle, weil sie Facharbeitern ihre angemessenden Löhne verweigert!