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	<title>INSM - ÖkonomenBlog, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &#187; Allgemein</title>
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	<description>Welche Reformen braucht unser Land? Wie erreichen wir mehr Wachstum und Beschäftigung? Experten geben Antworten - diskutieren Sie mit!</description>
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		<title>Vision á la Carte</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 08:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Horst W. Opaschowski: Der Deutschlandplan – was in Politik und Gesellschaft getan werden muss, München 2011. Wie entwickelt sich unser Land? Welche Trends setzen sich durch? Welche Themen bestimmen unsere Debatten der Zukunft? Mit diesen Fragen setzt sich der renommierte Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski in seinem neuen Buch „Der Deutschlandplan“ auseinander. Und stützt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/opascowski.jpg"><img class="size-medium wp-image-7565 alignright" title="Der Deutschland Plan - Von Horst W. Opaschowski." src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/opascowski-188x300.jpg" alt="" width="142" height="227" /></a>Buchkritik: Horst W. Opaschowski: Der Deutschlandplan – was in Politik und Gesellschaft getan werden muss, München 2011. </strong></p>
<p><strong>Wie entwickelt sich unser Land? Welche Trends setzen sich durch? Welche Themen bestimmen unsere Debatten der Zukunft? Mit diesen Fragen setzt sich der renommierte Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski in seinem neuen Buch „Der Deutschlandplan“ auseinander. Und stützt sich dabei auf Ergebnisse einer repräsentativen Befragung.</strong></p>
<p><span id="more-7564"></span></p>
<p>Er hat schon ziemlich viel prophezeit: die „Erlebnisgesellschaft“, die „Verödung der Städte“, den „Rentner als Trendner“, das Ende der „Ichlinge“, die „Generation @“. Horst W. Opaschowski gehört sicher zu Deutschland eindrucksvollsten und geschicktesten Trendforschern. Nicht nur, was seine Visionen angeht, sondern auch die unglaubliche Dicke und Ansammlung seiner veröffentlichten Bücher. Mit seinem neuesten, dem „Deutschlandplan“, hat er endlich mal ein dünneres vorgelegt, rund 250 Seiten. Das muss aber nicht heißen, dass er weniger sagen möchte. Im Gegenteil: Das auf repräsentativen Umfragen beruhende Buch will sogar Kompass für das gesellschaftliche Leben in der Republik sein.</p>
<p>Überraschend sind seine Thesen allerdings nicht: „Die Luft für männliche Karrieren wird dünner“, „Die Wirtschaft braucht ältere Arbeitnehmer“, „Generationenhäuser im Trend“, „So wenig Müll wie möglich“ oder auch „Kein Wachstum auf Pump“. Opaschowski ist davon überzeugt, dass hierzulande die materielle Wohlstandexplosion den Deutschen kein weiteres Glücksempfinden geben wird. Der Germane ist gesättigt und für sein persönliches Wohlergehen rücken die immateriellen Bereiche des Lebens in den Vordergrund: Natur, Kultur, Religion. „Die Kultur führt neben dem Konsum kein Schattendasein mehr. Und die Kirchen können auf eine Bedeutungsaufwertung der Religion hoffen, wenn sie die Zeichen der Zeit erkennen“, schreibt Opaschowski.</p>
<p>Auch der gesellschaftliche Paradigmenwechsel sei unaufhaltsam. Deutschland ist auf dem Weg zur „Big Society“, einer Gesellschaft, die ihre Bürger stärker fordert und für soziale Anliegen einspannt. Die Bereitschaft der Bürger zur Selbstorganisation wächst angesichts knapper öffentlicher Kassen immer stärker. Im Jahr 2030 wird sich jeder zweite Bürger sozial engagieren wollen und müssen. Die Zukunft Deutschlands gleiche dann „einer Sozialgesellschaft, einer Generationengesellschaft und einer Hilfeleistungsgesellschaft. In der Dreifach-Sicherung des Lebens schützt der Staat die Bürger vor sozialer Not, halten die Generationen fest zusammen und helfen sich die Menschen mehr selber“.<br />
