Archiv der Kategorie: "Soziales"

Der Arbeitgeber-Beitrag zur Krankenversicherung ist bekanntlich “eingefroren”. Preissteigerungen schlagen somit ausschließlich beim Arbeitnehmer-Anteil auf. Tragen die Arbeitnehmer deshalb auch ausschließlich die Kosten solcher Preisanstiege? In der Zeitung Die Welt zum Beispiel ist das so zu lesen. Der Ökonom Markus Hessler erklärt, warum das Unsinn ist. weiterlesen

Eine aktuelle Studie der OECD räumt mit einer ganzen Reihe liebgewonnener Allgemeinplätze wohlfahrtsstaatlicher Politik auf. So enttarnt das Schwerpunktthema „How’s Life for Children?“ im diesjährigen “How’s Life“-OECD-Bericht so manches lang gepflegte Jammertal als Garten Eden.  Das heißt nicht, dass hierzulande alles im Lot wäre. Das liegt aber gerade auch daran, dass uns die allgegenwärtigen paternalistischen Schimären blenden und den politischen Diskurs an den falschen Stellen binden.  weiterlesen

Lange galt der US-Vermögensverwalter Blackrock in der Finanzbranche als Vorbild. Doch nun hagelt es Kritik. Der US-Investor Carl Icahn bezeichnet die Firma als „extrem gefährlich“. Da kommt Heike Buchters Buch gerade richtig. Sie schaut hinter die Kulissen dieser „unheimlichen Weltmacht, die nach unserem Geld greift“. Und findet so einige Ungereimtheiten.

Heike Buchter: Black Rock – eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld, Campus-Verlag 2015, Frankfurt Main 2015

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Die Welt braucht eine wirkungsvolle Neuausrichtung der Finanzsysteme. Davon sind die Autoren überzeugt. Die Mittel dazu: Empathie, Mitgefühl, Altruismus. Was wie ein frommer Wunsch klingt, ist ernst gemeint: Uneigennützigkeit stimuliert nicht nur die Seele, sondern auch unser wirtschaftliches Handeln.

Tania Singer, Matthieu Ricard: Mitgefühl in der Wirtschaft – ein bahnbrechender Forschungsbericht, Knaus-Verlag, München 2015

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Das Wort „Romantik“ passt so gut in Arbeits- und Wirtschaftsleben wie der Elefant ins Einmachglas. Dennoch fordert Tim Leberecht genau das: Lasst mehr Romantik im Geschäftslebens zu! Und damit meint er nicht Liebe im Büro, sondern mehr Leidenschaft für den Job. Für seine „romantische Business-Bewegung“ gibt es kaum ein größeres Abenteuer als die Wirtschaft.

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Viele Menschen verlieren heute den Glauben, dass unser Wirtschaftssystem für Wohlstand, Freiheit und Gerechtigkeit sorgen kann. Das Problem, sagt Felix Martin, ist aber nicht der Kapitalismus, sondern unser Verständnis von Geld. Hatte Geld noch bis vor gut 300 Jahren stets eher eine ordnende Funktion, hat es sich seither fatalerweise als Wirtschaftsgut durchgesetzt und einen eigenen Wert bekommen. Das große Missverständnis hält bis heute an – und war auch Schuld an der Weltwirtschaftskrise.

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