Opaschowskis Thesen sind solide. Aber leider auch langweilig. Eigentlich schade. Man hätte für die fade Zukunftssuppe, in der mittlerweile ja viele bundesweit glauben, mitrühren zu müssen, ein wenig mehr Pfeffer gebraucht. Wo bleibt beispielsweise das unvorhergesehene Moment? Denn es ist doch sicher: Neue Technologien revolutionieren weiterhin das gesellschaftliche Leben, internationale Konflikte beeinflussen auch in Zukunft entscheidend die Meinung und das Handeln der Bürger, politische Entscheidungen werden immer wieder der strukturellen Planung einen Strich durch die Rechnung machen.</p>
<p>Will man wirklich Spannendes über Deutschlands Zukunft und einen Plan dazu erfahren, wird ein mutiges Buch gebraucht, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und sich gleichzeitig die Methoden moderner Szenario-Technik zu eigen macht.</p>
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		<title>Ein Denkanstoß für EZB-Präsident Mario Draghi</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralph Bärligea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Für den Wirtschaftsnobelpreisträger F. A. Hayek stand schon 1977 fest, dass &#8220;die Geldpolitik viel eher eine Ursache als ein Heilmittel von Depressionen darstellt&#8221;. Heute spricht viel dafür, dass die Finanzkrise, wie auch die Staatsschuldenkrise eine Folge zu niedriger Zinsen der Zentralbanken ist. Würde uns die Aufhebung des Geldmonopols, wie es Hayek gefordert hat, vor Finanz- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/9783161492235.jpg"><img class="size-medium wp-image-7444 alignright" title="9783161492235" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/9783161492235-207x300.jpg" alt="" width="170" height="247" /></a><strong>Für den Wirtschaftsnobelpreisträger F. A. Hayek stand schon 1977 fest, dass &#8220;die Geldpolitik viel eher eine Ursache als ein Heilmittel von Depressionen darstellt&#8221;. Heute spricht viel dafür, dass die Finanzkrise, wie auch die Staatsschuldenkrise eine Folge zu niedriger Zinsen der Zentralbanken ist. Würde uns die Aufhebung des Geldmonopols, wie es Hayek gefordert hat, vor Finanz- und Schuldenkrise schützen?</strong></p>
<p><strong><span id="more-7442"></span></strong>Wenn Entscheid und Haftung für das eigene Handeln auseinander fallen, trägt immer ein anderer die zwangsläufig anfallenden Kosten des Handels, selbst wenn er gar nicht dafür verantwortlich ist. Negative externe Effekte treten auf. Der Einzelne handelt <a title="Zu einem Beitrag in der Welt." href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13735932/Das-grosse-Fressen-aus-dem-gemeinschaftlichen-Trog.html" target="_blank">verantwortungslos auf Kosten anderer </a>und ruiniert so das Gemeinwesen. Der Euro als gemeinsame Geldordnung für Europa wäre eine gute Sache. Die Frage ist lediglich, ob der Gesetzgeber den gemeinsamen europäischen Rechtsrahmen dadurch, dass Entscheid und Haftung zusammenfallen, tragfähig ausgestaltet.</p>
<p>Ein Problem diesbezüglich liegt in den<a title="Zu einem Beitrag auf Ökonomenstimmte.org" href="http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/06/das-unsichtbare-bail-out-der-ezb/" target="_blank"> Target2-Krediten</a>. Häuft ein Staat im Euro-System Leistungsbilanzdefizite an, kann er diese Defizite automatisch über das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) kreditfinanzieren. Ohne eine derartige Kreditfinanzierung der Leistungsbilanzungleichgewichte in Europa, hätte es diese auch nicht geben können. Da diese Kredite kaum zurück bezahlt werden können, handelt es sich faktisch um Transferzahlungen. Schließlich findet die Finanzierung auch nicht durch private Investoren statt, die mit ihrem eigenen Geld freiwillig haften, sondern durch ein politisch installiertes System. Diesem Problem übergeordnet ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) per gesetzlichem Monopol Geld erzeugt, indem sie Kredite als Kreditgeber letzter Instanz vergibt. Damit tätigt die EZB Investitionen, ohne dass es Eigentümer gibt, die dafür persönlich haften. Wenn diese Investitionen nicht glücken, haftet am Ende der an der Entscheidung unbeteiligte einzelne Bürger über den Geldwert. <a title="Zum Buch von Friedirch August von Hayek." href="http://www.mohr.de/wirtschaftswissenschaft/neue-buecher/buch/gesammelte-schriften-in-deutscher-sprache-4.html" target="_blank">Der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek hat zudem gezeigt:</a> Eine Zentralbank als Investor kann unmöglich über das bessere Wissen gegenüber dezentralen, persönlich haftenden Investoren verfügen. Auch hat sie nicht die Anreize dieses Wissen optimal zu nutzen.</p>
<p>Die Staaten in Europa sollten sich darum wieder auf ihre Kernkompetenz konzentrieren, den Schutz von Eigentum. Sie sollen negative externe Effekte verhindern und nicht im Gegenteil gemeinsam über das Finanz- und Steuersystem einen Verschiebebahnhof für „Liquidität“ auf Kosten unbeteiligter Dritter organisieren. Konsequenterweise müsste man dazu auch das gesetzliche Geldmonopol aufheben. Könnte die EZB diesen Prozess <a title="Zu einem Paper des liberalen Instituts." href="http://www.libinst.ch/?i=wahrungswettbewerb-als-evolutionsverfahren" target="_blank">evolutionär begleiten</a> und den Euro auch weiterhin in einer gemeinsamen marktwirtschaftlichen Geldordnung anbieten? Auf die Frage dahingehend antwortete EZB-Präsident Mario Draghi: <a title="Zum Video der IX. Ludwig-Erhard-Lecture mit Mario Draghi." href="http://www.youtube.com/watch?v=tbSN42qFhxU" target="_blank">„Ich verspreche, ich werde darüber nachdenken!“</a></p>
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		<title>Wettbewerb dient uns allen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 08:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Schäffler MdB</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Freier und demokratischer Wettbewerb ist die Voraussetzung um Wohlstand für alle schaffen zu können. Aufgrund von Wettbewerb werden Produktionskosten gesenkt und eine größere Vielfalt kann entstehen. Jeder spezialisiert sich auf die Produktion der Güter, die er am günstigsten und besten für die Kunden produzieren kann. Ebenso wird die Entwicklung neuer Produkte gefördert und ein notwendiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freier und demokratischer Wettbewerb ist die Voraussetzung um Wohlstand für alle schaffen zu können. Aufgrund von Wettbewerb werden Produktionskosten gesenkt und eine größere Vielfalt kann entstehen. Jeder spezialisiert sich auf die Produktion der Güter, die er am günstigsten und besten für die Kunden produzieren kann. Ebenso wird die Entwicklung neuer Produkte gefördert und ein notwendiger Strukturwandel hinsichtlich obsolet werdender Berufszweige ermöglicht. Davon profitieren dann die Kunden, also wir alle. Nur so kann ein Zustand angestrebt werden, in dem sich alle persönlich so gut wie möglich stellen, ohne dabei einem anderen zu schaden. Des Staates bedarf es als Kontrollinstanz, die einen Wettbewerb zulässt, sichert und die Menschen in einer freien Marktwirtschaft vor Schäden wie Betrug oder Diebstahl schützt.</p>
<p>Wettbewerb lässt sich durch mehr Demokratie durchsetzen, eben weil er im Sinne aller Menschen und jedes Einzelnen ist. Hier ist mehr direkte Bürgerbeteiligung gefragt: Der Einzelne delegiert dabei dafür geeignete Aufgaben in Einklang mit anderen an den Staat. Die Kosten des Abstimmungsverhaltens müssen dabei – wie in allen anderen Bereichen auch – nach dem Verursacherprinzip auch von den Abstimmenden selbst getragen werden. Nicht zuletzt auch um Manipulation in jegliche Richtung zu vermeiden.</p>
<p>Darum plädiere und streite ich für mehr Demokratie und lade alle Bürger ein, mitzuwirken um das Land vor Dekadenz, Rückschritt und Unrecht zu bewahren, Freiheit zu schützen und Wohlstand für alle schaffen zu können. Denn „kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren“, wie der amerikanische Präsident Abraham Lincoln meinte: „Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst.“</p>
<hr />
<p><em>Eine lange Version dieses Blogeintrages wurde am 05.01.2012 auf <a title="Hier geht's zur Langfassung auf börsebBEWS.de" href="http://www.boersennews.de/nachrichten/thema/wettbewerb-egoismus-oder-dienst-fuer-alle-menschen/433126" target="_blank">börsenNEWS.de</a> veröffentlicht.</em></p>
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		<title>Politik braucht Standfestigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. Michael Hüther</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Beschlüsse des Europäischen Rats zur Krisenbekämpfung haben bisher die Finanzmärkte allenfalls kurzfristig beruhigen können. Infolgedessen hat sich die Ansicht weit verbreitet: Das Ende des Euro sei unvermeidlich! Die jüngst gelungene Platzierung italienischer Staatsanleihen mit einem Volumen von 7,5 Milliarden Euro bei verschiedenen Laufzeiten, zu einem Zinssatz von mehr als sieben Prozent, spricht indes eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/schuldenberge.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7244" title="schuldenberge" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/schuldenberge-300x293.gif" alt="" width="300" height="293" /></a>Die Beschlüsse des Europäischen Rats zur Krisenbekämpfung haben bisher die Finanzmärkte allenfalls kurzfristig beruhigen können. Infolgedessen hat sich die Ansicht weit verbreitet: Das Ende des Euro sei unvermeidlich! Die jüngst gelungene Platzierung italienischer Staatsanleihen mit einem Volumen von 7,5 Milliarden Euro bei verschiedenen Laufzeiten, zu einem Zinssatz von mehr als sieben Prozent, spricht indes eine andere Sprache. Die Sanktionswirkung der Märkte funktioniert. Italien erfährt eine angesichts seiner Schuldensituation angemessene Risikobewertung. Einen Käuferstreik gab es nicht.</p>
<p><span id="more-7222"></span>Offenkundig ist aber das Misstrauen der Finanzmärkte gegenüber dem budgetpolitischen Gebaren der Staaten ist so tief verankert, dass nur noch Taten zählen. Die europäischen Staats -und Regierungschefs sind daher gut beraten, zu ihren eigenen Beschlüssen zu stehen. Das Ergebnis vom vergangenen Gipfel am 26. Oktober war angemessen: Hebelung des Rettungsschirms EFSF, Beteiligung der privaten Gläubiger, Rekapitalisierung der Geschäftsbanken, Schuldenbremsen für alle. Daran keinen Zweifel aufkommen zu lassen, erfordert Disziplin. Beharrlichkeit beeindruckt am Ende auch die Finanzmärkte.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Dieser Beitrag basiert auf einem <a title="Hier geht es zu dem Kommentar." href="http://www.iwkoeln.de/Presse/Kolumnen/tabid/190/articleid/31595/Default.aspx" target="_blank">Kommentar von Prof. Dr. Michael Hüther auf spiegel-online</a>.</em><!-- post eof --></p>
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		<title>Jeremys Mikro-Welle</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchkritik: Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011 Eigentlich steht für deutsche Leser nicht viel Neues in Jeremy Rifkins Dritter Industrieller Revolution. Ideen wie die endgültige Umstellung fossiler auf erneuerbare Energien, die Nutzung von Wind-, Wasser- und Solarenergie als Innovationsmotor der Wirtschaft, Steckdosenfahrzeuge statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Die-dritte-Industrielle-Revolution.png"><img class="size-medium wp-image-7217 alignright" title="Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Die-dritte-Industrielle-Revolution-197x300.png" alt="" width="197" height="300" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Jeremy Rifkin: Die Dritte Industrielle Revolution – die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter, Frankfurt am Main 2011</strong></p>
<p>Eigentlich steht für deutsche Leser nicht viel Neues in Jeremy Rifkins Dritter Industrieller Revolution. Ideen wie die endgültige Umstellung fossiler auf erneuerbare Energien, die Nutzung von Wind-, Wasser- und Solarenergie als Innovationsmotor der Wirtschaft, Steckdosenfahrzeuge statt Benziner oder die systematische Implementierung von Energiespeichern, um Engpässe in der Energieversorgung zu überbrücken – sie wirken in einem Land, das wie keine andere Nation die Energiewende eingeleitet hat, wie olle Kamellen. Doch gibt es einen Punkt in Rifkins Buch, der selbst in Deutschland noch nicht wirklich durchdacht wurde und durchaus eine wichtige Rolle in der zukünftigen Wirtschaftsordnung spielen könnte: das intelligente Stromnetz: <em>„Es ist das Rückgrat der neuen Wirtschaft“,</em> ist Rifkin überzeugt.<span id="more-7214"></span></p>
<p>Damit ist für Rifkin nicht nur gemeint, dass Stromressourcen in großen Mengen gespeichert und zu anderen Orten geschleust oder später genutzt werden können. Es handelt sich auch um die Energieproduktion eines jeden Privathaushalts: Rifkin setzt auf den Wandel durch so genannte Mikrokraftwerke, mit denen sich jeder über Wind- und Solaranlagen selbst mit Strom versorgt. Allein in Europa könnten so 190 Millionen Häuser zu Mikrokraftwerken umgebaut werden. Wer zu viel Strom hat und ihn definitiv nicht braucht, kann ihn an andere Konsumenten verkaufen – und zwar per Computer oder Smartphone. Schon ein Drittel der Menschheit, sagt Rifkin, teilt heute im Internet Videos, Musik und ihr Wissen – wenn die Infrastruktur nun schon mal vorhanden ist, warum sollte es mit Energie anders sein?, fragt Rifkin. Unternehmen wie Cisco, Philips oder IBM entwickelten bereits Software und Netztechnik, mit der Privatpersonen Energie tauschen und handeln könne.</p>
<p>Dass sich die Menschen für ein solches Modell begeistern werden, begründet Rifkin mit dem pekuniären Anreiz, der dahinter stecke, und dem Trieb, Geschäfte machen zu wollen. Und rollt Rifkins Mikro-Welle erst einmal an, ist er überzeugt, dass es in Zukunft statt der großen Stromkonzerne zukünftig nur noch Millionen kleiner Energie-Produzenten geben wird. Das klingt nach schöner neuer Welt: Strom übers Internet zu verteilen, wäre die Basis für eine neue wirtschaftliche Ausrichtung. Die Energie- und Internetrevolution würde zu einem Kapitalismus führen, der statt über hierarchische über zentralistische Strukturen verfügt und in der sich Macht flach und dezentral verteilt.</p>
<p>Zweifellos weht in solchen Vision auch der Wind der 68er-Proteste. Doch so fortschrittlich Rifkin auch denkt, so geerdet gibt er sich und sieht seine Dritte Industrielle Revolution weder als Patentmedizin noch als Utopie. „<em>Sie ist vielmehr ein pragmatischer Wirtschaftsplan, der uns gerade noch rechtzeitig in eine nachhaltige, kohlenstofffreie Ära führen könnte“,</em> meint der amerikanische Ökonom. Allerdings gilt dies nur für einen Teil der Welt: Während sich seiner Meinung nach Deutschland bereits mitten in der dritten industriellen Revolution befindet, sieht er für seine Heimat Amerika überhaupt keine ernstzunehmenden Anzeichen der Veränderung.<!-- post eof --></p>
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		<title>Mehr direkte Demokratie wagen!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 10:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oswald Metzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zunehmend leidet die Politik unter einem generellen Vertrauensverlust. Dies hat vor allem mit der massiv gewachsenen Entfremdung der politischen Institutionen und ihrer Akteure von der breiten Masse des Volkes zu tun. Zusammenhänge werden nicht mehr erklärt und begründet, ein streitiger gesellschaftlicher Diskurs findet kaum mehr statt – nicht in den Parteien und Parlamenten, nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunehmend leidet die Politik unter einem generellen Vertrauensverlust. Dies hat vor allem mit der massiv gewachsenen Entfremdung der politischen Institutionen und ihrer Akteure von der breiten Masse des Volkes zu tun. Zusammenhänge werden nicht mehr erklärt und begründet, ein streitiger gesellschaftlicher Diskurs findet kaum mehr statt – nicht in den Parteien und Parlamenten, nicht in der medialen Öffentlichkeit. Und innerhalb der repräsentativen Demokratie hat sich das Entscheidungsgewicht längst von den Organen der Gesetzgebung, also dem Deutschen Bundestag und den Landtagen, in die Macht der Exekutive, also die jeweilige Regierung und ihre inneren Zirkel, verschoben.</p>
<p><span id="more-7207"></span>Dazu kommt eine immer kompliziertere Entscheidungsfindung auf supranationaler Ebene, wie die dramatische Krise des europäischen Währungsraums seit vielen Monaten belegt. Was Regierungschefs und ihre Finanzminister in Brüssel und anderswo verabreden, darf durch die nationalen Parlamente möglichst nicht mehr hinterfragt werden – und erst recht nicht von der Bevölkerung! Wer hätte sich jemals vorstellen können, dass die Notstandsgesetze der Sechziger Jahre, die damals eine Initialzündung für die Studentenrevolte waren, im Vergleich zu den parlamentarischen Entscheidungsbefugnissen, die dem Deutschen Bundestag aktuell in der Euro-Krise eingeräumt werden, geradezu großzügig bemessen sind.</p>
<p>Unsere Demokratie steckt mitten in einer kapitalen Legitimationskrise. Die Regierungen lassen sich von den Finanzmärkten stärker beeinflussen und beeindrucken, als vom Souverän, dem Volk, von dem letztlich die politische Legitimation stammt. Wer vom Primat der Politik spricht, sollte sich deshalb zunächst und vor allem immer darüber vergewissern, ob die Staatsbürger auch „mitgenommen“ werden, wie es so verbrämt im Politiksprech genannt wird. Das Lebenselixier der Demokratie ist die aufgeklärte öffentliche Debatte, die Einmischung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger in die res publica, in unser Gemeinwesen und seine staatliche Ordnung. Da müssen Politiker für Überzeugungen streiten, nimmermüde dicke Bretter bohren, sich den Bürgerinnen und Bürgern stellen, nicht nur bei Wahlen, sondern auch in Volksabstimmungen. Die Bürgerinnen und Bürger sind reif dafür, wie Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag mit der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 bewiesen hat.<!-- post eof --></p>
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		<title>Bundeshaushalt 2012: Neue Schulden trotz Mehreinnahmen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 10:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Knipping</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Staatsbankrott]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seitdem immer mehr Länder in den Sog der Staatsschuldenkrise geraten sind, dämmerte es der Politik: Die Schuldenmacherei muss beendet werden. Ohne eine beherzte Konsolidierung droht schlimmstenfalls eine Staatspleite – auch für die bisher als solide eingestuften Länder. Doch bis Konsolidierungsmaßnahmen greifen, ist es bekanntlich ein weiter Weg. Seit Monaten mahnt die Bundesregierung andere europäische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/neuverschuldung.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7250" title="neuverschuldung" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/neuverschuldung-300x282.gif" alt="" width="300" height="282" /></a>Spätestens seitdem immer mehr Länder in den Sog der Staatsschuldenkrise geraten sind, dämmerte es der Politik: Die Schuldenmacherei muss beendet werden. Ohne eine beherzte Konsolidierung droht schlimmstenfalls eine Staatspleite – auch für die bisher als solide eingestuften Länder. Doch bis Konsolidierungsmaßnahmen greifen, ist es bekanntlich ein weiter Weg. Seit Monaten mahnt die Bundesregierung andere europäische Staaten, ihre Sparanstrengungen zu erhöhen. Gleichzeitig fehlen ihr aber Mut und Kraft mit gutem Beispiel voranzugehen.</p>
<p><span id="more-7199"></span>Nirgendwo zeigt sich dies besser als im jüngst beschlossenen Bundeshaushalt 2012. Trotz der geringsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung, historische niedriger Zinsen und – mit 250 Milliarden Euro – den höchsten Steuereinnahmen des Bundes in der Nachkriegsgeschichte wird der Bund auch im kommenden Jahr neue Schulden aufnehmen. Mit 26 Milliarden Euro werden es sogar vier Milliarden Euro mehr sein als im laufenden Jahr. Damit taugt Deutschland in puncto Konsolidierung nun wahrlich nicht als Vorbild.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie beim </em><a title="Hier geht es zum Bundesfinanzministerium" href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Bundeshaushalt/Bundeshaushalt__2012/20111125-Bundeshaushalt-Abschluss-Hauptbeitrag.html?__nnn=true" target="_blank"><em>Bundesfinanzministerium</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Zeitarbeit besser als Hartz-IV</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 09:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PD Dr. Hilmar Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7260" title="zeitarbeit" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitarbeit1-300x269.gif" alt="" width="300" height="269" /></a>Nach wie vor bestehen in der Öffentlichkeit große Vorbehalte gegen die Zeitarbeit. Der Hauptvorwurf: Sie verdrängt reguläre Beschäftigung. Dieser Verdrängungsmythos hält jedoch einer kritischen Faktenüberprüfung nicht statt. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland knapp 7,5 Millionen Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen, davon entfielen aber nur 1,1 Millionen auf die Zeitarbeit. Von diesen 1,1 Millionen neu besetzten Zeitarbeitsstellen wurden zwei Drittel mit zuvor Arbeitslosen oder Nicht-Erwerbstätigen besetzt. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Zeitarbeit ein wichtiges Sprungbrett bei der Rückkehr von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt darstellt.</p>
<p><span id="more-7162"></span>Die gegenwärtigen Bestrebungen von Politik und Gewerkschaften zur Eindämmung der Zeitarbeit bergen die Gefahr, den Betroffenen einen Bärendienst zu erweisen. Die Forderung nach Durchsetzung des Equal-Pay-Prinzips und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sorgen dafür, dass Zeitarbeit für Unternehmen unattraktiv wird. Auf den Punkt gebracht: Offensichtlich ist den Befürwortern dieser Pläne ein Langzeitarbeitsloser, der von Hartz-IV leben muss, lieber als ein Zeitarbeitnehmer, der zwar mit einem geringen Lohn auskommen muss, damit aber immer noch besser dasteht als allein mit Hartz-IV.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Der Blogbeitrag ist eine Zusammenfassung des Namensartikels <a title="Hier geht es zu dem Beitrag." href="http://www.insm.de/insm/Themen/Arbeit/Hilmar-Schneider--Angstmacher-Zeitarbeit.html" target="_blank">„Zeitarbeit als Angstmacher“, </a>erschienen am 07.11.2011 auf insm.de.</em></p>
<p><!-- post eof --></p>
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		<title>Die Stierhodenfresser</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 12:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Martin Roos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Buchkritik: Georg von Wallwitz: Odysseus und die Wiesel. Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte, Berlin 2011 Ein kurzweiliges Buch legt Georg von Wallwitz mit seinem „Odysseus und die Wiesel“ vor – ein Essay über die Wirklichkeit der Finanzmärkte: über gierige Manager großer Hedge- und Publikumsfonds, so genannte 900-Pfund-Gorillas, und über testosteronschwere Händler, die überfordert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Odysseus-und-die-Wiesel.png"><img class="size-full wp-image-7112 alignright" title="Georg von Wallwitz: Odysseus und die Wiesel. Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte, Berlin 2011" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/Odysseus-und-die-Wiesel.png" alt="" width="200" height="286" /></a></p>
<p><strong>Buchkritik: Georg von Wallwitz: Odysseus und die Wiesel. Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte, Berlin 2011</strong></p>
<p>Ein kurzweiliges Buch legt Georg von Wallwitz mit seinem „Odysseus und die Wiesel“ vor – ein Essay über die Wirklichkeit der Finanzmärkte: über gierige Manager großer Hedge- und Publikumsfonds, so genannte 900-Pfund-Gorillas, und über testosteronschwere Händler, die überfordert und wieselig in ihre Computer auf anonyme Zahlenspiele ohne moralische Dimension glotzen.</p>
<p>Wallwitz, Mathematiker und Investmentexperte, zieht über seine Zunft her. Das ist durchaus sympathisch. Selbstkritik gepaart mit Humor kommt immer an. Er träumt vom wahren Börsen-Helden, einem ebenso tugendhaften wie listenreichen Haudrauf, einem vir bonus, dem guten Menschen, der seine Schwächen erkennt, der auch egoistisch handelt, der aber seine Stärken nutzt und damit der Gesellschaft &#8211; kurzum: von Odysseus, dem von Wallwitz erklärten Ideal des heutigen Unternehmens.</p>
<p>Das klingt ein wenig pathetisch. Ist es auch. Aber Wallwitz meint es ernst. Zumindest fast. Denn er formuliert insgesamt witzig, schreibt nicht von der Kanzel herab, sondern wählt die ironisch gemeinte Pose eines mit überschlagenen Beinen im Clubledersessel sitzenden Hommes de Lettres, der Zitate von Vergil, Thukydides, Goethe, Benjamin Graham, David Dodd oder Maynard Keynes ebenso beflissen einzustreuen weiß wie ein Hütchenspieler seine Tricks.</p>
<p> <span id="more-7111"></span></p>
<p>Ob nun Odysseus mit stählerner Faust oder ob Wiesel mit haarloser Flachbrust – die Akteure der Finanzwelt von heute seien auf unüberschaubar viele Einzelthemen spezialisiert. <em>„Manager von börsennotierten und nicht börsennotierten Kapital stehen in wechselseitiger tief empfundener Verachtung gegeneinander. Keiner versteht, was der andere macht, und was der Bauer nicht kennt, das mag er nicht“,</em> urteilt Wallwitz. Er warnt vor der Realität in den Handelssälen der Banken und Fondsgesellschaften, wo Furcht und Vertrauen wirken, wo Männer vom Schlage eines Bierkutschers sitzen, die sich allzu häufig verhalten, <em>„als würden sie mit Stierhoden ernährt“. </em>Dass dies Klischees sind, mag man dem teils schon stark verschöngeistigtem Autor verzeihen. Er selbst nimmt für sich nicht in Anspruch, alles besser zu wissen. Zumindest noch nicht.</p>
<p>Für Außenseiter, schreibt Wallwitz, ist die nicht zu ergründende Psychologie der Märkte zwar entnervend. Letztlich aber entscheide die Mischung aus Erfahrung und psychologischer Urteilskraft über Erfolg und Misserfolg auf den Finanzmärkten. <em>„Das Zusammenspiel von allgemeiner Bildung, spezifischer Erfahrung, Sinn für Psychologie, mathematisch geschulter Intelligenz und Animal Spirit machen den Unterschied aus“</em>, rät er.</p>
<p>Funktionierende Finanzmärkte brauchen also Menschen, die nicht nur gut rechnen und Bilanzen lesen können, sondern auch sozial intelligent sind und mit Emotionen umgehen können. Vor allem mit den eigenen, fordert der Autor. Ob er die Finanzmärkte unseres oder eines anderen Planeten meint, sagt er nicht.<!-- post eof --></p>
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		<title>Schluss mit der Schuldenparty!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 08:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Oliver Knipping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltskonsolidierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsbankrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Griechenland drohen nunmehr auch Frankreich und Italien unter der Last ihrer Staatsschulden erdrückt zu werden. Jetzt rächt es sich, dass beide Länder beim Thema Konsolidierung bisher eher durch Rhetorik als durch Taten aufgefallen sind. Dabei zeigen die bisherigen Erfahrungen mit hochverschuldeten Staaten: Je länger die notwendige Konsolidierung herausgezögert wird, desto schmerzvoller die Therapie. Umgekehrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/staatskonsolidierung1.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-7262" title="staatskonsolidierung" src="http://www.insm-oekonomenblog.de/wp-content/uploads/2011/11/staatskonsolidierung1-300x275.gif" alt="" width="300" height="275" /></a>Nach Griechenland drohen nunmehr auch Frankreich und Italien unter der Last ihrer Staatsschulden erdrückt zu werden. Jetzt rächt es sich, dass beide Länder beim Thema Konsolidierung bisher eher durch Rhetorik als durch Taten aufgefallen sind. Dabei zeigen die bisherigen Erfahrungen mit hochverschuldeten Staaten: Je länger die notwendige Konsolidierung herausgezögert wird, desto schmerzvoller die Therapie. Umgekehrt gilt: Wer frühzeitig und vor allem entschlossen spart, dessen Bemühungen waren meist von Erfolg gekrönt.</p>
<p><span id="more-7148"></span>Zweifelsohne ist eine Konsolidierung ein Drahtseilakt: Einerseits sollen die Staatsausgaben zurückgeführt, andererseits soll aber das Wachstum nicht abgewürgt werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Konsolidierungen dann erfolgreich sind, wenn sie schwerpunktmäßig über die Ausgabenseite erfolgen. Als beispielsweise Schweden Anfang der 1990er Jahre in eine tiefe Wirtschaftskrise geriet, konnte das Land die kritische Lage durch Abstriche beim Urlaub, der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei der Arbeitslosenunterstützung erfolgreich meistern. So konnte die Schuldenquote (Schulden im Verhältnis zum BIP) in fünf Jahren um 18,6 Prozent gesenkt werden.</p>
<p>Eine beachtliche Leistung, die aber von den irischen Konsolidierungserfolgen bei weitem in den Schatten gestellt wird. Etwa im gleichen Zeitraum konnte der keltische Tiger seine Schuldenquote um spektakuläre 44,4 Prozent senken. Solche positiven Beispiele sollten den Politikern Mut machen, endlich das Ruder herumzureißen: Mit den staatlichen Schuldenpartys muss nun endlich Schluss sein.<!-- post eof --></p>
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